Landmaschinentechnik

Unverwüstliche Sensoren bringen Smart Farming voran

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Ultraschall für Abstands- und Beladungsmessungen

Ultraschall erweist sich durch den Schallkegel mit Mittelwertbildung als ideal, wenn es um die Messung von Abständen oder Beladungszuständen von inhomogenen nicht glatten Oberflächen wie Ackerböden, Flüssigkeiten oder mit Saat- und Erntegut beladenen Anhängern, Speichern oder Silos geht. Sie liefern bei Spurführungssystemen, die sich am Furchenverlauf orientieren ein präziseres Signal als andere Technologien, wie GPS. Mit ihrer Schmutzunempfindlichkeit punkten sie gegenüber Kamerasystemen, deren Objektive diesbezüglich Probleme bereiten können.

Bei großen Feldspritzen mit weit ausladenden Sprüharmen helfen Ultraschall-Sensoren die Spritzdüsen ohne mechanische Vorrichtungen in einem konstanten Abstand zum Boden zu halten und eine optimierte Düngemittel-Ausbringung zu ermöglichen. Die über mehrere Gelenke mit dem Fahrzeug verbundenen Gestänge werden so durch eine Bodenabstands-Überwachung gegen Beschädigung geschützt.

Als Beispiel aus der großen Palette der Ultraschall-Sensoren soll der MetalFace Sensor UMC3000 dienen. Er ist in einem Edelstahlgehäuse untergebracht und ermöglicht tastenden Betrieb ohne separates Empfängermodul. Der Sensor hat einen Durchmesser von 30 mm, an der Frontseite auf dem Wandler befindet sich eine Edelstahlabdeckung.

Induktive Sensoren: Unempfindlich und vielseitig

Auch induktiv arbeitende Sensoren finden sich zahlreich in der Landtechnik. Zylindrische Ganzmetall-Sensoren in M12- oder M18-Gewindehülse eignen sich perfekt für den Ersatz mechanischer Schalter. Sie erfassen über die Anwesenheit metallischer Maschinenkomponenten die Zustände von Klappen, Fördereinrichtungen, Rodereinheiten und vieles mehr. Ebenfalls mit induktivem Wirkprinzip ausgestattet sind die kontaktlosen Positioniersysteme PMI, F90, F110 und F130. Sie dienen der Erfassung von Drehwinkeln etwa von Lenkungen oder der Messung linearer Bewegungen und Wege, beispielsweise an Hydrauliksystemen.

Pepperl+Fuchs bietet zahlreiche weitere Sensorsysteme, die die Agrartechnik im Sinne von „Precision Farming“ rationalisieren sowie Zeit, Kosten und Ressourcen einsparen, zum Beispiel RFID-Lösungen für Identifikationsaufgaben, Heavy-Duty- oder Safety-Drehgeber oder optische Sensoren in Ganzmetall-Ausführung.

* Thomas Hensler, Produktmanager für induktive Sensorsysteme, Geschäftsbereich Fabrikautomation, Pepperl+Fuchs

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