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Verbindungstechnik „Optimierte Technologien sind gefragt“

| Autor / Redakteur: Olaf Meier / Advertorial

Seit fast 40 Jahren sind Federzugklemmen von Wago bei der Bahn im Einsatz. Über zukünftige Trends der Bahntechnik, die besonderen Anforderungen an die Verbindungstechnik und die Stimmung in der Branche berichtet Richard Markus, Leiter Internationales Key Account Management Transport bei Wago, im Interview.

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Richard Markus, Leiter Internationales Key Account Management Transport bei Wago, spricht über 40 Jahre Federzugklemmtechnik im Bahn-Einsatz.
Richard Markus, Leiter Internationales Key Account Management Transport bei Wago, spricht über 40 Jahre Federzugklemmtechnik im Bahn-Einsatz.
(Bild: Olaf Meier)

Herr Markus, Welche Stimmung erwarten Sie auf der Innotrans?

Die Stimmung wird verhalten optimistisch sein: Die Auftragseingänge sind zwar so hoch wie nie zuvor, allerdings gilt das zur Zeit, nur für die großen Systemhäuser. Bei den Zulieferern sind diese Aufträge noch nicht angekommen. Hier ist die Geschäftslage in etwa vergleichbar mit dem letzten Jahr, vielleicht sogar etwas rückläufig. Große Projekte, wie zum Beispiel der ICx, führen in der Branche zunehmend zu starken Schwankungen in den Auftragsvolumina – nach oben wie auch nach unten.

Wo kommen die Aufträge her?

Aus der ganzen Welt. Man spricht von Summen in Höhe von 150 Mrd. Euro, die weltweit pro Jahr in die Bahntechnik investiert werden.

Welche Entwicklungen beeinflussen zur Zeit den Markt der Bahntechnik?

Vor allem das weltweite Bevölkerungswachstum, gepaart mit der fortschreitenden Urbanisierung. Immer mehr Menschen leben in Städten. Die einzige Chance, die Menschenmassen in den Megastädten zu bewegen, ist die Bahn. Da schlummert ein enormes Potenzial. Zugleich sind Umweltaspekte und Ressourcenknappheit wichtige Treiber für die Bahntechnik.

Inwiefern kann Wago mit der Verbindungstechnik etwas zur Nachhaltigkeit beitragen?

Das beginnt bei der Auswahl unserer Rohstoffe und reicht bis zur recyclinggerechten Gestaltung der Produkte. Zudem hat ein Hersteller, der den Energieverbrauch eines Zuges auf Grund einer Gewichtsreduzierung senken kann, einen Marktvorteil.

Fällt denn eine kleine Klemme so stark ins Gewicht?

Die Masse und das Volumenmachen es! Auch wenn eine einzelne Klemme nur ein paar Gramm wiegt, kommen bei 20.000 Klemmen plus Zubehör und Gehäuse schnell mal ein paar 100 Kilogramm elektrotechnisches Material zusammen. . Daher berechnen die Hersteller mögliche Gewichts- und Platzeinsparungen bis hinunter zur Klemme.

Wo liegt zukünftig der Fokus bei der Weiterentwicklung von Klemmen wie Topjob S?

Die Anforderungen an die Verbindungstechnik wachsen, optimierte Technologien sind gefragt. Dabei sind die einfache Handhabung aber auch die Miniaturisierung immer zentrale Themen. Wir müssen also immer höhere Ströme auf immer kleinerem Raum beherrschen – das ist nur eine der Stärken von unserem Topjob S-System.

Welche besonderen Ansprüche muss denn Verbindungstechnik für die Bahn erfüllen?

Maximale Sicherheit und einfacher Handhabung sind natürlich Basisanforderungen an die Verbindungs-, Interface- und Automatisierungstechnik. Daneben müssen die Produkte den Anforderungen der EN 50155 entsprechen, d.h. hohen Vibrations- und Schockbeanspruchungen sowie extremen Temperaturbereichen standhalten, Gleichzeitig dürfen die strikten EMV-Grenzen nicht überschritten werden. Ein Beispiel: Unsere Produkte decken den in der EN 50155 definierten maximalen Temperaturbereich TX, von minus 40° bis plus 85° Grad Celsius ab. Bei den elektronischen Komponenten spielt die elektromagnetische Verträglichkeit eine entscheidende Rolle; die EN50121-3-2 geht weit über allgemeine Industrieanforderungen hinaus. Bahnfahrzeuge bewegen sich und sind dadurch unterschiedlichen elektromagnetischen Einflüssen ausgesetzt. Sie dürfen aber weder Signalanlagen stören, noch sollten sie von äußeren energetischen Störgrößen negativ beeinflusst werden können lassen. Unser I/O-System 750 XTR ist dafür bestens geeignet, es könnte sogar direkt neben einen Schiffskompass betrieben werden ohne diesen zu stören.

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