Werkerassistenzsysteme Skalierbares Laser-Projektionssystem für die Intralogistik 

Quelle: Fraunhofer IML 2 min Lesedauer

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Um komplexe Logistik- und Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, hat das Fraunhofer IML das System LARS entwickelt. Die Kombination aus Hard- und Software nutzt dynamische Laserprojektionen für die Werkerassistenz und lässt sich flexibel an bestehende Logistiksysteme anbinden.

Das dynamische Leitsystem LARS wirft Informationen per Laserprojektion direkt auf den Boden der Lagerhalle. (Bild:  © Fraunhofer IML, Michael Neuhaus)
Das dynamische Leitsystem LARS wirft Informationen per Laserprojektion direkt auf den Boden der Lagerhalle.
(Bild: © Fraunhofer IML, Michael Neuhaus)

In der Intralogistik und Produktion wächst die Komplexität durch kleinere Losgrößen und eine steigende Produktvielfalt. Gleichzeitig müssen Anlagenbetreiber zunehmend ungelernte Kräfte oder Quereinsteiger in die Prozesse integrieren. Hier setzt das vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) entwickelte Projektionssystem LARS an: Es ersetzt starre Bodenmarkierungen oder textbasierte Kommissionierzettel durch ein dynamisches, visuelles Assistenzsystem, das Mitarbeiter in Echtzeit per Lichtspur durch die Hallen leitet.

Hardware-Setup: Modular und skalierbar

Für Planer und Projektierer von Intralogistik-Anlagen bietet LARS einen stark modularen Aufbau. Die Laserprojektoren können flexibel an der Hallendecke oder an Hochregalen montiert werden, wobei die Projektionsfläche mit der Hallenhöhe skaliert. Das System ist auf große Flächen ausgelegt: Pro Halle lassen sich bis zu 200 Projektoren im Verbund installieren. In der Praxis reichen laut den Entwicklern bereits fünf Laser aus, um auf einer Hallenbreite von rund 30 Metern Hinweise in bis zu zwölf Fahrbahnen darzustellen.

Software-Integration und Arbeitssicherheit

Die Steuerung des Systems erfolgt zweistufig: Eine Basis-Software kontrolliert die Projektoren-Hardware, während eine vom Fraunhofer-Team speziell entwickelte Software für das Mapping und die dynamische Projektion der Bilder auf den Boden zuständig ist. Ein entscheidender Faktor für die Systemintegration: LARS lässt sich bedarfsgerecht an verschiedene übergeordnete Logistiksysteme anbinden, um Auftragsdaten in Echtzeit in visuelle Leitsignale (Routen, Stellplätze, Auftragsnummern) umzuwandeln.Auch die Aspekte der Arbeitssicherheit wurden bei der Entwicklung berücksichtigt. Das projizierte Laserlicht ist dank einer integrierten Aufweitungslinse für die Augen der Werker ungefährlich. Zudem lassen sich die Helligkeit und die Streuung des Lichts je nach Umgebungsbedingungen individuell einstellen.

Visuelles HMI für den Shopfloor 

Der menschzentrierte Ansatz des Systems zielt darauf ab, Sprachbarrieren und lange Einarbeitungszeiten zu überwinden. „Unser System arbeitet mit Symbolen, Zahlen und Farben und veranschaulicht dadurch die Aufgabenstellungen. Statt langen Texten oder kryptischen Kommissionierzetteln gibt es einen eindeutigen, sofort verständlichen Hinweis auf dem Boden“, erklärt Rico Ahlbäumer, Wissenschaftler am Fraunhofer IML. Ein blauer Pfeil markiert beispielsweise die Route zur richtigen Rampe, ein grünes Quadrat den exakten Abstellplatz einer Palette. 

Denkbar sind vielfältige Einsatzszenarien von der Kommissionierung und Konsolidierung bis hin zur Palettierung oder der reinen Navigation auf dem Shopfloor. Die Praxistauglichkeit und betriebliche Effizienz von LARS konnte bereits in einem erfolgreichen Test bei Rhenus Logistics demonstriert werden.

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