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Sicherheitstechnik

So macht ein fehlersicheres AS-i Modul Automatisierung flexibler

| Autor/ Redakteur: Ulrich Düsel* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Ohne Zweifel profitieren viele Maschinen- und Anlagenkonzepte vom steuerungstechnischen Aufbau mit dezentraler Peripherie. Auch für die Sicherheitstechnik gibt es seit Langem entsprechende Peripheriemodule. Was bislang allerdings gefehlt hat, waren Zusatzmodule für den Einsatz von ASIsafe in solchen Stationen. Ein fehlersicheres Modul von Siemens läutet eine neue Ära ein.

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Fehlersichere AS-i Netze lassen sich ab jetzt noch einfacher aufbauen mit dem Modul F-CM AS-i Safety ST von Siemens, das als Peripheriemodul in der dezentralen Peripherie ET 200SP eingesetzt wird.
Fehlersichere AS-i Netze lassen sich ab jetzt noch einfacher aufbauen mit dem Modul F-CM AS-i Safety ST von Siemens, das als Peripheriemodul in der dezentralen Peripherie ET 200SP eingesetzt wird.
(Bild: Siemens)

Das Aktor-Sensor-Interface (AS-i) behauptet nunmehr seit zwei Jahrzehnten seinen festen Platz inmitten der Automatisierungstechnik. Was damals mit der einfachen Verbindung von Sensoren und Aktoren in der Feldebene begonnen hat, ist heute längst zu einem komfortablen Bestandteil der gesamten Anlagensteuerung inklusive Sicherheitstechnik geworden. Das bestätigt unter anderem Siemens mit dem wohl größten Angebot an Komponenten und Lösungen rund um AS-i – sowohl in der Standardautomatisierung als auch in der Sicherheitstechnik.

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Wie einfach heute das AS-Interface einsetzbar ist beweist das Unternehmen unter anderem mit dem Engineering Framework „TIA Portal“, in dem Programmierung, Parametrierung, Visualisierung und Diagnose auf der gleichen Plattform verfügbar sind. Der grafische Aufbau der einzelnen Editoren und deren gemeinsame Datenbasis sorgen dafür, dass das Engineering deutlich schneller und übersichtlicher als früher durchgeführt werden kann.

Davon profitiert auch der AS-i Anwender, denn das Bussystem auf der unteren maschinennahen Feldebene mit der gelben trapezförmigen Leitung ist mit den Komponenten, die Siemens zu bieten hat, im TIA Portal abgebildet.

Einfacher, flexibler und kostengünstiger geht es kaum, wenn die Aufgabenstellung lautet, dass eine Vielzahl von Aktoren und Sensoren und die zugehörige Busanbindung standardmäßig und/oder sicherheitsgerichtet gesteuert und überwacht werden muss. Hierfür gibt es entsprechende AS-i Master, die direkt als SPS-Modul oder als Link zu Profinet bzw. Profibus arbeiten und im Fall des neuen ET 200SP Moduls F-CM AS-i Safety ST die Verbindung zwischen ASI-safe und Profisafe herstellen.

Fehlersicheres AS-i Kommunikationsmodul für die dezentrale Peripherie

Die mit AS-i „Safety at Work" im Jahr 2000 eingeführte Sicherheitstechnik für das Bussystem AS-Interface wurde in den vergangenen Jahren mehrfach hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten und Verfügbarkeit optimiert. Anstelle des anfangs eingeführten AS-i Sicherheitsmonitors wird für die lokale Abschaltung ohne Failsafe-SPS heute das modulare Sicherheitssystem MSS mit AS-i Anbindung eingesetzt.

Noch universeller verwendbar wird die AS-Interface Sicherheitstechnik bei Einsatz einer Simatic Failsafe CPU. Siemens hat bereits 2007 den weltweit ersten fehlersicheren Profibus/AS-i F-Link auf den Markt gebracht. Basis für den neuen modularen, fehlersicheren Simatic AS-i F-Link bildet das dezentrale Peripheriesystem ET 200SP zusammen mit den hierfür entwickelten Peripheriemodulen CM AS-i Master ST und F-CM AS-i Safety ST. Damit betritt Siemens ein Feld, das es in dieser Form am Markt bisher nicht gibt, nämlich die flexible Erweiterbarkeit für fehlersichere AS-i-Netze auf Basis von dezentraler Peripherie.

Damit werden die Handhabung und der Einsatz noch stärker vereinfacht, denn Anwender brauchen keine separaten Geräte, sondern können AS-i Master plus Sicherheitsmodul direkt an die Kopfstation anreihen. Auf diese Weise lassen sich vorhandene E/A-Module der ET 200SP und AS-i auf ein und derselben Station frei kombinieren. Mit der Kopfstation IM155-6PN ST können so bis zu acht Standard bzw. bis zu fünf fehlersichere AS-i-Netze verwaltet werden. Bei Einsatz der High-Feature-Variante IM155-6PN HF lässt sich dieses Mengengerüst sogar bis auf 42 Standardmaster bzw. 27 ASI-safe-Netze pro ET 200SP Station erweitern.

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