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Frost & Sullivan HMI-Markt wächst bis 2018 auf 3,6 Mrd. US-Dollar

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan lag der weltweite Umsatz mit HMI im Jahr 2014 bei 2,94 Mrd. US-Dollar und soll bis zum Jahr 2018 voraussichtlich auf 3,60 Mrd. Dollar anwachsen. Die Marktforscher glauben, dass verfügbare Echtzeitinformationen und Big-Data-Analytik die HMI-Technologien der Zukunft revolutionieren werden.

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Konvergenz der Industrien leitet neue Ära im Weltmarkt für Benutzerschnittstellen ein.
Konvergenz der Industrien leitet neue Ära im Weltmarkt für Benutzerschnittstellen ein.
(Bild: Pro-face)

Benutzerschnittstellen, oder Mensch-Maschine-Schnittstellen (engl. Human Machine Interface; HMI)-Lösungen haben im Zuge der sich verändernden Kundenanforderungen in den letzten zehn Jahren rasante Fortschritte gemacht. Der weithin anerkannte Trend hin zu betrieblichen Echtzeitinformationen in der Industrie sorgt dafür, dass sich die HMI-Software weiterentwickeln wird. Neben der Bereitstellung bloßer Anlagendaten auf mobilen Geräten, stellen Benutzerschnittstellen heute den Betreibern zudem Echtzeitdaten und wertvolle praktische Erkenntnisse bereit. Die sich daraus ergebenden Vorteile, wie etwa geringere Kosten für den Anlagenbetrieb als auch höhere Prozess- sowie Energieeffizienz, werden die Akzeptanz von HMI-Lösungen ankurbeln.

„Die Entwicklung von Industrie 4.0 in Europa und Smart Factory in den Vereinigten Staaten schafft eine Fertigungsindustrie der Zukunft, die auf der Konvergenz von Anwendungen beruht", sagt Frost & Sullivan Industrial Automation and Process Control Research Analyst, Frau Guru Mahesh. „Daher müssen Komponenten ständig erneuert und neu entwickelt werden, wodurch wiederum die Akzeptanz von Benutzerschnittstellen in spezifischen Bereichen angetrieben wird."

Attraktivität von HMI-Lösungen steigt

Im Gegensatz zur Fertigungsindustrie kann sich die Prozessindustrie, wie etwa Chemie, Lebensmittel und Öl, mit grundlegenden Automatisierungslösungen bei der Herstellung von Großmengen behelfen, weshalb in diesem Sektor moderne HMI-Lösungen bisher nur in eingeschränkter Form genutzt wurden.

Während sich dieser Trend in verschiedenen Prozessindustrien weiter durchsetzt, gibt der Lebensmittel- und Getränkesektor allmählich der Attraktivität von HMI-Lösungen nach. Hersteller in diesem wettbewerbsintensiven Segment haben verstanden, dass Automatisierung von entscheidender Bedeutung ist, um weiterhin profitabel zu bleiben. Gleichermaßen erschließt das wachsende Bewusstsein in anderen Verarbeitungssektoren neue Anwendungsmöglichkeiten für HMI-Lösungen.

„Man geht davon aus, dass HMI-Technologien aufgrund von Echtzeitinformationen und Big Data-Analytik revolutioniert werden", erklärt Mahesh. „Um diese Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen, müssen HMI-Anbieter der Nachfrage nach innovativen Funktionen und Mehrwertdiensten seitens der Endnutzer im Weltmarkt Rechnung tragen."

Details zur Studie unter https://www.frost.com/m9a9.

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