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Strategische Partnerschaft Sensorik e.V. Laser sind ein heißes Thema in der Medizin

| Redakteur: Sariana Kunze

Auf dem diesjährigen Technologie-Forum 1. OTPD weckte das Thema „Laser in der Medizin“ großes Interesse.

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(v.l.) Dr. Michael Huber (Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.), Dr. Harald Braun (OTPD-Netzwerkmanager), Dr. Gabriela Pühler (Pulsion Medical Systems AG), Dr. Hubert Steigerwald (Geschäftsführer Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.), Prof. Dr. Ralf Herwig (Universitätsklinikum Wien), Gabi Zimmermann (Asclepion Laser Technologies GmbH), Prof. Dr. Uwe Paasch (Universitätsklinikum Leipzig), Dr. Dietmar Fischer (Quantel Derma GmbH), Prof. Dr. Wolfgang Bäumler (Universitätsklinikum Regensburg), Dr. Christoph Haisch (TU München), Dr. Ronald Sroka (Laserforschungslabor LMU München).
(v.l.) Dr. Michael Huber (Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.), Dr. Harald Braun (OTPD-Netzwerkmanager), Dr. Gabriela Pühler (Pulsion Medical Systems AG), Dr. Hubert Steigerwald (Geschäftsführer Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.), Prof. Dr. Ralf Herwig (Universitätsklinikum Wien), Gabi Zimmermann (Asclepion Laser Technologies GmbH), Prof. Dr. Uwe Paasch (Universitätsklinikum Leipzig), Dr. Dietmar Fischer (Quantel Derma GmbH), Prof. Dr. Wolfgang Bäumler (Universitätsklinikum Regensburg), Dr. Christoph Haisch (TU München), Dr. Ronald Sroka (Laserforschungslabor LMU München).
( Foto: SPS )

Neu- und Weiterentwicklungen der Laser- und Sensortechnologie ebnen den Weg zu innovativem Einsatzmöglichkeiten in der medizinischen Anwendung und öffnen die Tür zu einem Zukunftsmarkt mit enormen technischen wie wirtschaftlichen Potenzial. Einen anwendungsorientierten und gleichzeitig wissenschaftsnahen Überblick vermittelten die Referenten den rund 50 Teilnehmern, die der Einladung des Netzwerkes „Optische Technologien in der Photodynamik“ (OTPD) - einem Sub-Netzwerk der Strategischen Partnerschaft Sensorik e.V. - in den Regensburger BioPark gefolgt waren. Die Laser-Spezialisten sprachen über ihre Erfahrungen mit den aktuellen verfügbaren Lasersystemen, zeigten wünschswerte Alternativen auf und passionierten, was technisch in naher Zukunft mithilfe innovativer Sensorik-Applikationen möglich war.

Prof. Dr. Uwe. Paasch von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Leipzig stellte aktuelle Forschungsmethoden vor, die dort auf dem Gebiet der Lasertherapie untersucht werden. Mithilfe der neuesten Entwicklungen, einer Kombination verschiedener derzeit gängiger Laserverfahren, lassen sich wesentliche Verbesserungen beispielsweise bei der Behandlung von Brandverletzungen oder bei der Faltenreduktion in der plastischen Chirurgie erreichen.

Ein weiteres Applikationsfeld medizinischer Lasersysteme ist die Entfernung von Tätowierungen, wie sie beispielsweise in der Klinik und Poliklinik für Dermatologie am Regensburger Universitätsklinikum durchgeführt wird. In diesem Zusammenhang informierte Prof. Dr. Wolfgang Bäumler die Teilnehmer über die Techniken, die dazu derzeit angewandt werden, und machte deutlich, dass vor allem zur Entfernung farbiger Pigmente die derzeit verfügbaren Techniken unzureichend sind und daher neue Ansätze verfolgt werden sollten. Außerdem erläuterte Prof. Bäumler die chemische Zusammensetzung gängiger Tätowierfarben und zeigte anhand einer durchgeführten Umfrage, welche gesundheitlichen Probleme Tätowierungen mit sich bringen können und wie sich die Farbstoffe im Körper verhalten. Bemerkenswert ist außerdem die derzeitige rechtliche Situation: Zwar gibt es seit dem 1. Mai 2009 eine offizielle Tätowiermitell-Verordnung, die ein paar wenige Inhaltsstoffe verbietet, allerdings existiert keinerlei rechtliche Einstufung der Tätorwierfarben, so dass weder Medizinproduktegesetz noch Arzneimittelverordnung noch Kosmetikverordnung greifen.

Ausgehend von Laserverfahren mit hohen Leistungen für die gezielte Zerstörung von sowohl bösartigen als auch gutartigem Gewebe hat das Laserforschungslabor der Ludwig-Maximilians-Universität München neuartige Behandlungsmethoden im Bereich der Endoskopie entwickelt. Dr. Roland Sroka, tätig am Laser-Forschungslabor der LMU München und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Lasermedizin e.V., zeigte in seinem Vortrag deren Vorteile gegenüber konventionellen Behandlungsmethoden auf. Neue Techniken bzw. neuartige Applikationen sind beispielsweise gepulste Infrarot-Laser zur Zerstörung von Nierensteinen oder sogenannte Side-fire-Fasern zur Verödung von Krampfadern. Für eine weitere Optimierung der derzeitigen Behandlungsmethoden sollten unter anderen sensorbasierte Feedback-Systeme entwickelt werden, sagte Dr. Sroka.

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