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Siemens auf der Hannover Messe Neue TIA-Bausteine für sichere Automatisierung und Condition Monitoring

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Die industrielle Entwicklung nahezu aller Branchen und Märkte zeigt die zunehmende Bedeutung der umfassenden Integration aller Technologien. Siemens Industry Automation präsentiert dementsprechende Systeme und Services entlang der kompletten Planungs- und Produktionskette – etwa Neues zu Safety und Condition Monitoring.

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Die Simatic-S7-1500-Controller und die Dezentrale Peripherie ET 200SP sowie das Engineering Framework TIA Portal V12 wurden um Safety-Funktionen ergänzt.
Die Simatic-S7-1500-Controller und die Dezentrale Peripherie ET 200SP sowie das Engineering Framework TIA Portal V12 wurden um Safety-Funktionen ergänzt.
(Bild: Siemens-Division Industry Automation)

„Unsere Neuheiten sind wichtige Schritte auf dem Weg zu integrierten Produkt- und Produktions-Lebenszyklen, mit denen unsere Kunden noch schneller und effizienter werden können“, erklärt Eckard Eberle, CEO der Business Unit Industrial Automation Systems. „Das zugehörende Erfolgsrezept heißt Totally Integrated Automation (TIA).“

So hat die Siemens-Division Industry Automation ihre Hard- und Software für die sichere Automatisierung erweitert. Dazu wurden die Simatic-S7-1500-Controller und die Dezentrale Peripherie ET 200SP sowie das Engineering Framework TIA Portal V12 um Safety-Funktionen ergänzt.

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Für sicherheitsrelevante Automatisierungsaufgaben hat Siemens die Engineering-Software Step 7 Safety Advanced in das Engineering Framework TIA Portal V12 integriert, deutlich überarbeitet und die Performance durch optimierte Compiler gesteigert.

Neu sind zum Beispiel erweiterte Funktionsbausteine mit Safety-Funktionalität sowie die autarke Einstellung von Priorisierung und Timing.

Einfacher Einstieg ins Safety Engineering

Für den Zugriff auf die Controller Simatic S7-1500F wurde das Schutzstufenkonzept um eine zusätzliche Schutzstufe erweitert. Die Sicherheitsaufgaben projektiert und programmiert der Anwender wie die Standardautomatisierung in der einheitlichen Bedienphilosophie des TIA Portals. Dies vereinfacht ihm den Einstieg in das Safety Engineering.

Fehlersichere Module – 50 Prozent weniger breit

Die neuen fehlersicheren Ein-/Ausgabemodule der kompakten Dezentralen Peripherie ET 200SP sind nach EN 61508 zertifiziert und für den Einsatz in sicherheitsgerichteten Applikationen bis SIL 3 nach IEC 62061 und PL e nach ISO 13849 zugelassen. Wie die Simatic-ET-200SP-Standardmodule zeichnen sich auch die fehlersicheren Module aus durch bis zu 50 Prozent reduzierte Modulbreite, Lastgruppenbildung ohne Powermodule und einfache Handhabung - etwa werkzeuglose Verdrahtung mit Push-in-Klemmtechnik.

Als fehlersichere Module stehen F-DI, F-DQ, F-PM-E und F-RQ bereit. Eine Besonderheit des Powermoduls F-PM-E sind die beiden fehlersicheren Eingänge, die ausgewertet und unmittelbar auf die nachfolgenden Ausgänge wirken können. Dies ermöglicht eine schnelle, direkte Gruppenabschaltung bis SIL 2/PL e mit Standard-Ausgängen und bis SIL 3/PL e mit fehlersicheren Ausgängen.

Standard- und fehlersichere Anwendungen mit einem Controller

Die neuen fehlersicheren Simatic-S7-1500F-Controller basieren auf den Standard-Controllern, die um Sicherheitsfunktionen erweitert wurden. Sie sind nach EN 61508 zertifiziert und für den Einsatz in sicherheitsgerichteten Applikationen bis SIL 3 nach IEC 62061 und PL e nach ISO 13849 zugelassen.

Standard- und fehlersichere Anwendungen können mit ein und demselben Controller realisiert werden.

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