1. FVI-Forum „Brennstoffzelle und Instandhaltung“ bei Rittal Unterbrechungsfreie Stromversorgung mit der Brennstoffzelle
Wie lässt sich die Brennstoffzellentechnologie für die industrielle Instandhaltung einsetzen und welche Chancen bietet sie? Welche Anforderungen werden gestellt? Dieser Fragestellung gingen am 2./3. Februar Experten aus Industrie und Forschung auf dem 1. Forum „Brennstoffzelle und Instandhaltung“ des FVI (Forum Vision Instandhaltung) in der Rittal Unternehmenszentrale in Herborn nach.
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Dabei stellte die Projektgruppe „Fuel Cell for Maintenance“ gemeinsam mit Anwendern erste Ergebnisse und den aktuellen Stand der Brennstoffzellentechnologie für die industrielle Instandhaltung vor. Zuverlässige, unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) sind heute in der Informations-, Kommunikations- und Anlagentechnik für einen wirtschaftlichen Betrieb ein absolutes Muss. Dabei sind die Anforderungen sehr hoch: Stromversorgungen müssen höchstmögliche Verfügbarkeit, Redundanz sowie Standortunabhängigkeit gewährleisten. Die ressourcenbewusste Stromerzeugung auf Basis einer umweltfreundlichen und gleichzeitig effizienten Technologie rückt dabei immer mehr in den Fokus.
Hier bietet die Brennstoffzellen-Technologie zur Stromversorgung deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Systemen auf Basis von Batterien oder Dieselgeneratoren. „Die Brennstoffzelle wird sich zu einem wesentlichen Element der Instandhaltung durchsetzen”, betonte Harald Neuhaus, Vorsitzender des Vorstandes des FVI, der die Veranstaltung moderierte. „Ziel ist es, die Brennstoffzellen-Technologie als zuverlässige Technologie zu vermitteln.“
Brennstoffzellen-Technologie ist ein Zukunftsthema
Einsatzschwerpunkte von Brennstoffzellen-Systemen sieht Dr. Thomas Steffen, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Rittal, vor allem in industriellen Anwendungen. „Rittal ist bereits heute in der Lage, komplette Systeme zu liefern. Wir halten die Brennstoffzellen-Technologie gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern für ein Zukunftsthema“, so Steffen.
Brennstoffzelle deckt auch Spitzenbedarfe ab
Was Brennstoffzellen heute im industriellen Umfeld leisten können, zeigte Prof. Dr. Birgit Scheppat von der Hochschule Rhein Main, Wiesbaden, und im Vorstand der H2BZ-Initiative Hessen e.V., auf. Mit der Brennstoffzelle lässt sich, so die Expertin, nicht nur kritische Infrastrukturen sicher mit elektrischer Energie versorgen, sondern auch Spitzenbedarfe abdecken.
Von Vorteil sei die effiziente, geräuscharme und emissionsfreie Technik, die als Abfallprodukt lediglich Wasser liefere. Dabei hätten Brennstoffzellen eine deutlich höhere Sicherheit gegenüber Batteriesystemen vergleichbarer Energiedichte sowie höhere Wirkungsgrade als Verbrennungsmotoren.
Versorgungssicherheit hat beim zweitgrößten Stahlwerk in Deutschland, dem Hüttenwerk Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg, höchste Priorität, unterstrich Wolfgang Graf. Netzstörungen, Netzausfälle, Spannungseinbrüche und Spannungsspitzen sowie Unter- und Überspannungen müssen sicher beherrscht werden. Dabei sollen USV-Anlagen gegenüber üblichen Systemen wartungsärmer sein.
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