Mess- und Prüfgeräte Fünf Neuheiten aus der Mess- und Prüftechnik

Von Lilli Bähr

Wir stellen Ihnen fünf Neuheiten aus der Mess- und Prüftechnik vor: ein neuer Kleinlängenmesser, Prüfgeräte mit aktualisierten Prüfsequenzen, ein Konfigurator für Kraftaufnehmer, programmierbare Messumformer sowie eine Prüfanweisung für Längeneinstellgeräte mit Ziffernanzeige.

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Der Längenmesser KLM 120 verfügt über einen Messtisch mit 3-Achverstellung und zusätzlicher Neigungs- sowie Drehfunktion und ist bis zu 3 kg belastbar.
Der Längenmesser KLM 120 verfügt über einen Messtisch mit 3-Achverstellung und zusätzlicher Neigungs- sowie Drehfunktion und ist bis zu 3 kg belastbar.
(Bild: Feinmess Suhl)

1. Für eine momentfreie Positionierung

Feinmess Suhl ergänzt sein Portfolio um den Kleinlängenmesser KLM 120. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Längenkomparators KLM 60. Neben einem neuen Design wird das Modell durch die zusätzlichen Messsysteme in der Y- und Z-Achse zu einem vollwertigen Universal-Längenmesser.

Der KLM 120 verfügt über einen Messtisch mit 3-Achverstellung und zusätzlicher Neigungs- sowie Drehfunktion und ist bis zu 3 kg belastbar. Ein Schwimmtisch soll die momentfreie Positionierung des Messobjektes ermöglichen. Die separate Schnittstelleneinheit PU41 mit USB-Anschluss überträgt die Messdaten der X-, Y- und Z-Achse an den PC.

Alle Neuheiten finden Sie hier im Überblick:

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Der Kleinlängenmesser, mit seinem verbesserten Bedienkonzept, wird vor allem für Gewindemessungen und Messungen an Messstiften, Messringen sowie Messuhren verwendet. Außerdem kommt das Gerät in Kalibrierlaboren oder Messräumen sowie der fertigungsnahen Messung von Präzisionsteilen zum Einsatz.

2. Prüfgeräte mit aktualisierten Prüfsequenzen

Der Secutest ST ist mit neuen Prüfsequenzen auf die aktuellen Normänderungen durch die DIN EN 50678 und DIN EN 50699 eingestellt.
Der Secutest ST ist mit neuen Prüfsequenzen auf die aktuellen Normänderungen durch die DIN EN 50678 und DIN EN 50699 eingestellt.
(Bild: info@votho.com)

Die aktuelle Generation der Geräteserie Secutest ST von Gossen Metrawatt ist ab Werk auf die geänderten Normanforderungen der neu in Kraft getretenen DIN EN 50678 und DIN EN 50699 eingestellt. Beide Normen ersetzen die noch übergangsweise bis 2022/23 gültige DIN VDE 0701-0702 durch gesonderte Regelungen zur Überprüfung der Schutzmaßnahmen für die elektrische Sicherheit nach Reparatur bzw. bei Wiederholungsprüfungen.

Mit der Trennung dieser beiden Anwendungsbereiche sind Änderungen bei einzelnen Prüfaufgaben verbunden. So gilt für Leitungen über 1,5 mm² eine neue Berechnungsgrundlage und ist die Ableitstrommessung an isolierten Eingängen nun normativ festgelegt. Das Unternehmen hat das Funktionsspektrum seiner Geräteserie Secutest ST entsprechend aktualisiert und den Messumfang um neue normkonforme Prüfsequenzen erweitert. Für frühere Geräteversionen bietet der Hersteller diese Funktionsupdates zum Download an.

Die Secutest-Reihe ist für die Prüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen bei ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln, medizinischen Geräten und Schweißgeräten optimiert. Die kompakten Messgeräte führen neben der Prüfung des Schutzleiterwiderstands mit 200 mA und 10 A, der Messung von Isolationswiderstand und unterschiedlichen Ableitströmen auch die Überprüfung von Schutzkleinspannungen SELV und PELV durch.

3. Kraftaufnehmer schnell konfigurieren

GTM-Kunden können ihren Kraftaufnehmer aus der Serie K jetzt im Handumdrehen konfigurieren und bestellen. Dafür steht auf der GTM-Website der neue Konfigurator zur Verfügung..
GTM-Kunden können ihren Kraftaufnehmer aus der Serie K jetzt im Handumdrehen konfigurieren und bestellen. Dafür steht auf der GTM-Website der neue Konfigurator zur Verfügung..
(Bild: GTM GmbH)

GTM-Kunden können ihren Kraftaufnehmer aus der Serie K jetzt im Handumdrehen konfigurieren und bestellen. Dafür steht auf der Website der neue Konfigurator zur Verfügung. Innerhalb einer Minute lässt sich der individuelle Kraftsensor laut Hersteller zusammenstellen – und das bei einer Auswahl von mehr als 13.000 möglichen Varianten.

Die Kraftaufnehmer der Serie K verfügen über einen Nennkraftbereich von 200 N bis 630 kN und einer Genauigkeitsklasse von 0,02 bis 0,05. Sie nutzen das Biegeringprinzip als einziges integrierendes Messverfahren in der Kraftmessung. Dies soll sich insbesondere auf die geringe Empfindlichkeit gegen parasitäre Einflüsse auswirken (Querkräfte, Biegemomente, Torsionsmomente, Temperaturschwankungen). Sie können laut Unternehmen Kräften bis 300 % der Nennkraft ohne Bruch und bis zu 150 % der Nennkraft ohne Nullpunktverschiebung standhalten.

4. Analogwerte einfach verarbeiten

Mit dem BA870100 stellt IPF Electronic einen vielseitigen Messumformer im Hutschienengehäuse vor.
Mit dem BA870100 stellt IPF Electronic einen vielseitigen Messumformer im Hutschienengehäuse vor.
(Bild: IPF Electronic)

Der Einsatz von programmierbaren bzw. konfigurierbaren Messumformern empfiehlt sich immer dann, wenn aus einem Analogsignal ein oder mehrere digitale Schaltsignale generiert werden sollen und hierfür keine Steuerung zur Messwertverarbeitung zur Verfügung steht. Der neue Messumformer BA870100 von IPF Electronic soll sich in diesem Zusammenhang als flexible Lösung zur einfachen Verarbeitung von Analogwerten erweisen.

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Zum Anschluss einer Vielzahl an möglichen Eingangssignalen integriert der BA870100 zwei optional verknüpfbare Analogeingänge, wahlweise Spannung oder Strom (0V…10V, 4mA…20mA, 0mA…20mA), mit frei wählbaren Einheiten sowie einen externen Teach-Eingang mit optionaler Nullpunkt-Funktion. Zur Weitergabe der Signale dienen insgesamt vier digitale Ausgänge und ein skalierbarer Analogausgang, der als Spannungs- und Stromausgang genutzt werden kann (0V...10V, 4mA…20mA).

Die Ausgänge sollen sich im Übrigen jedem Eingang beliebig zuordnen lassen, ganz gleich in welcher Kombination. Ein 10-bit A/D-Wandler stellt hierbei die entsprechende Auflösung des benötigten Signals sicher. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Ausgangssignale in jeder beliebigen Form (NPN/PNP, Öffner-/Schließerfunktion, Zeitfunktionen) schalten zu können.

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5. Prüfanweisung für Längeneinstellgeräte mit Ziffernanzeige

Messungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung in der Produktion. Nur durch Messung geeigneter Merkmale kann eine Aussage über die Qualität eines gefertigten Produkts getroffen werden. Dafür müssen die eingesetzten Messmittel regelmäßig geprüft werden.

Die Richtlinienreihe VDI/VDE/DGQ/DKD 2618 beschreibt Verfahren und Handlungsweisen für die Überwachung und Prüfung von Messmitteln für geometrische Größen. Die Prüfanweisungen schaffen eine Basis zur Beurteilung neuer und gebrauchter Messmittel. Blatt 17.2 der Richtlinienreihe gilt für das Prüfen von Längeneinstellgeräten mit Ziffernanzeige.

In Form direkt anwendbarer Handlungs- und Arbeitsanweisungen beschreibt die Richtlinie die erforderlichen Arbeitsschritte für die jeweiligen Prüfungen. Dabei werden neben der Kalibrierung auch die vorbereitenden Prüfungen und Tätigkeiten erläutert. Weiterhin gibt sie Hinweise zur Bewertung der Kalibrierung sowie zur Dokumentation. Außerdem wird im Anhang eine beispielhafte Messunsicherheitsbilanz aufgestellt.

Herausgeber der Richtlinie VDI/VDE/DGQ/DKD 2618 Blatt 17.2 „Prüfmittelüberwachung - Prüfanweisung für Längeneinstellgeräte“ ist die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA). Die Richtlinie ist im Januar 2022 als Weißdruck erschienen und ersetzt den Entwurf von Dezember 2019.

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