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ZVEI Elektroindustrie erholt sich langsam

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Krise ist noch nicht überwunden, aber es geht wieder aufwärts, zeigen aktuelle Zahlen des ZVEI. Überraschenderweise steigen vor allem die Aufträge aus Deutschland stark an.

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Die Zahlen liegen zwar hinter dem Jahr 2019, doch langsam steigen sie wieder, so der ZVEI.
Die Zahlen liegen zwar hinter dem Jahr 2019, doch langsam steigen sie wieder, so der ZVEI.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Elektroindustrie erholt sich langsam, berichtet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Zwar liegen Auftragseingang, Produktion und Umsatz immer noch hinter den Vorjahreszahlen, aber der Rückgang nahm im Juni diesen Jahres ab im Vergleich zu den Monaten April und Mai.

Auftragseingänge sinken nur um ein Prozent

Als überraschend bezeichnet der ZVEI den geringen Rückgang der Auftragseingänge im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent. Der Grund dafür ist der große Zuwachs von Aufträgen aus Deutschland aus einigen wenigen Fachbereichen, vor allem der Messtechnik und Prozessautomatisierung sowie Schienenfahrzeugen und Batterien.

Alle Zahlen im Überblick:

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Lag im Vormonat Mai der Rückgang der Auftragseingänge aus Deutschland noch bei -24,7 Prozent, so verzeichnet der ZVEI im Juni einen Zuwachs von über 33 Prozent. Auch die Aufträge aus dem Ausland gingen um knapp 7 Prozent weniger stark zurück als im Vormonat. Im kompletten ersten Halbjahr 2020 gingen damit die Aufträge um fast 10 Prozent zurück – wobei die Auslandsaufträge stärker abfielen.

Geschäftsklima erholt sich, bleibt aber negativ

Die Umsatzzahlen aus dem Juni 2019 verfehlt die Elektrobranche um 4,2 Prozent, der ZVEI spricht von einem Wert von 14,8 Milliarden Euro. Verglichen mit den Vormonaten April und Mai ist das aber der kleinste Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2020. Im gesamten ersten Halbjahr 2020 ging der Umsatz der Branche um 8,5 Prozent zurück.

Auch das Geschäftsklima erholt sich weiter, die allgemeinen Geschäftserwartungen liegen erstmals seit Februar wieder über Null. Dennoch bleibe das Klima negativ und die Lage schlecht bewertet, resümiert der Verband.

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