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Messtechnik

Freie und trockene Fahrt im Gotthard-Basistunnel

| Autor: Sariana Kunze

Nach über 20 Jahren Planungs- und Bauzeit wird in der Schweiz die Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels gefeiert. Mit 57 km gilt er als der längste Eisenbahntunnel der Welt. Die Konstruktion, die das Bergmassiv der Alpen durchquert, muss nicht nur hohem Druck standhalten, sondern auch das Einsickern erheblicher Mengen Wasser verhindern.

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Nach über 20 Jahren Planungs- und Bauzeit wird in der Schweiz die Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels gefeiert – der längste Eisenbahntunnels der Welt. Jede Menge Technik sorgt für einen reibungslosen Schienenverkehr. So wird beispielsweise Messtechnik von Endress + Hauser für die Tunnel-Entwässerung eingesetzt.
Nach über 20 Jahren Planungs- und Bauzeit wird in der Schweiz die Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels gefeiert – der längste Eisenbahntunnels der Welt. Jede Menge Technik sorgt für einen reibungslosen Schienenverkehr. So wird beispielsweise Messtechnik von Endress + Hauser für die Tunnel-Entwässerung eingesetzt.
(Bild: AlpTransit Gotthard AG)

Der Gotthard-Basistunnel gilt als Jahrhundertbauwerk. Über 20 Jahre hat die Planungs- und Bauzeit des längsten Eisenbahntunnels der Welt gedauert. 57 km ist der Tunnel lang, bis zu 2.300 m türmt sich der Fels über der Strecke auf, neun Menschen verloren bei dem Bau Basistunnel ihr Leben. Doch die neue Bahnverbindung führt mit nur kleinen Steigungen und weiten Kurven durch die Alpen. Der höchste Punkt liegt auf nur 550 m über Meer, der Höhe der Stadt Bern. Mit der Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) ist eine schnelle und leistungsfähige Bahnverbindung entstanden. Am 3. Juni fährt nun der erste Güterzug durch den Tunnel.

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Die Flachbahn ermöglicht den effizienten Transport von Gütern auf der Schiene und verkürzt die Reisezeiten im nationalen und internationalen Personenverkehr. Im Personenverkehr verkürzen die neuen Strecken die Fahrzeiten deutlich. Die neue Gotthardbahn ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke. Reisezüge können auf etwa 60 km mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 250 km/h verkehren. Voraussetzung dafür ist die gerade Linienführung ohne enge Kurven und Straßenübergänge auf den offenen Strecken.

Endress+Hauser liefert Messtechnik für die Tunnel-Entwässerung

Damit der Tunnel trocken bleibt, wurden in den beiden einspurigen Röhren jeweils zwei Abwasserleitungen in der Tunnelsohle verlegt. Das System trennt das Bergwasser vom Schmutzwasser, das zum Abtransport von Verunreinigungen im laufenden Betrieb oder im Fall einer Havarie abgezweigt wird. Pro Tunnelröhre und Richtung werden in jeder Sekunde fünf Liter Schmutzwasser aus dem Tunnel befördert. In Auffangbecken an beiden Tunnelenden wird es gesammelt und auf Verunreinigungen kontrolliert.

Die Messtechnik für die Tunnelentwässerung hat Endress+Hauser geliefert: Mit 180 teilweise explosionsgeschützten Messgeräten und drei Messpanels werden unter anderem Durchflussmengen und Füllstände von Berg- und Schmutzwasser sowie die Leitfähigkeit, der pH-Wert und die Trübung des Schmutzwassers ermittelt.

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