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Blitzschutz

Freistehende Fangeinrichtung für Blitzschutz mit hochspannungsfester Leitung

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Mit freistehenden Fangeinrichtungen und dem HVI-System bietet Dehn individuell anpassbare und aufwärtskompatible Lösungen für Blitzschutzsysteme an. Auf Grund der realisierbaren Fangmasthöhen bis 7,5 m sind große Schutzbereiche möglich, die sich über die komplette Dachfläche erstrecken können. Bei korrekter Dimensionierung eines solchen Blitzschutzsystems benötigen nachträglich installierte Dachaufbauten keine weiteren Blitzschutzmaßnahmen.

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(Dehn + Söhne)

Die Gefahr unkontrollierter Überschläge von Fangeinrichtungen und Ableitungen zu geerdeten metallenen Gebäudeinstallationen wird durch die gezielte Blitzstromführung in einer hochspannungsfesten isolierten Leitung unterbunden, mit der - nach Herstellerangaben - modernsten Fortsetzung des Blitzschutzes nach Benjamin Franklin, der patentierten HVI-Leitung. Die Auslegung dieses Systems erfolgt unter Berücksichtigung der zu erwartenden Windlast und ist somit entsprechend den Anforderungen individuell konfigurierbar.

Trennungsabstand entscheidend für Leitung

Freistehende HVI-Systeme bestehen aus einem isolierten Stützrohr in Kombination mit Drei- oder Vierbeinstativ sowie der HVI-Leitung. Bei der Auswahl der hochspannungsfesten isolierten Leitung ist der Trennungsabstand entscheidend. Mit der HVI-power-Leitung lässt sich ein äquivalenter Trennungsabstand (Feststoff) von <180 cm realisieren. Diese Leitung ist mit Iimp 200 kA (10/350µs) geprüft und für den Einsatz in Blitzschutzklasse I, II, III sowie IV geeignet. Im Gegensatz zur HVI-power ist die HVI-Leitung mit Iimp von 150 kA (10/350µs) geprüft und somit geeignet für die Blitzschutzklassen II, III und IV. Hier ist ein äquivalenter Trennungsabstand (Feststoff) von <150 cm möglich.

Drei- oder Vierbeinstative mit seitlicher Leitungsführung

Durch die neuartigen Drei- und Vierbeinstative mit seitlicher Leitungsführung gestaltet sich die Montage des Stützrohres sowie der im Stützrohr liegenden Leitung einfach und zeitsparend. Der erforderliche Anschluss an den Potentialausgleich, welcher die Funktionalität der hochspannungsfesten isolierten Leitung sicherstellt, erfolgt über Stützrohr und Stativ. Das Stativ ist hierfür an den Gebäudepotentialausgleich anzuschließen.

Bei der Errichtung eines freistehenden Systems spielt vor allem die Windlast eine große Rolle. Bei dieser Art von Fangeinrichtung ist neben der Materialdimensionierung auch das Kippmoment ausschlaggebend. Wichtig hierbei sind vor allem die Standfläche und das Sockelgewicht. Eine Auslegung entsprechend den Windlastforderungen erfolgt nach DIN EN 1991-1-4 / NA (Eurocode 1 Teil 1-4 / NA).

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