Stromversorgung

Programmierbare Labornetzteile mit Hochstromvariante

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die neuen Labornetzteile von TDK finden Einsatz weit über das Labor hinaus und wollen durch hohe Sicherheitsfunktionen überzeugen.
Die neuen Labornetzteile von TDK finden Einsatz weit über das Labor hinaus und wollen durch hohe Sicherheitsfunktionen überzeugen. (TDK)

TDK hat seine programmierbare Labornetzteil-Reihe TDK-Lambda Genesys TM um drei neue Hochstrom-Modelle in der 15 kW-Klasse erweitert: Die Netzteile kommen mit den Nennausgangswerten 0-30V bei 500A, 0-40V bei 375A bzw. 0-50V bei 300A und können in einer Vielfalt von Anwendungen verwendet werden.

Entgegen ihrer Bezeichnung können die Netzteile laut TDK weit über den Laborbereich hinaus eingesetzt werden, etwa in OEM, Industrie, Luftfahrt und Testautomation (ATE) einschließlich Automotive- oder Halbleitertests, Komponententests/Burn-in sowie in der Magnetversorgungen.

Vergleichbar mit bisherigen Modellen

Mit fünf Jahren Garantie, ihrer Funktionalität sowie der kompakten Abmessungen (19“ breit und 3 HE hoch) sind die neuen Modelle vergleichbar mit den Modellen der 15 kW-Klasse mit bisher 50-600 V Nennausgangsspannung. Die regelbaren Netzteile, die wahlweise als Konstantspannungs- oder Konstantstromquelle arbeiten können, werden über einen 3-Phasen-Eingang (400 V-AC bis 480 V-AC) versorgt und weisen eine passive Leistungsfaktorkorrektur (PFC) auf.

Master/Slave-Modus sorgt für mehr Komfort

Höhere Leistungsanforderungen sollen sich über den Parallelschaltmodus „Master/Slave Advanced“ umsetzen lassen. In diesem Modus wird ein Gerät zum Master und zentralen Bedienelement für den Verbund, der die gesamte Programmierung abwickelt sowie Status und Messwerte, etwa den Gesamtausgangsstrom des Verbundes, anzeigt. So sollen sich bis zu vier Geräte bedienen lassen als wären sie ein einziges 60 kW-Netzteil und können so für mehr Komfort und höhere Flexibilität im Systemdesign sorgen.

Optionale Schnittstellen für analoge Programmierung

Eine gemeinsame Eigenschaft der Genesys-Reihe ist die digitale Schnittstelle (RS-232/RS-485-Multidrop, 16 Bit). Über sie lassen sich bis zu 32 Stromversorgungen über eine RS-485-Leitung im Daisy-Chain-Verfahren steuern. Optional stehen weitere analoge und digitale Schnittstellen zur Verfügung, etwa das LXI-kompatible LAN-Interface (Class C) und das digitale IEEE-Multidrop-Interface (IEEE 488.2- und SCPI-kompatibel), das auch eine Auswahl an Instrumententreibern z.B. für NI Labview und NI LabWindowsTM umfasst. Optional sind zusätzlich isolierte Schnittstellen für die analoge Programmierung und Überwachung erhältlich. Diese arbeiten wahlweise mit 0-5/0-10 V-DC Steuerspannung oder mit 4-20 mA Steuerstrom.

Zahlreiche Sicherheitsfunktionen inklusive

Erhalten bleiben auch die Sicherheitsfunktionen wie der Sicherheitsstart, der automatische Neustart und das Last Setting Memory sowie die eingebauten Schutzfunktionen. Bei aktiviertem Sicherheitsstart (Safe start) stellt das Netzteil nach einem Netzausfall automatisch die zuletzt benutzten Einstellungen wieder her, lässt aber den Ausgang deaktiviert. Der automatische Neustart (Auto Restart) stellt ebenfalls nach einem Stromausfall die Einstellungen wieder her, aktiviert aber auch den Ausgang und setzt damit den Betrieb genauso fort, wie er vor dem Stromausfall war. Das Last Setting Memory merkt sich beim Ausschalten des Gerätes die Werte und Einstellungen etwa zu Ausgangsspannung/-strom, Ausgang ein/aus, OVP/ULV-Niveau, Foldback- und Startmodus. Zu den eingebauten Schutzfunktionen gehören außerdem der Überspannungsschutz (OVP), das untere Spannungslimit (UVL), der Foldback-Schutz (FOLD) und der Übertemperaturschutz (OTP).

Wie die übrige Genesys-Reihe tragen auch die neuen 3-HE-Hochstrom-Netzteile das CE-Zeichen gemäß Niederspannungsrichtlinie, weisen eine EMV gemäß EN 55011A und FCC Part 15J-A auf und haben die Sicherheits-zulassungen gemäß UL 60950-1 und EN 60950-1.

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