Strompioniere im Allgäu

Ein Provinzdorf lebt die Strom-Zukunft

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Das A und O ist die Netzüberwachung

Im Gemeinschaftsprojekt der beteiligten vier Partner aus Wirtschaft und Forschung wird im nächsten Projektschritt gerade gemeinsam geplant, wo zusätzliche Messtechnik installiert werden muss, um kontinuierlich über den Zustand und die Auslastung des Netzes informiert zu sein. Die Messung von Strom und Spannung in engen Intervallen sowie lokalen Messstellen zugeordnet, bildet die Voraussetzung für eine effiziente Regelung des Netzes. Sobald die Messtechnik installiert ist, werden die Messdaten ausgewertet. Ziel ist es, die Siemens-Software mit den sich hier ergebenden Erkenntnissen optimal auf die Gegebenheiten in Wildpoldsried einzustellen.

„Das in Wildpoldsried geplante Smart Grid auf Basis unserer Technik bietet für alle Beteiligten Vorteile. Die Verbraucher können über verändertes Verbrauchsverhalten Kosten sparen; die Erzeuger können ihren Strom effizient vermarkten. Durch ein verbessertes Management der Balance zwischen Stromerzeugung und -verbrauch brauchen die Netzbetreiber nur noch wenig Leistungskapazität vorhalten, um Verbrauchs- und Angebotsspitzen abfangen zu können", sagte Richard Hausmann, Chef des Siemens-Konzernprojektes Smart Grid Application.

Ausbau der Leitungskapazität mit mehr Ruhe angehen

Michael Fiedeldey, Geschäftsführer von AllgäuNetz, verspricht sich von dem Pilotprojekt Lösungsmöglichkeiten für künftige Netz-Herausforderungen: „Wenn wir mit der Smart-Grid-Software von Siemens die Verbrauchs- und Angebotsspitzen in unserem Verteilnetz so abfangen können, dass wir hierfür weniger Leitungskapazität vorhalten müssen, verschafft uns das einen enormen Freiraum. Wir können den Ausbau unserer Leitungskapazität, um in den kommenden Jahren weitere Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen einzubinden, mit mehr Ruhe angehen. Darüber hinaus werden wir unseren Kunden mit der Netz-Software in Zukunft deutlich attraktivere Leistungen anbieten können als bisher", so Michael Fiedeldey. Michael Lucke, Geschäftsführer beim AÜW, erwartet von dem Gemeinschaftsprojekt vor allem Vorteile für die Kunden: "Stromangebot und -bedarf werden über marktähnliche Regelmechanismen ausgeglichen. Wir sehen in dem neuen Gemeinschaftsprojekt einen enormen Vorteil für die Verbraucher, indem diese ihre Sparmöglichkeiten und wir als Erzeuger unser Leistungsvolumen optimal ausschöpfen."

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