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Interview mit IBH Softec OPC UA beflügelt die Geräteentwicklung

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

IT und Automation waren zwei verschiedene Welten, die oft aneinander vorbeigeredet haben. Inzwischen scheinen sie doch eine gemeinsame Sprache gefunden zu haben: OPC UA (Unified Architecture).

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Rolf Kiefer, Geschäftsführer bei IBH Softec: „Die Stärke von OPC UA liegt in der unabhängigen Kommunikation zwischen den unterschiedlichsten Systemen.“
Rolf Kiefer, Geschäftsführer bei IBH Softec: „Die Stärke von OPC UA liegt in der unabhängigen Kommunikation zwischen den unterschiedlichsten Systemen.“
(Bild: IBH Softec)

Der Software-Schnittstellen-Standard macht Daten zwischen sämtlichen Systemen innerhalb eines Unternehmens verfügbar und wird dadurch zukünftig eine wichtige Rolle für die Datenkommunikation im Internet der Dinge spielen. Elektrotechnik-Redakteurin Ines Näther hat sich bei Rolf Kiefer, dem Geschäftsführer bei IBH Softec und Axel Hulsch, dem zuständigen Produktmanager über die neueste Produktentwicklung informiert.

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Herr Kiefer, Industrie 4.0 ist gegenwärtig großes Thema und OPC UA soll dabei ein wichtiges Element für die Realisierung sein. Wie sehen Sie das, stimmen Sie dem zu?

Rolf Kiefer: Ja, OPC UA kann mittlerweile als internationaler Standard für eine plattform- und herstellerunabhängige Kommunikation angesehen werden. Damit wird die Industrie 4.0-Anforderung nach Unabhängigkeit von Hersteller-, Branchen- und Betriebssystemkommunikation erfüllt. OPC UA ist dabei sicherlich eine von vielen Technologien, die zum Erfolg von Industrie 4.0 beitragen werden.

Wo sehen Sie die Stärken und Vorteile dieser Technologie im Allgemeinen?

Rolf Kiefer: Die Stärke von OPC UA liegt, wie schon erwähnt, in der unabhängigen Kommunikation zwischen den unterschiedlichsten Systemen. Zudem arbeitet die OPC Foundation mit vielen anderen Organisationen wie zum Beispiel PLCopen oder MES D.A.C.H. zusammen.

Herr Hulsch, IBH Softec wird zur SPS IPC Drives eine OPC UA Server/Client Baugruppe präsentieren. Für welche industriellen Steuerungen eignet sich das Gerät und was sind die besonderen Merkmale?

Axel Hulsch: Der IBH Link UA wurde für die Siemens-SPSen der Reihen Simatic S5, S7-300, S7-400, S7-1200, S7-1500 Steuerungen entwickelt. Es handelt sich hierbei um ein kompaktes Gerät zur Hutschienenmontage mit einer 24V-Stromversorgung. Der IBH Link UA besitzt drei Ethernet-Ports für die Maschinenebene und ein Ethernet-Port für die Leitebene.

Im Vergleich zu anderen Anbietern: Was sind die Vorteile, die Ihre Lösung bietet?

Axel Hulsch: Der IBH Link UA wird mit dem Original Siemens Step7 oder dem TIA Portal konfiguriert. Es muss keine spezielle Software auf dem Programmiergerät installiert werden. Die Variablendefinitionen werden von der Programmiersoftware in den IBH Link UA über Ethernet übertragen. Die Variablenattribute – beispielsweise Schreibschutz oder Grenzwerte – definiert man direkt im SPS-Projekt. Es ist somit ein symbolischer Zugriff auf Variablen und Datenbaustein Strukturen möglich.

Außerdem kann man im SPS-Programm direkt OPC-Client Funktionen aufrufen. Dies ermöglicht der SPS, mit Steuerungen anderer Hersteller über OPC UA zu kommunizieren.

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