1. FVI-Forum „Brennstoffzelle und Instandhaltung“ bei Rittal

Unterbrechungsfreie Stromversorgung mit der Brennstoffzelle

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Pilotprojekt der Brennstoffzellen von Rittal in der Aluminiumindustrie

Das erste Unternehmen in seiner Branche, das die Brennstoffzellen-Technologie im Live-Betrieb testet, ist Aluminium Norf aus Neuss. „AluNorf hat mit diesem Projekt sowohl national als auch international ein Alleinstellungsmerkmal“, betont Dr. Manfred Jeude von Aluminium Norf. Seit Juli 2011 testet der Aluhersteller die Zuverlässigkeit von RiCell Flex Brennstoffzellen-Systemen von Rittal (7,5 kW) als Netzersatzanlage für die Feuerwehrzentrale, den Krisenleitstand und die Sanitätsstation. Bislang war der Test problemlos und ohne Wartungskosten verlaufen. „Die Brennstoffzelle ist dann besonders interessant, wenn lange Verfügbarkeiten und kleinere Leistungen erforderlich sind“, erklärt Jeude die Vorteile.

Brennstoffzellen rechnen sich bei den USV

Dass sich Brennstoffzellen im Bereich unterbrechungsfreie Stromversorgung rechnen werden und für die industrielle Anwendung bereits heute kommerziell interessant sind, bestätigte Johannes Schiel, Referent Brennstoffzelle vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Verschiedene Studien zeigten auf, dass der Bereich „Stromversorgung Business“ in den kommenden Jahren ein Milliardenvolumen aufweisen wird.

Welche Potenziale die Brennstoffzellentechnologie bereits heute hat, und welche neuen Ideen aktuell umgesetzt werden, erläuterten Prof. Dr. Brodmann von der Fachhochschule Gelsenkirchen und Lars Frahm von N2telligence. So geht auf der Technologieseite die Modularisierung mittlerweile bis zu einzelnen Zellen. Anwendungsseitig kommen neue Ansätze wie die Verwendung von sauerstoffreduzierter Abluft als Brandschutz hinzu.

Hartmut Paul, Rittal, freute sich als Leiter der Projektgruppe „Fuel Cell und Maintenance“ über die gute Resonanz und forderte die Teilnehmer auf, sich auch in Zukunft für einen engen Austausch zwischen Forschung, Verbänden und vor allem Anwendern einzusetzen. Nur durch ein gemeinsames Verständnis der Applikationen und Anforderungen, unterstützt durch fundierte Information der Anwender wie zum Beispiel technische Leitfäden sei es möglich, eine neue Technologie erfolgreich einzuführen.

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