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Energieführung Energieführungssystem für weltweit größtes Solar-Teleskop

| Redakteur: Rebecca Näther

Mithilfe des DKIST Solar-Teleskop auf der Insel Maui (Hawaii) sollen die Veränderungen der Sonne und deren Auswirkungen auf die Erde erforscht werden. In der bewegten Kuppel des Teleskops kommen Energieführungen von Tsubaki Kabelschlepp zum Einsatz.

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Tsubaki Kabelschlepp realisierte eines der weltweit größten Energieführungssysteme für ein Solar-Teleskop.
Tsubaki Kabelschlepp realisierte eines der weltweit größten Energieführungssysteme für ein Solar-Teleskop.
(Bild: Tsubaki Kabelschlepp)

Forscher der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) wollen in naher Zukunft mithilfe des DKIST Solar-Teleskop auf der Insel Maui (Hawaii) die Veränderungen der Sonne und deren Auswirkungen auf die Erde erforschen. Das mit dem Bau der bewegten Kuppel des Teleskops beauftragte spanische Unternehmen IDOM entschied sich für Energieführungen von Tsubaki Kabelschlepp.

Bemerkenswert sind bei dieser Anwendung nicht nur die Dimensionen und die Drehbewegungen, die die Energieführungssysteme unterstützen müssen, erzählt das Unternehmen. Aufgrund des außergewöhnlichen Standorts des Teleskops auf einem 3000 m hohen Vulkan muss zudem eine maximale Betriebssicherheit bei minimalem Wartungsaufwand gewährleistet sein. Es galt, das komplette Projekt vom ersten Designentwurf bis hin zur finalen Inbetriebnahme vor Ort durchzuführen. Bereits bei der Konstruktion der einzelnen Komponenten und Baugruppen wurden wichtige Anforderungen wie eine einfache Montage, passende Transportmaße und wartungsfreundliche Funktionen berücksichtigt.

Zwei separate Energieführungssysteme für die einzelnen Verbraucher

Um eine sichere Energieversorgung der zahlreichen einzelnen Verbraucher sicherzustellen, sind bei dem Teleskop insgesamt zwei separate Energieführungssysteme im Einsatz: Zwei Stahlketten decken die vertikale Achse („Azimuth“) mit einem Drehwinkel von 420° ab. Ein weiteres Energieführungssystem mit mehreren Einzelketten versorgt die drehbaren Sonnen-Abschottungen im Dachbereich entlang der horizontalen Achse („Altitude“) mit Energie, Daten und vor allem Kühlmittel; der Drehwinkel liegt hier bei ca. 105°. Stahlketten mit individuellen Aluminiumstegen gewährleisten eine optimale Führung der teilweise schweren und großen Schläuche und Energieleitungen. Des Weiteren wird eine Stahlkette von den in dieser Umgebung stark wechselnden Temperaturen nicht beeinträchtigt.

Montage und Transport des Azimuth-Systems

Um die sichere Funktion der Anlage vor Ort zu gewährleisten, montierte das Unternehmen das gesamte Azimuth-System vorab in Deutschland und unterzog es ausführlichen Tests. Den Transportweg nach Hawaii und den anschließenden Montageprozess gestalteten die Experten durch eine gezielte Vormontage der Bauteile und eine abgestimmte Transportplanung so effizient wie möglich. Alle Energieführungssysteme wurden vor Ort unter Aufsicht der Firma von lokalen Fachunternehmen montiert. Nach der gemeinsamen Abnahme der Projektpartner wartet die Lösung nun auf ihren Einsatz: 2019 soll das Solar-Teleskop auf Hawaii seine Arbeit aufnehmen.

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