Megger und Siemens: gemeinsame Schalterfachtagung

Leistungsschalter werden intelligenter, wirtschaftlicher und sicherer

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Deshalb wird ihnen bei den Energieversorgungsunternehmen eine besonders gute Zukunft prognostiziert.

In der Mittelspannung hat sich dagegen seit über 35 Jahren die extrem zuverlässige Vakuumschalttechnik fest etabliert. Neben Einsatzgebieten bei den Energieversorgern und in der Industrie wächst ihre Bedeutung vor allem bei der Einspeisung von Strom aus regenerativen Energien. Das Vakuum-Schaltprinzip wird selbst bei anspruchsvollsten Anwendungen eingesetzt, beispielsweise beim Schalten von Generatoren mit Betriebsströmen bis zu 6300 A und Kurzschlussströmen bis zu 72 kA bei Netzspannungen von 24 kV.

Intelligente Stromnetze sind die Zukunft

Dr. Dieter Sämann; Siemens (Archiv: Vogel Business Media)
Stefan Burghard, Greiner Schaltanlagen (Archiv: Vogel Business Media)

Dr. Dieter Sämann von Siemens ist sich sicher: Diese Technik bildet die Basis zur Schaffung integrierter und intelligenter Energiesysteme, den sogenannten Smart-Grids, zur Herstellung eines dezentralen Energiesystems aus fossiler Primärenergie, das mit Energiequellen aus erneuerbaren Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen und Biogasanlagen kombiniert wird. Dies erfordert jedoch wesentlich komplexere Strukturen sowohl in der Lastregelung als auch bei der Aufrechterhaltung der Netzstabilität. Stefan Burghard von Greiner Schaltanlagen ergänzt in seinem Vortrag, dass die Überwachung und Steuerung dezentraler Schaltanlagen auch über große Distanzen gewährleistet sein muss. Und genau diese neuen Anforderungen können nur intelligente Stromnetze bewältigen.

Kommunikationsprotokolle anbinden

Dr. Thorsten Fugel, ABB (Archiv: Vogel Business Media)

Anbindungen von Kommunikationsprotokollen wie IEC 61850, Modbus, DNP3 oder IEC 60870-103 an intelligente Energienetze gehören laut Dr. Fugel von ABB die Zukunft. In den Leistungsschaltern der neuesten Generation werden mittlerweile auch Kombi-Sensoren, Schutzrelais sowie Strom- und Spannungswandler integriert. Damit kann zum Beispiel die Dauer eines für Mensch und Maschine gefährlichen Störlichtbogens von 300 ms in einem konventionellen Schutzgerät auf bis zu <4 ms reduziert werden. Lebensgefährliche Folgen für das Bedienpersonal werden ebenso erheblich reduziert wie unverhältnismäßig hohe Kosten, bedingt durch den Ausfall sensibler Bereiche. Neuentwicklungen wie die ultraschnellen Erdungsschalter, sogenannte UFES-Schaltanlagen (Ultra Fast Earth Switchgear), machen es möglich.

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