Interview: Apps für die Industrie

Maßgeschneiderte Apps für Sensor entwickeln

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Besteht durch die programmierbaren Sensoren ein größeres Sicherheitsrisiko? Was tun Sie in Sachen Security?

Sicherheit wird im Sick Appspace großgeschrieben. Die Apps laufen in einer Sandbox, ein virtueller, isolierter Bereich. Softwareseitig können sie dadurch auf dem Sensor keinen Schaden anrichten. Das Betriebssystem, die Bibliotheken und grundlegende Funktionen sind unterhalb einer red line in der abgeschirmten Appengine implementiert. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Rechtemanagement im Appspace. Die Programmierer entscheiden selbst, wer ihre Apps verwenden kann und wer daran Änderungen vornehmen darf.

Sie haben mit Sick Appspace eine Community ins Leben gerufen. Was ist das Ziel dieser Community? Und: Wie tauschen sich die Mitglieder aus?

Ziel der Sick Appspace Community ist es einerseits, die Nutzer miteinander zu vernetzen. Andererseits bietet sie den Nutzern die Möglichkeit, sich in der Weiterentwicklung einzubringen und das Eco-System selbst mitzugestalten. Jährlich laden wir alle Mitglieder der Community zur Developers Conference ein. Dort gibt es Produktdemos und Showcases auf Marktplätzen, Vorträge und eigene Möglichkeiten, das Eco-System mitzugestalten in sogenannten Bar Camps. Über das Sick Support-Portal gibt es ein Ticket-System, durch das schneller Rat von Spezialisten eingeholt werden kann sowie ein Forum zum freien Erfahrungsaustausch.

Wer zählt bereits zu dem „Developers Club“?

Die Mehrheit der Nutzer von Appspace sind Systemintegratoren. Dazu zählen Generalisten, aber auch Spezialisten aus den Bereichen Automotive, Logistik, Intralogistik, Packaging und Robotics.

Wer kann alles den Sick Appspace nutzen?

Die Sick-Software Appmanager ist frei verfügbar. Mit ihr können Apps auf programmierbaren Sensoren installiert und ausgetauscht werden. Es können auch Backups von Apps oder ganzen Sensorkonfigurationen angelegt werden. Zudem ist es möglich, Sensoren zu klonen. Wer selbst Apps entwickeln möchte, benötigt eine Lizenz für die Entwicklungsumgebung Appstudio. Die Lizenz ist Teil der Mitgliedschaft in der Community mit einem Jahresbeitrag von 3.000,- Euro. Darin ist der Zugriff auf das Support-Portal und die Teilnahme an der Developers Conference enthalten.

Arbeiten Sie an einer Weiterentwicklung des Sick Appspaces?

Nach den bisherigen guten Erfahrungen und dem positiven Feedback unserer Kunden treiben wir die Entwicklung des Appspaces weiter voran. Das passiert in mehreren Bereichen. Wir werden mehr programmierbare Sensoren bereitstellen, um die Vorzüge des Eco-Systems für mehr Applikationen verfügbar zu machen. Gleichzeitig treiben wir das Thema Cloud-Anbindung mit Hochdruck voran: Wir wollen Apps über einen sogenannten App-Pool verfügbar machen und verteilen.

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Über den Autor

 Sariana Kunze

Sariana Kunze

Fachredakteurin Automatisierung, Vogel Commnications Group GmbH & Co. KG