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Bildverarbeitungssoftware

Embedded-Vision-Applikationen mit MIPI-Bildsensoren

| Redakteur: Rebecca Näther

Die Machine-Vision-Standardsoftware Halcon ist mit dem MIPI-Übertragungsstandard kompatibel. Das hat MVTec Software nun technologisch nachgewiesen.

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Die Machine-Vision-Standardsoftware Halcon von MVTec Software kann standardmäßig Bilder von MIPI-Kameramodulen einziehen und verarbeiten. Dazu können vorhandene Schnittstellen wie etwa Video4Linux, GenTL oder auch der direkte Speicherzugriff verwendet werden.
Die Machine-Vision-Standardsoftware Halcon von MVTec Software kann standardmäßig Bilder von MIPI-Kameramodulen einziehen und verarbeiten. Dazu können vorhandene Schnittstellen wie etwa Video4Linux, GenTL oder auch der direkte Speicherzugriff verwendet werden.
(Bild: MVTec Software)

Die Machine-Vision-Standardsoftware ist gerüstet für die Entwicklungen im Embedded-Vision-Umfeld. So hat der Anbieter technologisch nachgewiesen, dass seine Software standardmäßig Bilder von MIPI-Kameramodulen (Mobile Industry Processor Interface) einziehen und verarbeiten kann. Dazu können vorhandene Halcon-Schnittstellen wie etwa Video4Linux, GenTL oder auch der direkte Speicherzugriff (Shared Memory) verwendet werden. Hierfür haben die Experten des Unternehmens für Hardware Interfaces das Kameramodul VC MIPI OV 9281 der Firma Vision Components in Verbindung mit Raspberry Pi 3 und 4 mit Halcon 19.05 erfolgreich getestet.

Kompatibel mit Kameramodulen für Embedded-Bereich

Mit der gleichen Version der Software wurde ebenso erfolgreich das Sensormodul MIPI IMX290 von The Imaging Source per FPD-Link III (bis zu 15 m Kabellänge) auf einem Nvidia Jetson Nano getestet. Dies belegt laut MVTec erstmalig die volle Kompatibilität der Bildverarbeitungssoftware mit den speziell für den Embedded-Bereich entwickelten Kameramodulen, die hohen industriellen Ansprüchen entsprechen und ihren Fokus auf hochvolumige Applikationen setzen.

Mit MIPI verschiedenste Bildsensoren nahtlos integrieren

Hardware-Hersteller wie etwa Nvidia, NXP oder die Raspberry Pi Foundation stellen bereits dedizierte Schnittstellen zu MIPI standardmäßig zur Verfügung. Mit dem Übertragungsstandard lassen sich verschiedenste Bildsensoren nahtlos integrieren. Digitale Bilddaten können damit zum Teil ohne zusätzliche CPU-Last von Embedded-Geräten eingezogen werden. Somit kann die vollständige Performance der Prozessoren für Vision-Applikationen verwendet werden. Anwender sollen zusätzlich von einer maximalen Übertragungsrate von bis zu 17,1 GBit/s profitieren.

Türöffner für neue Embedded-Vision-Applikationen

Mit diesen Vorteilen soll MIPI auch den Weg für neue Geschäftsfelder außerhalb der industriellen Bildverarbeitung ebnen. Dazu zählen beispielsweise die Medizintechnik, die Agrarindustrie sowie die Branchen Logistik und Einzelhandel. Möglich sind jetzt Applikationen, die sich in der Vergangenheit aufgrund unpassender Sensormodule nicht mit Embedded-Geräten realisieren ließen.

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