Forschungsprojekt Mainova „iNES“ – Das Kernelement zum Smart Grid

Redakteur: Sariana Kunze

Im Netzgebiet der Netzdienste Rhein-Main untersucht Mainova gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal, der SAG und der Helmut Mauell, wie das Niederspannungsnetz für diese neuen Anforderungen fit gemacht werden kann.

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Herr Martin Stiegler; SAG, Herr Nils Neusel-Lange; Bergische Universität Wuppertal Frau Julia Antoni; Mainova, Herr Christian Oerter; Bergische Universität Wuppertal Herr Bernhard Mecking; Helmut Mauell.
Herr Martin Stiegler; SAG, Herr Nils Neusel-Lange; Bergische Universität Wuppertal Frau Julia Antoni; Mainova, Herr Christian Oerter; Bergische Universität Wuppertal Herr Bernhard Mecking; Helmut Mauell.
(Mainova)

Aus dem bisherigen „Verbraucher“ wird ein „Erzeuger“, der seinen durch Photovoltaik oder Mikroblockheizkraftwerke dezentral erzeugten Strom ins Netz einspeist. Das heutige Netz, das errichtet wurde, als Elektrizität von einer relativ kleinen Anzahl großer Kraftwerke zentral erzeugt wurde, ist hierfür aber nicht geeignet.

Die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich informierte sich in der Mainova-Konzernzentrale über das seit 2011 laufende Forschungsprojekt und die mögliche Lösung: die „Intelligente Ortsnetzstation“ (iNES). Diese ermöglicht, den Lastfluss im Netz zu messen und intelligent zu regeln. Der Vorsitzende des Vorstands der Mainova, Dr. Constantin H. Alsheimer, und Mainova-Technikvorstand Dr. Peter Birkner erläuterten gemeinsam mit Prof. Dr. Markus Zdrallek, Bergische Universität Wuppertal,

Staatsministerin Lucia Puttrich die Funktionsweise von „iNES“.

97 Prozent der Erneuerbaren Energien auf der Ebene der Verteilnetze

Dr. Constantin H. Alsheimer, der Vorsitzende des Vorstands der Mainova: „Wir stehen bundesweit vor der Aufgabe, auf die Veränderungen der Leistungsflüsse und der Belastungssituationen in den Netzen zu reagieren. Aktuell werden 97 Prozent der Erneuerbaren Energien auf der Ebene der Verteilnetze eingespeist. Durch die von uns mitentwickelte Technik sorgt die Mainova dafür, dass sich das Stromnetz von Frankfurt und der Region Rhein-Main auch in Zukunft durch eine hohe Stabilität auszeichnet.“

„Die rasch wachsende Zahl dezentraler Einspeisungen aus erneuerbaren Energiequellen, wie Photovoltaikanlagen oder Windkraftanlagen, stellen die Netzbetreiber vor große Herausforderungen. Wir müssen die Einbindung der dezentralen Stromerzeugung ins Versorgungssystem sicherstellen, damit die Energiewende ein Erfolg werden kann. Und vor allem brauchen wir stabile Netze. „iNES“ gewährleistet die Einspeisung volatiler Energien in ein vorhandenes Netz durch intelligente Regelung. „iNES“ trägt in diesem Sinn zur Netzstabilität bei, was den kostenintensiven Netzausbau verringert“, sagt Umweltministerin Puttrich.

Netzmonitoring in Niederspannungsnetzen ermöglicht

Mainova-Technikvorstand Dr. Peter Birkner zu den technischen Anforderungen der Energiewende: „Der anstehende Umbau Verteilnetze hin zum Smart Grid erfordert den Einsatz intelligenter Technologien. Mit ‚iNES‘ wurde erstmals eine Systemlösung entwickelt, die mit wenigen Messpunkten ein Netzmonitoring in den Niederspannungsnetzen ermöglicht. ‚iNES‘ bildet die technische Basis für die Implementierung eines Smart Grid. Diese Lösung funktioniert ohne einen flächendeckenden Einsatz von Smart Metern und kann damit sofort eingesetzt werden.“

Prof. Dr. Markus Zdrallek: „Durch diese Technologie wird somit zum einen kostenintensiver Netzausbau verringert und zum anderen die Versorgungssicherheit bei gleichzeitiger Integration von Erneuerbaren Energien gewährleistet. Mit dieser innovativen Lösung werden die Verteilnetze auf effiziente Art zukunftssicher gemacht. Dem Ansatz folgend ‚Intelligenz statt Kupfer‘- damit die Energiewende auch bezahlbar bleibt.“

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