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Kurbelwellenfertigung im Mischbetrieb und Werkzeugidentifikation
Zu den Nutzern des Systems zählt beispielsweise die Feuer Powertrain GmbH & Co. KG aus Nordhausen. Sie fertigt auf einer flexiblen Fertigungslinie Kurbelwellen im Mischbetrieb für die Automobilindustrie. Die Zuführung von Kurbelwellen an die Maschinen und die logistische Steuerung erfolgt über eine vollautomatische Verkettung und einen bis zu 850 Paletten fassenden Zwischenspeicher. Das Identifikationssystem liefert der Anlagensteuerung die erforderlichen Informationen zum jeweiligen Kurbelwellentyp. Außerdem kann mit Hilfe des Systems der Bearbeitungsstatus fortgeschrieben werden.
Für den richtigen Überblick innerhalb der Prozesskette sorgen runde Miniaturdatenträger in der Schutzart IP 67 an definierter Stelle auf der Oberseite der Transportpaletten. Eingekapselt in ein PE-Gehäuse weisen sie nicht nur eine hohe mechanische Festigkeit auf, sondern sind auch absolut schmutzunempfindlich. Dies ist auch erforderlich, denn die elektronischen Tags sind während der Produktion nicht nur Schmierstoff-Belastungen ausgesetzt, sondern müssen vor der Qualitätskontrolle der Kurbelwellen auch noch eine Mehrkammerwäsche mit Vakuum-Trocknungsanlage klaglos überstehen.
Balluff Identifikationssysteme BIS sind heute auch integraler Bestandteil des Tool-Managementsystems vieler Werkzeugmaschinen. Alle Werkzeughalter sind hier mit Datenträgern bestückt, auf denen ihre Identifikations- und Verschleißdaten gespeichert sind. Parameter wie Auftragsnummer, Art des Werkzeugs, Sollstandzeit, Werkzeuggeometrie, Kollisionsradius etc. werden bei einem Werkzeugwechsel automatisch ausgelesen, was die Maschinennebenzeiten erheblich reduziert. So lässt sich die Standzeitenausnutzung der Werkzeuge optimieren. Ausschuss und Nacharbeiten wegen zu langer Werkzeugnutzung entfallen. Eine erleichterte Betriebsmittelorganisation, erhöhte Fertigungssicherheit und die Vermeidung von Fehlern, etwa durch Falscheingaben oder Werkzeugverwechslung, sind weitere Effekte.
Eine weitere Ausführung der Balluff RFID-Systeme, BIS L, ist eine besonders kostengünstige Ausführung speziell für Logistik- und Montagelinien. Die Datenträger mit ihrer extrem flachen Scheibenform verfügen über einen Speicher mit 40 Bit, der nur lesbar ist. Wählt man den BIS L Transponder mit 192 Byte, bekommt man eine schreib-/ lesbare Variante. Der Leseabstand beträgt bis zu 150 mm, der Schreibabstand bis zu 100 mm. BIS L arbeitet kompatibel zu der weit verbreiteten 125KHz Übertragungstechnik.
Speziell für große Datenmengen in Montage und Produktion ist BIS S, das vierte RFID-System von Balluff, ausgelegt. Die Datenträger können bis zu 32 KByte speichern. Die hoch moderne FRAM-Technologie ermöglicht eine unbegrenzte Zahl an Schreib-Lesevorgängen mit einer Leserate von mehr als acht kByte in sechs Sekunden.
Alle Balluff Identifikationssysteme sind leicht in Neuinvestitionen sowie auch in vorhandene Anlagen zu integrieren und amortisieren sich erfahrungsgemäß bereits innerhalb von ein bis zwei Jahren. Mit Ethernet TCP/IP und den Echtzeitvarianten EtherNet/IP, Modbus-TCP sowie DeviceNet und zukünftig auch PROFINET sind Balluff Identifikations-Systeme BIS C/L/M und S kompatibel zu den gängigen Netzwerktechniken, die zurzeit hauptsächlich von den großen Automobilisten favorisiert werden. Verfügbar sind natürlich auch erste IO-Link-fähige Lesegeräte.
Neuer RFID Handheld
Praktisch ist auch der neue industriegerechte RFID- BIS-Handheld in der Schutzart IP 65 zum mobilen Schreiben und Lesen von BIS-Datenträgern. Er ist zu 100% kompatibel zu den BIS L/M- und C-Identifikationssystemen und ermöglicht dank einer speziell entwickelten Elektronik nahezu doppelte Schreib-/Leseabstände. Das Gerät ist auch unter schlechten Lichtverhältnissen einfach zu bedienen. Dafür sorgt ein brillantes VGA-Display. Nach der Basisparametrierung kann der Anwender die Daten komfortabel über die Tastatur oder mit einem Stift verwalten. Dem Anwender stehen verschiedene Anzeigemodi, CRC-Berechnungen oder auch die Passwortverwaltung von Mifare-Datenträgern zur Verfügung. Zudem lässt sich der Handheld einfach erweitern, etwa um ein optionales W-LAN-Modul zur kabellosen Datenübertragung an die Steuerung, zu Druckern oder PCs mit WLAN-Schnittstelle. Erhältlich ist auch eine Bluetooth-Schnittstelle für den Datentransfer im Nahbereich.
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