Suchen

Messsystem So werden Energiedaten effizient dirigiert

Autor / Redakteur: Lukas Dökel und Julia Ockenga* / Sariana Kunze

Produktionsanlagen und Gebäude werden immer kritischer auf ihre Effizienz überprüft. Einerseits gibt es gesetzliche Vorgaben, andererseits locken große Einsparpotentiale. Die Höhe der möglichen Einsparungen lässt sich jedoch nur mit Hilfe eines guten Messsystems erkennen. Das neue Wago-Energiedatenmanagement bietet eine Lösung zum Erfassen und Verwalten von Energiedaten – ganz ohne Programmieraufwand und nachrüstbar.

Firmen zum Thema

Mit einem Messsystem lassen sich die Energiedaten von Gebäuden und Anlagen erfassen. Doch müssen die anfallenden Daten auch richtig und effizient dirigiert werden.
Mit einem Messsystem lassen sich die Energiedaten von Gebäuden und Anlagen erfassen. Doch müssen die anfallenden Daten auch richtig und effizient dirigiert werden.
(Bild: © INFINITY/Fotolia.com, © hamara/Fotolia.com, © kangshutters/Fotolia.com, © 2016 Phive Imaging Studio, all rights reserved/Fotolia.com [M] - Herkersdorf)

Wer sich Transparenz über alle Energieformen hinweg aufbauen möchte, hat es in der Praxis nicht immer leicht. Denn für eine ausreichende Vergleichbarkeit müssen die unterschiedlichen Messdaten in einem System zusammengeführt werden. Die jeweilige Messlösung ist dann zwar meist maßgeschneidert, aber auch sehr komplex. Neben der Definition der einzelnen Messstellen, der Auswahl der passenden Messgeräte, Zähler und Sensoren sowie deren Einbau ist vor allem die Programmierung des Messsystems anspruchsvoll und zeitaufwendig – und damit kostenintensiv. Läuft das Messsystem dann schließlich, sammelt sich schnell ein Berg an Daten an. Diesen gilt es zu handhaben.

Bildergalerie

Hohe Einsparpotentiale in der Industrie

Dass sich ein Energiemonitoring vor allem für industrielle Betriebe lohnt, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Insgesamt 2.508 Petajoule hat die deutsche Industrie laut „Branchenmonitor Energieeffizienz“ der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) im Jahr 2014 verbraucht. Das ist knapp ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland. Fast 65 Prozent davon werden für die Erzeugung von Prozesswärme aufgewendet. Laut der Deutschen Energieagentur DENA können hiervon etwa 15 Prozent eingespart werden. Der Anteil elektrischer Energie an der Prozesswärme ist zwar marginal, insgesamt gewinnt Strom im Energiemix der Industrie jedoch zunehmend an Bedeutung. Heute verbrauchen industrielle Betriebe hierzulande fast die Hälfte – nämlich rund 45 Prozent – der in Deutschland verbrauchten elektrischen Energie. Das Umweltbundesamt beziffert das Einsparpotential hier auf rund 20 Prozent. Damit ist klar: Der Erfolg der Energiewende ist auch abhängig von der Effizienz der Industrie.

Energie- und Prozessdaten modular erfassen

Die Basis für die Identifikation von Einsparpotentialen liegt in der genauen Überwachung aller zum Betrieb gehörenden Gebäude und Maschinen. Hier gilt: Was nicht gemessen wird, kann nicht verbessert werden. Also müssen zunächst alle relevanten Medien, etwa Gas, Strom oder Wärme, sowie dazugehörige Parameter in einem Messstellenkonzept definiert werden. Mit der passenden Messtechnik kann dann in einem ersten Schritt die Energiedatenerfassung starten. Das passende Messsystem muss vor allem zwei Kriterien erfüllen: Es muss leicht und ohne Aufwand zu integrieren und in Betrieb zu nehmen sein sowie für eine einfache Weiterverarbeitung der Daten sorgen.

Um das Monitoring der Verbräuche so einfach wie möglich zu gestalten, hat Wago eine Lösung zur Energiedatenerfassung entwickelt, für die keine Programmierkenntnisse erforderlich sind. Durch die Kombination aus vordefinierter Hardware und einer benutzerfreundlichen Software lässt sich das Messsystem einfach in die Anlagen- und Gebäudetechnik integrieren. Die Besonderheit: Neben energiespezifischen Werten wie Strom oder Spannung, können auch viele weitere Messgrößen erfasst werden, die für Industrie- und Prozesstechnik sowie Gebäudeanwendungen relevant sind: Strom, Gas, Wärme, Wasser, Druckluft und Temperatur beispielsweise – all diese Daten finden in einem System zusammen. Das ermöglicht einen umfassenden Blick auf die Energieflüsse sowie die einzelnen Produktionsprozesse im Unternehmen.

(ID:44279201)