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Überspannungsschutz Phoenix weiht neues Forschungs- und Technologiezentrum ein

Phoenix Contact hat sein neues Forschungs- und Technologiezentrum für den Überspannungsschutz eingeweiht. Hier sind nun die Abteilungen Marketing und Entwicklung sowie ein Impuls- und Hochstromlabor unter einem Dach vereint. Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Entwicklung und Produktion soll künftig die Time-to-Market Strategie des Unternehmens fördern.

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Im neuen Impuls- und Hochstromlabor lassen sich Blitzströme von 100.000 und 200.000 A nachstellen.
Im neuen Impuls- und Hochstromlabor lassen sich Blitzströme von 100.000 und 200.000 A nachstellen.
(Phoenix Contact)

Zur symbolischen Schlüsselübergabe des rund 8.000 m² großen Gebäudekomplexes war auch der Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen Garrelt Duin gekommen."Nordrhein-Westfalen soll der beste, nicht der billigste Wirtschaftsstandort sein. Daher verfolgen wir mit unserer Wirtschaftspolitik das Ziel, Forschung und Entwicklung mit der Produktion zu verknüpfen. Das Forschungs- und Technologiezentrum von Phoenix Contact ist daher eine nachhaltige Stärkung unserer Region", so Duin. Von der ersten Planung bis zur Fertigstellung des Gebäudes vergingen knapp vier Jahre. Allein der Laborbereich nimmt 1.300 m² der Flächen ein. In den Prüfanlagen für Hoch-, Gleich- und Stoßstrom lassen sich unter anderem Störereignisse nachbilden, wie sie bei Blitzeinschlägen, Schalthandlungen oder elektrostatischen Entladungen auftreten. Außerdem kann das Betriebsverhalten der Schutzgeräte simuliert und geprüft werden. Blitzströme von 100.000 und 200.000 A sind im Labor möglich. „Mit dieser hohen, eigenen Kompetenz vor Ort können wir die Technologieführerschaft auf dem Gebiet des Überspannungsschutzes weiter ausbauen“, betonte Roland Bent, Geschäftsführer bei Phoenix Contact. Die Funkenstrecken-basierenden Blitzstromableiter seien eine Technologie, deren Entwicklung eine hohe Investition in Forschung und Laborausstattung bedürfe.

Transparente Labore als Ort der Kommunikation

Rund 20 Millionen Euro investierte das Unternehmen allein in das Gebäude, dessen Ausstattung und Technologie. Den symbolischen Schlüssel dafür nahm Dr. Martin Wetter entgegen. Als Geschäftsbereichsleiter Überspannungsschutz übernimmt er mit seinem Team die Hausherrschaft. Insgesamt ziehen circa 100 Mitarbeiter in die neuen Räume ein. Kapazitäten für weitere 100 Mitarbeiter stehen noch zur Verfügung. " Wir haben die Flächen absichtlich größer geplant, damit wir noch hineinwachsen können", so Bent.

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Daneben soll das Gebäude aber auch ein Ort der Kommunikation werden. Großflächige Verglasungen gewähren Einblick in die Laborarbeit. Die Herausforderung dabei war, bei aller Transparenz genügend Sicherheit während der Tests zu erreichen. Mit dem gläsernen Forschungsbereich bietet das Unternehmen seinen Kunden, Geschäftspartnern aber auch Studenten einen Blick auf dessen Arbeit und zeigt die Faszination an Blitzen.

Akkreditierungsurkunde für den Laborbereich

Das Labor ist speziell auf die technologischen und sicherheitstechnischen Anforderungen der Prüftechnik zugeschnitten und erfüllt nahezu alle international standardisierten Anforderungen der etablierten Zertifizierungsstellen. Dazu erhielt das Unternehmen eine Akkreditierungsurkunde von Norbert Barz, Geschäftsführer der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). DAkkS akkreditiert Konformitätsbewertungsstellen (KBS), wie Laboratorien, wenn diese die Anforderungen der entsprechenden internationalen Normen erfüllen. Die internationale Harmonisierung dieser Normen gewährleistet, dass die Akkreditierung weltweit nach gleichen Voraussetzungen erfolgt. Dadurch werden die Bewertungsleistungen der in Deutschland akkreditierten Stellen in vielen anderen Ländern Europas und der Welt anerkannt. (sh)

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