Automatisiert identifizieren Effiziente Lösungen für schwierige Umgebungen

Redakteur: Reinhard Kluger

Immer wenn logistische Abläufe innerhalb einer vielschichtigen Prozesskette im industriellen Umfeld absolut fehlerfrei zu steuern und zu überwachen sind, können automatische Identifikationsverfahren eine effiziente Lösung darstellen. Barcode-Etiketten, mechanische Codierungen, Sender- und Empfängersysteme, die mit Funk oder Mikrowellen arbeiten, sowie induktive Identifikationssysteme sind Verfahren, die täglich zum Einsatz kommen.

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Kern der BIS-Systeme sind ihre äußerst robusten Datenträger in Miniaturbauweise, die Transponder. Hinzu kommen ein oder mehrere Schreib-/Leseköpfe und eine Auswerteeinheit
Kern der BIS-Systeme sind ihre äußerst robusten Datenträger in Miniaturbauweise, die Transponder. Hinzu kommen ein oder mehrere Schreib-/Leseköpfe und eine Auswerteeinheit
( Archiv: Vogel Business Media )

Besondere Anforderungen für RFID gelten im rauen Umfeld der industriellen Automatisierung, also in Umgebungen mit extremen Belastungen durch Schock, Vibrationen sowie elektromagnetischen, thermischen oder chemischen Einflüssen. Hier haben sich induktive Identifikationssysteme, wie sie der Sensorspezialist und Connectivity-Anbieter Balluff im Programm hat.

Die RFID-Systeme der Baureihe BIS für extrem raue Umgebungen lösen mit einer großen Variantenvielfalt an robusten Datenträgern und Schreib-/Leseköpfen mit hoher Schutzart nahezu jedes Anwendungsproblem, sei es bei der Materialflussüberwachung, der rechnergestützten Montage, der Lagerhaltung oder der Steuerung und Qualitätssicherung von flexiblen Fertigungslinien. Zu finden sind sie unter anderem aber auch bei Sterilisationsaufgaben im Inneren eines Autoklaven bei Vakuum und hohen Temperaturen sowie im Kühl- und Schmiermittelreichen Umfeld einer Werkzeugmaschine.

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Aufbau und Funktionsweise

Kern der Systeme vom Typ BIS, die es in vier unterschiedlichen Baureihen gibt, sind ihre äußerst robusten Datenträger in Miniaturbauweise, die Transponder. Hinzu kommen ein oder mehrere Schreib-/Leseköpfe und eine Auswerteeinheit, die die Daten an die Steuerungsebene weiterleitet. Der Datenaustausch zwischen Schreib-/Lesekopf und Transponder erfolgt berührungslos und damit verschleißfrei und je nach Ausführung nicht nur im statischen, sondern auch dynamischen Betrieb. Daten und Energie, die der Datenträger benötigt, werden dazu induktiv vom Schreib-/Lesekopf eingekoppelt, was eine separate Spannungsversorgung, wie z. B eine Batterie, überflüssig macht.

Je nach Ausführung und Frequenz ermöglichen die Balluff Identifikations-Systeme unterschiedliche Reichweiten und Datenübertragungsgeschwin-digkeiten. In Abhängigkeit der jeweils zu übertragenden Datenvolumen ergibt sich die notwendige Verweildauer des Datenträgers in einer begrenzten räumlichen Entfernung vom Schreib-/Lesekopf beziehungsweise Lesekopf. Da sich diese Verweilzeiten in Fertigungs- und Montageprozessen meist zu den Hauptzeiten addieren, gehört die Frequenz zu den wesentlichen Kriterien bei der Auswahl eines Identifikationssystems für industrielle Applikationen. Die verfügbare Speichergröße ist ein weiterer Wirtschaftlichkeitsfaktor.

Das Identifikationssystem BIS C ist speziell für die Anforderungen von Produktion und Montage ausgelegt. Ideal eingesetzt ist es beispielsweise bei der Palettencodierung für den Informationsaustausch zwischen einzelnen Bearbeitungsstationen. Eine prozessorientierte Qualitätskontrolle ist mit Transpondern mit einer Speicherkapazität von 8 KByte so leicht realisierbar. Spezielle Schreib-/Leseköpfe ermöglichen das Schreiben und Lesen auch im Vorbeifahren. Geschwindigkeiten von 220 m/min beim Lesen und 150 m/min beim Schreiben lassen sich so mühelos erzielen.

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