RS-232, RS-485 & Co.
Einfache Technologie, die mit Robustheit punktet

Von Helmut Ritter, Produktmanager bei Bachmann Electronic 4 min Lesedauer

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Im Bürobereich hat die vielseitige USB-Verbindung viele neue Möglichkeiten geschaffen, kaum jemand weiß noch, dass die Maus früher einen neunpoligen DSub-Stecker hatte. In der Automatisierung hat sich Ethernet als Physik für verschiedene Feldbusse etabliert. Gibt es heute noch Bedarf an seriellen Ports, oder ist diese Technik endgültig veraltet? Müssen moderne Systeme dieses Verfahren noch unterstützen?

Die serielle Schnittstelle hat auch im Zeitalter von Industrie 4.0 ihre Legitimierung: Sie wird nach wie vor beispielsweise zur Anbindung von Peripheriegeräten wie Scannern verwendet. (Bild: ©  Guy - stock.adobe.com)
Die serielle Schnittstelle hat auch im Zeitalter von Industrie 4.0 ihre Legitimierung: Sie wird nach wie vor beispielsweise zur Anbindung von Peripheriegeräten wie Scannern verwendet.
(Bild: © Guy - stock.adobe.com)

Serielle Ports können etwas: Sie sind einfach zu verwenden, Kabelverbindungen können vor Ort ohne spezielles Crimp-Werkzeug montiert werden, Leitungslängen können trotz einfacher und preiswerter Kabelphysik mehrere Kilometer betragen. Die Kommunikation erfolgt häufig mit einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung und bleibt völlig unabhängig von der Infrastruktur eines IT/OT-Netzwerks. Das schafft nicht nur Vertrauen in die Betriebssicherheit, es erspart auch Maßnahmen wie Firewalls, die Administration von Zugriffsrechten und vermeidet unerwartete Nebenwirkungen per Design.

Von der Industrie bis zum Kraftwerk

Quer über allen Branchen der Automatisierung – in der Fertigungshalle, auf dem Schiff und im virtuellen Kraftwerk – wird die serielle Schnittstelle auch in neuen Projekten gerne, häufig und erfolgreich eingesetzt.