Sensorik

Mit schnellerem Datenfluss zu neuen Geschäftsmodellen

| Redakteur: Sariana Kunze

Die Vernetzung ersetzt die hierarchische Automatisierung und bietet Möglichkeiten für neue Servicemodelle.
Die Vernetzung ersetzt die hierarchische Automatisierung und bietet Möglichkeiten für neue Servicemodelle. (Bild: Leuze Electronic)

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Daten aus dem Produktionsumfeld schneller und universal verfügbar zu machen, darum geht es im Kern von Industrie 4.0. Die Informationen sollen von unterschiedlichen Quellen auf der Feldebene eingesammelt und mit zentralen Datenpools verknüpft werden. So können neue Erkenntnisse gewonnen werden und die viel diskutierten Mehrwerte und neuen Geschäftsmodelle erst entstehen.

Der klassische Fluss fließt von einer Ebene in die Nächste. So werden Daten in der klassischen Automatisierungspyramide weitergegeben. Von diesen Systemübergängen gibt es verschiedene Arten: Einerseits den technologischen Systemübergang, z.B. von einem Software-Tool oder einer Busschnittstelle zur Nächsten. Andererseits von einer Ebene der Automatisierungspyramide zur andern. Der komplexeste Systemübergang ist der von einem Unternehmen zu einem Anderen. Jeder dieser Übergänge stellt in der klassischen Kommunikation eine Hürde dar, die in der Regel wie ein Datenfilter agiert, da normalerweise in den Ebenen der Automatisierungspyramide unterschiedliche physikalische Übertragungsmedien und verschiedene Protokolle zum Einsatz kommen. Zudem kommt bei Übergängen von Unternehmen noch das Mapping auf unterschiedliche Datenmodelle hinzu. Diese Hürden können mit Gateways oder Protokellkonvertern überwunden werden, jedoch erfordert dies einen größeren zeitlichen und monetären Aufwand.

Hürden eliminieren: Zum schnelleren Datenfluss

Zentrales Ziel muss es deshalb sein, diese Hürden zu eliminieren, um Daten und Informationen schnell und universal verfügbar zu machen. Erst wenn diese Datenverfügbarkeit gegeben ist, kann das eigentliche Ziel – die Verknüpfung von Informationen unterschiedlicher Quellen – umgesetzt werden. Allerdings lassen sich diese Hürden in den bestehenden Architekturen und Kommunikationsprozessen kaum beseitigen. Stattdessen entstehen parallel zu den existierenden Übertragungsprozessen neue Dienste, die Daten zentral in einem Pool erfassen, der direkt aus unterschiedlichen Quellen adressierbar ist. Hierfür wird derzeit die Cloud verwendet, denn hier gibt es die klassischen Hürden nicht mehr. Im Rahmen neuer Geschäftsideen können so einzelne Informationen auch für andere Firmen bzw. Clouds verfügbar gemacht und zwischen unterschiedlichen Tennants ausgetauscht werden. Die Skalierbarkeit der Cloud-Kapazitäten erlaubt es, auch Daten aufzunehmen, von denen man noch gar nicht weiß, welche Erkenntnisse daraus gezogen werden können oder ob und welche Business Cases sich daraus in der Zukunft generieren lassen.

Ergänzendes zum Thema
 
Interview zu Smart Customer Service: „Remote-Zugriff wird in der Sensorik zum Standard“

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