Safety E/A-Modul E/A-Modul für CIP Safety

Redakteur: Rebecca Näther

Neben Profisafe unterstützt HMS mit dem Ixxat Safe T100/CS nun auch das CIP Safety Protokoll gemäß CIP Volume 5 V2.14 und ermöglicht somit die einfache, Modul-basierte Implementierung sicherer E/As für CIP Safety.

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(Bild: HMS Industrial Networks)

Das Modul ist die Komplettlösung für eine einfache und schnelle Implementierung von konfigurierbaren, sicheren Ein- und Ausgängen in Anwendungen bis SIL 3 und PLe Kat.4. Es verfügt über drei zweikanalige Eingänge – mit der Möglichkeit zur Aufdeckung externer Verkabelungsfehler – sowie über einen zweikanaligen Ausgang. Alle Ein- und Ausgänge arbeiten mit 24 V Signalen.

Sichere und nicht sichere Funktionen über eine Schnittstelle

Parallel zu eventuell bereits bestehenden, nicht-sicheren Gerätefunktionen wird mit dem Produkt z.B. eine sichere Not-Halt-Funktion für Antriebe oder Prozesssteuerungen (Schweißen, Kleben, Nieten etc.) möglich. Der Endanwender erhält somit ein Gerät, welches sichere und nicht-sichere Funktionen über nur eine Schnittstelle zur Verfügung stellt. Dies soll sowohl die Konfiguration als auch die Projektierung des Gesamtsystems vereinfachen.

Vorzertifiziert und auf Konformität getestet

Die Kombination aus der Sicherheits-Hardware und -Software sowie die Vorzertifizierung durch den TÜV Rheinland erleichtern die Entwicklung von sicheren Geräten und Systemen. Die CIP-Volume-5-Konformität des Moduls wurde im ODVA-Testlabor geprüft und bestätigt.

Modulares Konzept für CIP Safety und Profisafe

Die CIP Safety Variante des Moduls nutzt die bekannten Anybus-Compact-Com-Module der Firma als Kommunikationspfad über das nicht-sichere Ethernet/IP-Netzwerk – hierbei wird die sichere Kommunikation vollständig über das „black-channel“ Prinzip umgesetzt. Ein Wechsel zwischen den beiden unterstützten Protokollen CIP Safety / Profisafe kann auf derselben Hardware des Produkts mittels Firmware-Option und Einsatz des entsprechenden Anybus-Compact-Com-Moduls durchgeführt werden.

Alle für CIP Safety notwendigen Anpassungen in der Ethernet/IP-Schicht sind im Anybus-Compact-Com-Modul bereits vorhanden, wie z.B. Ansteuerung der Netzwerk- und Status-LED, Übertragen der sicheren Konfigurationsdaten etc. Als zusätzliches Sicherheitsplus sind die Schnittstelle zwischen dem Anybus-Compact-Com-Modul und dem Ixxat Safe T100/CS galvanisch getrennt ausgeführt. Weitere modulinterne Sicherheitsmerkmale sind die integrierte Temperaturüberwachung und Abschaltung in einen sicheren Zustand, die kanalgranulare Fehlersignalisierung und Fehlerbehandlung sowie das wahlweise automatische oder manuelle Rücksetzen von Kanalfehlern.

Das Produkt speichert die Konfigurationsdaten in einem nicht-flüchtigen Speicher, wodurch kurze Startzeiten für das Modul erreicht werden sollen. Ferner unterstützt es die manuelle und DHCP-basierte IP-Adresseinstellung.

Kundeneigene Implementierung oder OEM-Lösung

Durch die im Lieferumfang enthaltenen ausführlichen Integrations- und Anwenderhandbücher kann das Modul vom Gerätehersteller selbst implementiert werden. Das Unternehmen steht hier mit entsprechenden Dienstleistungen bei Implementierung, Portierung und Zertifizierung helfend zur Seite. Als Alternative lassen sich Teile der Arbeiten oder auch das Gesamtprojekt durch das Safety-Entwicklungsteam im Auftrag des Kunden umsetzen. Bei speziellen Anforderungen an Formfaktor, Verbindungsstecker oder Anzahl der E/As werden auch kundenspezifische Versionen realisiert.

Vorzertifizierte Safety-Protokollstacks

Für Anwendungsfälle, bei denen die Integration des Moduls aufgrund z.B. der sehr geringen Ausmaße bei Safety-Encodern oder stark eingeschränkter Flexibilität aufgrund schon vorhandener Sicherheitshardware nicht möglich ist, stehen im Rahmen der Ixxat Safe Produktfamilie vom TÜV vorzertifiziert Protokollstacks für Functional Safety over Ether-CAT (FSoE), CIP Safety on Ethernet/IP sowie CIP Safety on Sercos zur Verfügung.

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