Steuerung

Gigantische Bagger am Meeresgrund brauchen höchste Präzision

| Redakteur: Wolfgang Leppert

Igor Jeuken, PA Engineer beim niederländischen Spezialisten für Marineinfrastruktur Van Oord: „Wir wollen noch mehr unserer Prozesse mit der M1 automatisieren. Denn wir haben das Ziel, die modernste Flotte in unserem Geschäftsbereich zu besitzen. Der Einsatz der Bachmann-Steuerung ist ein wichtiger Teil davon.“
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Igor Jeuken, PA Engineer beim niederländischen Spezialisten für Marineinfrastruktur Van Oord: „Wir wollen noch mehr unserer Prozesse mit der M1 automatisieren. Denn wir haben das Ziel, die modernste Flotte in unserem Geschäftsbereich zu besitzen. Der Einsatz der Bachmann-Steuerung ist ein wichtiger Teil davon.“ (Bilder: Bachmann)

Wenn Bagger an Land arbeiten, ist jede Schaufel zu sehen, die bewegt wird. Am Meeresboden ist dieselbe Arbeit deutlich komplizierter: Permanent sind Messdaten zu erheben, die Position des Baggers ist exakt zu bestimmen, alle Geräte müssen bei diesen Extrembedingungen einwandfrei funktionieren. Zudem muss der Sand vom Wasser getrennt werden.

Das niederländische Familienunternehmen Van Oord hat sich auf anspruchsvolle Lösungen für die Marineinfrastruktur spezialisiert. Seit der Firmengründung vor über 140 Jahren baut und wartet Van Oord Häfen und erstellt Schutzvorrichtungen für Flüsse und Küsten, um das Land vor den Gefahren der Umwelteinflüsse aufgrund des Klimawandels zu bewahren. Auch beim Bau von Offshore-Windparks oder Pipelines ist das Unternehmen im Einsatz. Daneben ist die Landgewinnung eine weitere Stärke: Eines der bekanntesten Projekte ist Palm Jumeirah, eine der drei palmenförmigen Inseln vor Dubai. Für alle diese Projekte muss Van Oord große Mengen Sand bewegen: Geschleppte Laderaumsaugbagger sind das passende Werkzeug dafür.

Die Dimensionen derartiger Baggerschiffe wie zum Beispiel der Vox Maxima sind gewaltig: Riesige Pumpen mit einer Leistung von über 31.000 kW befördern den Sand durch bis zu 100 m lange Ansaugrohre vom Meeresboden auf das Schiff. In nur zwei Stunden ist der Laderaum mit einer Kapazität von 1250 Lkw gefüllt: Das sind mehr als zehn Lkw-Ladungen Sand pro Minute. Am Ende des Saugrohrs ist eine Art „Mund" angebracht, der mit seinen „Zähnen" den Sand am Meeresboden auflockert, damit er eingesaugt werden kann. Der Prozess, möglichst viel Sand, aber gleichzeitig möglichst wenig Wasser zu laden, ist kompliziert. So müssen eine Vielzahl von Parametern erfasst und vom Leitsystem verarbeitet werden.

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