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Siemens stellt neue Konzernstrategie vor

| Redakteur: Katharina Juschkat

Siemens strukturiert weiter um: Die Konzernstruktur soll schlanker und einfacher werden, berichtet das Unternehmen. Zudem schafft Siemens eine neue Geschäftseinheit zum Thema IoT.

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In der „Vision 2020+“ plant Siemens die langfristige Strukturierung des Unternehmens.
In der „Vision 2020+“ plant Siemens die langfristige Strukturierung des Unternehmens.
(Bild: Siemens )

Siemens stellt eine vereinfachte und schlankere Konzernstruktur vor. Ziel der neuen Konzernstruktur ist eine größere unternehmerische Freiheit für die einzelnen Geschäfte. Dazu werden die Organisationsebene der bisherigen Divisionen gestrichen, die Landesorganisationen für noch mehr Kundenorientierung neu geordnet und die Konzernzentrale schlanker aufgestellt. CEO Joe Kaeser dazu: „Mit der Weiterentwicklung unserer Strategie bauen wir jetzt die nächste Generation Siemens. Weniger Steuerung durch die Zentrale und mehr Freiheit für die Geschäfte machen uns stärker und flexibler.“

Kern der Unternehmensstrategie „Vision 2020+“ ist, den einzelnen Geschäften deutlich mehr unternehmerische Freiheit unter der starken Marke Siemens zu geben und damit den Fokus auf die jeweiligen Märkte zu schärfen. Außerdem ist geplant, mit Investitionen in neue Wachstumsgebiete, wie etwa den IoT-Services, dezentrales Energiemanagement oder infrastrukturelle Elektromobilität das Wachstumsportfolio zu stärken. Dazu wird auch der konzentrierte Ausbau der industriellen Digitalisierung beitragen. Damit sollen mittelfristig die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes und die Gewinnmarge des Industriellen Geschäfts um jeweils zwei Prozentpunkte steigen. Das Ergebnis je Aktie soll mittelfristig stärker wachsen als der Umsatz.

Neuausrichtung soll Kunden im Fokus haben

Unterhalb der Konzern-Ebene wird es künftig drei Operating Companies und drei Strategic Companies geben. Mit der Neuausrichtung will sich Siemens stärker auf seine Kunden fokussieren. „Die Zeiten, in denen wir Projektgeschäft-, Produkt-, Software- und Dienstleistungsunternehmen mit ihren unterschiedlichen Anforderungen zentral und effizient steuern konnten, sind vorbei“, sagt der Siemens-CEO.

Die neue Struktur tritt zum neuen Geschäftsjahr am 1. Oktober 2018 in Kraft. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und soll bis 31. März 2019 abgeschlossen sein. In den drei neuen Operating Companies gehen die Divisionen Building Technologies (BT), Energy Management (EM), Power and Gas (PG), große Teile der Process Industries & Drives (PD) und Digital Factory (DF) auf. Die Business Units des Unternehmens werden ebenfalls neu und fokussierter aufgestellt und den drei Operating Companies zugeordnet.

Neue Geschäftseinheit zum Thema „IoT“

Mit der neu geschaffenen Geschäftseinheit rund um das Thema „IoT Integration Services“ wird Siemens seine Kunden in Zukunft ganzheitlich bei deren digitaler Transformation begleiten. Auf der Basis von langjähriger Erfahrung in verschiedenen Industrien sowie führenden Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Cyber Security plant Siemens Beratungs-, Design-, Prototyping- und Implementierungs-Services anzubieten. Der weltweite Markt für IoT Integrationsdienstleistungen soll bis zum Jahr 2025 um 10-15 Prozent wachsen. Siemens plant, bis 2025 rund 10.000 Mitarbeiter in diesem Geschäft einzustellen.

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