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Roboterzubehör

Greifer und Sensoren mit einheitlicher Benutzerschnittstelle

| Redakteur: Rebecca Näther

On-Robot hat eine Systemlösung für sein kollaboratives End-of-Arm-Tooling (EoAT) auf den Markt gebracht. Durch eine Vereinheitlichung der mechanischen und elektrischen Schnittstellen sind die Greifer und Sensoren des dänischen Herstellers nun mit nahezu allen marktgängigen Robotermarken bei vollständiger Funktionalität kompatibel.

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Durch ein Update seiner Greifer RG2 (Bild), RG6 und dem Gecko Gripper möchte das Unternehmen die Automatisierung mit EoAT noch effizienter machen.
Durch ein Update seiner Greifer RG2 (Bild), RG6 und dem Gecko Gripper möchte das Unternehmen die Automatisierung mit EoAT noch effizienter machen.
( Bild: On-Robot )

Auch auf der Produktebene gibt es Neuerungen: Durch ein Update seiner Greifer RG2, RG6 und dem Gecko Gripper möchte das Unternehmen die Automatisierung mit EoAT noch effizienter machen. Der Dual Quick Changer ermöglicht zudem den zeitgleichen Einsatz unterschiedlicher Greifwerkzeuge.

Kompatibilität der Greifer und Sensoren ausgeweitet

Im Februar hatte der Hersteller eine Ausweitung der Kompatibilität seiner Greifer und Sensoren bekanntgegeben und diese auf der Hannover Messe erstmals auf Roboterarmen von Techman, Doosan und Yaskawa präsentiert. Darüber hinaus sind die Produkte mit Robotern von Universal Robots, Fanuc, Kuka, Nachi und Kawasaki kompatibel. Nun führt der Hersteller eine Systemlösung mit einheitlicher Benutzerschnittstelle ein, die die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich erweitern und die Bedienung vereinfachen soll.

Nur ein Kabel umstecken für den Werkzeugwechsel

Zur Realisierung der Lösung ist das vormals separate Modul Quick Changer nun standardmäßig in allen Produkten der Firma integriert. Damit gibt es nur noch ein Kabel, das beim Werkzeugwechsel umgesteckt werden muss. Dies erlaubt Anwendern, die Greifer und Sensoren schneller auszutauschen. Der Dual Quick Changer ermöglicht zudem erstmals, zwei unterschiedliche Greifwerkzeuge zeitgleich auf einem Roboterarm einzusetzen.

Die Systemlösung beinhaltet zudem ein einheitliches UR-Cap für alle Universal Robots-Roboterarme. Bislang gestalteten sich die entsprechenden Schnittstellen produktspezifisch. Alle Produkte des Unternehmens sind nun überdies standardmäßig mit einer Feldbuslösung ausgestattet, wodurch sie sich einfacher mit den Roboterarmen anderer Hersteller verbinden lassen. Die normierten Feldbus-Protokolle machen es für Anwender leichter, Softwarewerte einzugeben und den Roboter zu programmieren.

Systemlösung mit Weblogic-Schnittstelle

Darüber hinaus verfügt die Lösung über eine Weblogic-Schnittstelle und ist damit für alle Roboter kompatibel, die eine digitale I/O-Schnittstelle nutzen. Mit jedem internetfähigen Endgerät, z.B. dem Handy, können sich Anwender mit der Compute Box verbinden. Dazu wählen sie sich mit dem Webclient über die IP-Adresse der Box ein. Über diese können sie die Greifer dann steuern und programmieren. Mithilfe des Greifer- und Sensoren-Inputs lassen sich außerdem Werte voreinstellen, um die Bewegungen des Roboters zu präzisieren.

TÜV-Zertifizierung für Greifer

Auch sein bestehendes Produktportfolio optimiert der Hersteller kontinuierlich. So hat das Unternehmen einige Greifer einem umfassenden Update unterzogen und ihre Greifleistung verbessert. Die Greifer RG2 und RG6 verfügen nun standardmäßig über Schutzkappen mit Sensoren. Dies macht sie sicherer und steigert ihre Haltekraft. Zudem sind die beiden Greifer nun TÜV-zertifiziert nach den Sicherheitsanforderungen der Kategorie 3, Performance Level d. Der Gecko Gripper verfügt nach dem Update über eine höhere Traglast und kann nun je nach Material bis zu 6,5 kg heben. Zuvor waren es bis zu 4,1 kg.

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