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Bediengehäuse Handliche Elektronikgehäuse im Corporate Design

| Redakteur: Ines Stotz

Handlich, leicht, ergonomisch und einfach zu bedienen, aber auch robust – das sind einige Anforderungen an moderne Kommunalhydraulik. Bei Meiller Kommunalfahrzeugen lässt sie sich im Fahrzeugcockpit über eine gesonderte, mobile Bedieneinheit steuern. Tadellos umgesetzt wurde dies von Brehmermechatronics mit einem Elektronikgehäuse von Bopla.

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Eine intuitive Menüführung zeichnet das überarbeitete Bedienkonzept von Meiller aus.
Eine intuitive Menüführung zeichnet das überarbeitete Bedienkonzept von Meiller aus.
(Bild: Bopla)

Die F.X. Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik stellt Kippaufbauten und Kippanhänger für die Kommunalhydraulik her. Gesteuert wird die Kommunalhydraulik, die beispielsweise einen Schneepflug bewegt – über ein in das Cockpit integriertes Bedienkonzept, bestehend aus einem handlichen Bedienteil und einem Joystick. Der Fahrer kann hiermit unter anderem Warnfunktionen nach seinen individuellen Bedürfnissen konfigurieren. Ein leicht durchschaubares Menü führt ihn durch die einzelnen Schritte. Die Bedienung erfolgt intuitiv.

Neben den notwendigen, aus Sicherheitsaspekten zum Teil redundanten Funktionstasten für die präzise Einstellung von Pflughöhe und -winkel, stellte Meiller auch gezielte Anforderungen an das Gehäuse des Bedienteils: Es sollte genügend Platz für die erforderliche Elektronik bieten und dennoch möglichst handlich und nicht zu schwer sein, damit der Fahrer es bei Bedarf – beispielsweise zu Wartungszwecken – problemlos aus der Halterung nehmen kann. Zugleich war eine Halterung gefragt, die möglichst viele Freiheitsgrade für die ergonomische Justierung der Steuereinheit bietet. Tastaturen für die einfache Bedienung und ein Display für Menüführung und Feedback sollten ebenfalls integrierbar sein. Überdies musste das Bedienelement den rauen Umgebungsbedingungen, die beim Einsatz von Kommunalfahrzeugen herrschen, gewachsen sein.

Bei der Neukonzeption der Hydrauliksteuerung wurde Meiller von Brehmermechatronics unterstützt. Das Unternehmen aus Wiehl ist spezialisiert auf die Entwicklung kundenspezifischer elektromechanischer Komponenten und verfügt über ein eigenes DAkks-Umweltsimulationslabor, in dem jede fertiggestellte Baugruppe qualifiziert wird.

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Kompaktes Elektronikgehäuse mit großem Display

Brehmermechatronics oblag auch die Auswahl des Handgehäuses nach Kundenvorgaben. Weil das Bedienteil nur in vergleichsweise kleinen Stückzahlen hergestellt wird, suchten die Wiehler Konstrukteure ein Standardgehäuse, das den Anforderungen aus dem Meiller-Lastenheft entsprach bzw. diesen mit geringem Aufwand angepasst werden könnte. „Wir hatten bereits in der Vergangenheit partnerschaftlich mit der Bopla Gehäuse Systeme GmbH zusammengearbeitet. Daher prüften wir, ob ein Bopla-Gehäuse für unsere Zwecke in Frage käme“, erklärt Moritz Schmidt, Leiter Entwicklung bei Brehmermechatronics. Und tatsächlich: mit dem graphitgrauen Handgehäuse BS 500 F mit durchgehender Folientastatur aus der BOS-Streamline Serie fand er ein kompaktes Gehäuse mit geeignetem Volumen für die Aufnahme seiner Steuerungselektronik. Auch die Möglichkeiten zur Anpassung an die erforderliche Schutzart und zur Integration von Display und Folientastatur waren bei diesem Gehäuse gegeben.

Standardlösung mit individuellem Touch

Diese ergonomisch geformten Elektronikgehäuse setzen sich aus zwei keilförmigen Halbschalen aus dem schwerentflammbaren Kunststoff ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) zusammen. Je nachdem wie sie montiert werden, ergibt sich ein quader- oder pultförmiges Gehäuse mit der Schutzart IP 40 (ohne Dichtung). Insgesamt stehen sechs Grundgrößen in den Farben Graphitgrau (ähnlich RAL 7024) und Lichtgrau (ähnlich RAL 7035) standardmäßig zur Verfügung. Sonderfarben sind auf Anfrage realisierbar. Gerade Flächen an den Stirnseiten erlauben den Einbau verschiedener Schnittstellen.

Zudem steht für diese Gehäuseserie umfangreiches Zubehör zur Verfügung. So bietet Bopla beispielsweise farbige Stoßschutzdichtungen zur Erhöhung der Schutzart und Dekordichtungen zur Schlüsselband-Befestigung an. Aber auch Schraubenabdeckungen für Gehäuseverschraubungen und Schlüsselbandösen sowie Universalclips zum Anstecken an Hosenbund oder -tasche zählen zu den praktischen Extras für die Handgehäuse.

Brehmermechatronics wählte für das Meiller-Bedienteil ein mittelgroßes BOS-Streamline-Gehäuse mit einer Länge von rund 140 mm, einer Breite von knapp 73 mm und einer Höhe von 31 mm. Ausgestattet mit einer leuchtendgelben Stoßschutzdichtung aus TPE greift das Gehäuse nicht nur das Corporate Design von Meiller auf, sondern erreicht damit auch die für die rauen Einsatzbedingungen erforderliche Schutzart IP 65.

Alles aus einer Hand

Gemäß den Vorgaben von Brehmermechatronics versah Bopla das Gehäuse mit einem Ausschnitt für eine Anzeigeeinheit und integrierte sie auch. Das Display zeigt neben einem Menü zur Navigation durch die Steuerungsfunktionen auch Werte wie u.a. die prozentuelle Entlastung des Schneepflugs auf die Straße in Echtzeit an. Bopla übernahm auch die individuelle Gestaltung und Realisierung der Folientastatur inklusive der Integration eines Lichtsensors zur Beleuchtung von Display und Tastatur.

Zudem brachten die Bünder Gehäusespezialisten einen Schlitz für das Flachbandkabel zur Anbindung der Folientastatur sowie Bohrungen für den Montageadapter und eine achtpolige Steckverbindung in das Gehäuse ein. Die Baugruppe wird anschließend durch Brehmermechatronics assembliert. „Bopla hat uns bei der Umsetzung der Meiller-Vorgaben hinsichtlich Gehäusegröße, Dichtungsauswahl und Tastaturdesign hervorragend beraten und unterstützt“, resümiert Moritz Schmidt, der auch bei seinen nächsten Projekten wieder auf Gehäuse aus Bünde zurückgreifen will.

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