Energieführungsketten Rückholmechanismus für Energieführungen optimiert Prozessabläufe in Roboterzellen

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Bei herkömmlichen Energieführungsketten von Robotern kann es zu Überlängen kommen, wenn der Roboterarm nicht bis zu seiner Maximallänge greift. Die Folge ist oft ein höherer Verschleiß

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Der Aktive Rückholmechanismus (Pull-Back-Unit) im stabilen Gehäuse kontrolliert und führt den Robotrax. Unerwünschte Bewegungen gibt es nicht
Der Aktive Rückholmechanismus (Pull-Back-Unit) im stabilen Gehäuse kontrolliert und führt den Robotrax. Unerwünschte Bewegungen gibt es nicht
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei herkömmlichen Energieführungsketten von Robotern kann es zu Überlängen kommen, wenn der Roboterarm nicht bis zu seiner Maximallänge greift. Die Folge ist oft ein höherer Verschleiß an Ketten und Leitungen. Energieführungsspezialist Kabelschlepp hat mit der Pull-Back-Unit (PBU) einen aktiven Rückholmechanismus entwickelt, der diese Überlängen vermeidet. Mit definierten Bewegungsabläufen werden so bis zu 4-fach höhere Standzeiten der Energieführung erzielt.

Der Mechanismus sorgt dafür, dass die Energieführung immer nah am Roboterarm verläuft – auch bei den sehr komplexen Bewegungsabläufen, die in Roboterzellen stattfinden. So kann der geringe Platz in den Bearbeitungszellen optimal genutzt werden.

Die PBU für die dreidimensionale Energieführung Robotrax besteht aus einem stabilen, torsionssteifen Gehäuse, das für die einfache Montage am Roboterarm optimiert wurde. Die Rückstellkraft lässt sich flexibel festlegen und so an die Art der verwendeten Leitungen, den Robotertyp und die spezifischen Bewegungsabläufe innerhalb der Anwendung anpassen. Innerhalb des Rückholsystems werden die Kabel definiert und ohne Unterschreitung des Mindestbiegeradius geführt.

Flexibel an den Bewegungsablauf des Roboters anpasst

Je nach Robotertyp werden die dazu erforderlichen Befestigungsbohrungen bei Kabelschlepp bereits werksseitig entsprechend der Vorgaben des Roboterherstellers angepasst. Im Inneren des Gehäuses zieht eine Traktionsvorrichtung die Überlänge der Energieführung bei entsprechenden Bewegungen des Roboterarms ein. Zur sicheren Leitungsführung im Gehäuse geht das Ende der Robotrax-Energieführung in eine kurze Kette aus der Uniflex Advanced-Serie über, die innerhalb des Gehäuses verfährt. Dieses Prinzip stellt sicher, dass sich die Länge der Energieführung durch entsprechendes Ein- und Ausrollen jederzeit flexibel an den Bewegungsablauf des Roboters anpasst und so immer direkt am Roboterarm geführt wird. Die Energieführungskette läuft damit stets kontrolliert geführt, ein Anschlagen an den Roboter ist ausgeschlossen.

Durch die Rückführeinheit können die Roboter präzisere und schnellere Bewegungen ausführen. Außerdem reduziert sich durch die stets optimale Länge der Leitungen die Zusatzlast, die der Roboterarm bei seinen Bewegungen mittransportieren muss. Der geringere Verschleiß der Leitungen ermöglicht bis zu 4-fach höhere Standzeiten.

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