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Sensor So lassen sich mit einem Sensor elektrische Brände vermeiden

| Redakteur: Ines Stotz

Jedes Jahr gibt es in Deutschland über 70.000 Feuerwehreinsätze alleine durch elektronische Feuer. Mesafox verspricht mit seinem patentierten Thermofühler, dass ein elektrischer Brand erst gar nicht mehr ausbrechen kann.

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Laut dem Institut für Schadensverhütung und Schadenforschung liegen die Brandursachen in Deutschland in 31 % der Fälle an Elektrizität und zusätzlich 10 % an Überhitzung.
Laut dem Institut für Schadensverhütung und Schadenforschung liegen die Brandursachen in Deutschland in 31 % der Fälle an Elektrizität und zusätzlich 10 % an Überhitzung.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Wir nehmen unseren Strom oft als selbstverständlich hin. Seit Ende des 19. Jahrhunderts gilt die unendlich vielseitige Ressource aufgrund ihrer breiten Nutzung als Rückgrat der modernen Industriegesellschaft. Und: Die Versorgung mit Elektrizität ist das Herz einer jeden Industrie. Doch seine Nutzung ist mit Kosten verbunden und praktisch alles, was Strom als Versorgungsquelle nutzt, hat das Potenzial, Brände zu verursachen. In einem typischen Gebäude umfasst dies die feste Verkabelung Einspeisepunkte, Verteilersysteme, Zubehör wie Steckdosen und alle Verbindungskabel sowie alle damit verbundenen Geräte und Einrichtungen.

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Allein in Deutschland gibt es laut Feuerwehrverband jährlich über 190.000 Feuerwehreinsätze – verursacht durch Brände oder Explosionen. Davon alleine über 70.000 durch elektronische Feuer. Laut dem IFS (Institut für Schadensverhütung und Schadenforschung) lag die Brandursache in 31 % der Fälle an Elektrizität und zusätzlich in 10 % der Fälle an Überhitzung. Hierdurch entstandene Versicherungsansprüche liegen bei mehreren hundert Millionen Euro.

Derzeit wird hauptsächlich durch Planungs- und Bautechniken, durch Normen zur Installation von Brandmelde und Sprinkleranlagen versucht, ein Feuer nach Ausbruch möglichst frühzeitig zu detektieren, zu alarmieren und geordnet zu evakuieren. Diese Fokussierung hierauf bedeutet jedoch, dass Möglichkeiten der Prävention leicht aus dem Blick verloren gehen.

Elektrische Brände durch Prävention verhindern

Aber wie verhindert man aktiv und vorsorglich die Herkunft elektrischer Brände wenn die Ursachen oftmals nicht leicht zu erkennen sind?

Die Wärmebildtechnik wird als eines der Beispiele seit langem als Werkzeug zur Erkennung von Überhitzungen in elektrischen Geräten eingesetzt, also von Punkten mit abnormaler Wärmeentwicklung, die später zu einem Brand führen könnten. Die Verwendung dieser Technik spiegelt jedoch nur eine Momentaufnahme wieder und reflektiert nur die Bedingungen in diesem kurzen Augenblick, in der Regel einmal jährlich.

Das Unternehmen Mesafox Handelskontor mit Kernkompetenz in Sachen Brandschutz und Sicherheitstechnik erweitert mit seiner Entwicklung „Hotspot“ das Prinzip der Wärmebildüberwachung um ein einfaches aber hochwirksames Mittel, um Wärmeentwicklungen dauerhaft zu erfassen und zu überwachen. Einzelne elektrische Anschlussstellen und Komponenten können nun jederzeit und stetig überwacht werden, wobei ein Auftreten von übermäßiger oder unerwarteter Wärme sofort über eine entsprechend verarbeitete Meldung an die Gebäudeleittechnik gemeldet wird, so dass hier Überprüfungsmaßnahmen eingeleitet werden können, rechtzeitig bevor es zum Ausbruch eines Brandes führt. Auch teure Produktionsausfälle durch elektrische Feuer werden so verhindert.

Diese Lösung vermeidet Feuer in elektrischen Anlagen

Hotspot ist ein patentiertes, thermisches Überwachungssystem, das ungewöhnliche Wärmeentwicklung an elektrischen Verbindungspunkten erkennt. Es schützt Gebäude durch Erfassung von Wärme, kann schnell durch eine ausgebildete Elektrofachkraft installiert werden und ist für verschiedene Anwendungen erhältlich.

Mit der thermischen Überwachung von Verteilerkästen, Steckdosen und elektrischen Verbrauchern, wird der Stromfluss unterbrochen oder eine Störmeldung generiert noch bevor ein Feuer durch Überhitzung ausbrechen kann. Ein Abschalten der kompletten Stromversorgung in Privatgebäuden und Wohnungen (sofern ein RCD vorhanden ist) bei einer Überhitzung ist genauso möglich, wie eine reine Überwachung und Alarmierung des Personals in Gewerbeimmobilien, wie zum Beispiel über die Erzeugung einer technischen Meldung über einen potentialfreien Kontakt auf einem Managementsystem, der Brandmelde--, Einbruchmelde oder Sprinkleranlage.

Hotspot: Einzelsensor und Mehrfachsensor

Der Einzelsensor ist zum Einsatz in Verteilerkästen, Stromversorgungen und elektrischen Endgeräten gedacht. Auch hier reagieren die Sensoren auf die Erhitzung der unmittelbaren Umgebung und schreiten vor dem Ausbrechen eines Feuers ein. Fast in jedem Unternehmen gibt es einzelne Maschinen oder Anlagen, die als Problemfälle bekannt sind. Diese lassen sich so kostengünstig überwachen.

Auch als zuverlässiger Mehrfachsensor sorgt Hotspot an Verbindungspunkten zum Beispiel in Sicherungs- und Verteilerkästen dafür, dass Überhitzung keine Chance hat. Bis zu 18 Absicherungspunkte können auf diese Weise zur gleichen Zeit überwacht werden. Der Sensor ist sowohl im Bestand kostengünstig und ohne Austausch von Sicherungsautomaten sowie im Neubau einsetzbar.

Das Gerät ist für eine Umgebungstemperatur von 0 bis 50°C konzipiert und so ausgelegt, dass ein Alarm oder eine Unterbrechung bei etwa 80°C erfolgt. Der Sensor erfüllt die EU Richtlinie 2011/65/EU. Diese patentierte Lösung ist zugelassen und wurde bereits von mehreren Institutionen und Herstellern ausführlich auf Herz und Nieren getestet.

BUCHTIPPDas Buch „Industriesensorik“ beschreibt die Entwicklung und die praktische Anwendung der wichtigsten Sensoren. Durch anwendungsbezogene Fehleranalysen von Messsystemen, Sensoren und Sensorsystemen, jeweils ergänzt durch viele detaillierte, vollständig durchgerechnete Anwendungsbeispiele, eignet sich das Buch nicht nur für Studenten, sondern auch für Ingenieure und Techniker verschiedener Fachrichtungen.

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