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E-CAD Minutenschnell: Automatisieren mit der WSCAD Suite

Autor / Redakteur: Thomas Walker / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Der über Jahrzehnte hinweg erfolgreich aufgebaute hohe Automatisierungsgrad hat dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau eine weltweite Vorreiterrolle verschafft. Doch was passiert in den Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen, speziell im Bereich Electrical Engineering? Lässt sich Industrie 4.0 – Maschinen steuern Maschinen – auch in der Entwicklungssoftware abbilden? Die Antwort lautet ja: Es gibt bereits erste erfolgreiche Ansätze.

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Wer die von der WSCAD Suite zur Verfügung gestellten Mechanismen zur Automatisierung voll ausnützt, kann die Erstellung von Plänen inklusive der gesamten Dokumentation von mehreren Wochen auf wenige Minuten verkürzen.
Wer die von der WSCAD Suite zur Verfügung gestellten Mechanismen zur Automatisierung voll ausnützt, kann die Erstellung von Plänen inklusive der gesamten Dokumentation von mehreren Wochen auf wenige Minuten verkürzen.
(Bild: WSCAD)

Die WSCAD Suite zum Beispiel bietet Unternehmen und Selbstständigen eine durchgehend integrierte Engineering-Plattform für Elektrotechnik, Schaltschrankbau, Verfahrens- und Fluidtechnik, Gebäudeautomation und Elektroinstallation. Basis der modular und skalierbar aufgebautenE-CAD-Lösung ist ein gemeinsamer Kern mit zentraler Datenbank. Alle Symbole und Artikeldaten sind miteinander verknüpft. Das erhöht die Transparenz und Qualität der Arbeitsergebnisse, erspart unnötige manuelle Eingaben und vor allem Zeit.

Zu den signifikanten Mehrwerten zählt neben den günstigen Kosten für Beschaffung und Wartung sicher auch die umfangreiche Fähigkeit zu standardisieren und automatisieren. Entwicklungs- und Konstruktionsprozesse lassen sich von mehreren Wochen auf wenige Tage oder gar Minuten beschleunigen. Damit einher geht zudem eine gleichbleibend hohe Qualität aller erstellen Unterlagen.

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Engineering-Prozess in 4 Schritten

Wenn Unternehmen die Automatisierung ihrer Engineering-Prozesse konsequent vorantreiben, tun sie dies idealerweise in vier Schritten:

1. Standardisieren

Die Standardisierung des Produktportfolios zielt darauf ab, ein individuelles Angebot aus vielen wieder verwendbaren Baugruppen zusammen zu stellen. Für den Engineering-Prozess werden Produktstrukturen und Projektvorlagen so angelegt, dass sie einerseits alle etablierten Normen und Standards des Marktes abbilden und andererseits das gesamte Wissen des Unternehmens speichern und allen Entwicklern zur Verfügung stellen. Klar formulierte Richtlinien, intern wie extern zu Lieferanten und Partnern, vereinfachen die Konstruktionsprozesse weiter. Das spart Zeit und gewährleistet die Richtigkeit aller erstellten Unterlagen. Zusammen bilden diese Maßnahmen eine solide Grundlage für die darauf aufbauende Automatisierung.

2. Wiederverwenden

Häufig wiederkehrende Teilschaltungen und -pläne werden in Form von Makros gespeichert. Mit der WSCAD Suite lassen sich diese Funktionsbausteine für alle Disziplinen individuell und denkbar einfach erstellen: Teilschaltung zeichnen, Fenster mit der Maus darüber ziehen, Namen vergeben und abspeichern. Schon lässt sich das Makro beliebig oft und immer wieder in Plänen platzieren. Damit die Makrobibliotheken nicht zu groß und unübersichtlich werden, empfiehlt sich die Verwendung von Variablen. Zum Beispiel „63A“ für eine 3ph-Schaltschrankeinspeisung mit 63A-Absicherung und allen dazu gehörigen Komponenten wie Schalter, Kabel und Stromschienen. Der einfache Tausch der Variable gegen „100A“ oder „25A“ hat den sofortigen Tausch aller davon betroffener Komponenten zur Folge – in allen zugehörigen Plänen über alle Seiten und Disziplinen hinweg. Das geht schnell, ist übersichtlich und nichts wird vergessen.

3. Generieren

Wer den nächsten Schritt geht, generiert Pläne mithilfe des Project Wizards. Ein Knopfdruck genügt und das kleine Add-On zur WSCAD Suite setzt Makros und Varianten zu mehr oder weniger vollständigen Plänen inklusive Dokumentation zusammen – im Idealfall bis zu 100 Prozent. Wochenlange Planungsarbeit verkürzt sich somit auf wenige Tage bis Stunden.

4. Konfigurieren

Noch einen Schritt weiter geht das Automation Interface: WSCAD- und herstellerunabhängige Produktkonfiguratoren wie SAP, ACATEC oder eigene Entwicklungen übergeben auf Knopfdruck alle für den Engineering-Prozess erforderlichen Daten an die WSCAD Suite. Wie von Zauberhand geführt, erfolgt dort die Erstellung der kompletten Pläne inklusive Dokumentation. Der gesamte Vorgang läuft dabei als Hintergrundprozess, die WSCAD-Software muss nicht gestartet werden. Auch Anwender müssen während der Planerstellung nicht eingreifen und anwesend sein. Pläne über Nacht oder Software steuert Software – ein Schritt in Richtung Industrie 4.0 im Engineering. Oder eben konfigurieren anstatt konstruieren. Was früher in Wochen erstellt wurde, geht jetzt in wenigen Minuten. Ingenieure finden wieder Zeit für wichtigere Aufgaben.

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