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ebro Electronic feiert 40-jähriges Bestehen Von der Fernsehleuchte zum Funklogger

| Redakteur: Ines Stotz

ebro Electronic, der Messgerätespezialist aus Ingolstadt, hat sich in seiner 40-jährigen Geschichte vom familiengeführten Kleinunternehmen kontinuierlich zum erstklassigen Hersteller von elektronischen Messgeräten entwickelt.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Dabei fing das Unternehmen ganz unscheinbar an, als Erhard Bross die Firma ebro Electronic 1968 in Freiburg im Breisgau gründete. Nur wenige Mitarbeiter produzierten ein einziges Produkt: Steckernetzgeräte. Ab Mitte der Siebziger Jahre wurde die hauseigene Kunststoffspritzerei genutzt, um Polizeischutzwesten zu produzieren, außerdem fertigte ebro die damals populären Telegen-Fernsehleuchten. Auch nach dem Umzug im Jahr 1976 von Freiburg zum heutigen Firmensitz im bayerischen Ingolstadt, produzierte die Firma diese Produkte weiter.

Erst 1980 begann ebro mit dem eigentlichen Kerngeschäft: Die Entwicklung und Fertigung von Temperaturmessgeräten. Als einer der Vorreiter in Europa brachte ebro 1980 die ersten Temperaturmessgeräte mit Digitalanzeige auf den Markt.

Dann kamen in immer schnellerem Tempo neue Produkte dazu: Wasserdichte Handthermometer — betrieben durch Batterien mit langer Lebensdauer — die ersten Datenlogger Temptimem, Hochtemperatur-Logger, Präzisionsthermometer, Datenlogger mit Display, Drucklogger, ein spezielles Ölqualitäts-Messgerät für die Lebensmittelindustrie, viele messtechnische Innovationen im medizinischen Bereich und jetzt ganz aktuell die neuesten Highlights: der EBI 10 Datenlogger mit Funktechnologie für hohe Temperaturen sowie der Platz sparende EBI 11 Miniatur-Datenlogger.

Wir machen es hier und wir machen es selbst

Auch im Jubiläumsjahr 2008 entwickelt und produziert ebro mit ca. 100 Mitarbeitern nach wie vor am Standort Ingolstadt. Wolfgang Klün, Geschäftsführer seit 1994, bringt es auf den Punkt: „Mit der Philosophie ’Wir machen es hier und wir machen es selbst’ sind wir gut gefahren. Kurze Wege und eine überschaubare, motivierte Belegschaft schaffen ein gutes Klima für Innovationen.“

Heute ist ebro als weltweit agierender Hersteller von innovativen, portablen elektronischen Messgeräten für Temperatur, Druck, Feuchte und pH bekannt — und gehört seit 2006 zur amerikanischen Nova Analytics Corporation.

Drei direkte Vertriebsmitarbeiter und zwei Handelsvertretungen in Deutschland sowie an die 100 Distributoren im Ausland bedienen die Märkte Lebensmittel, Pharmazie, Chemie, Medizin und — in Zukunft verstärkt die Industrie. Wolfgang Klün: „Wir sind bereits sehr stark in der Medizin und im Lebensmittelbereich, deshalb wollen wir zukünftig unseren derzeit schwachen Anteil in der Industrie forcieren.“ So sollen zu den angehenden ebro-Märkten etwa mehr ökologische Themen, Abgaskontrolle und Mineralöl-Überwachung gehören.

Die neue Funk-Datenlogger-Generation EBI 10

Die neuen Funk-Datenlogger EBI 10 von ebro Electronic eignen sich für Routinekontrolle und Validierung. (Archiv: Vogel Business Media)

Der Temperatur-Datenlogger EBI 10 ermöglicht mit der EBI 10-Funk-Technologie die Überwachung von Routinekontrolle und Validierung von RDAs und Dampfsterilisatoren in der ZSVA drahtlos in Echtzeit. So kann der Bediener den Vorgang live auf dem Monitor verfolgen und einen eventuell fehlerhaften Prozess sofort abbrechen. Das spart viel Arbeit und Zeit während der Validierung oder bei der Routinekontrolle.

Der EBI 10 Logger ist für folgende Applikationen einsetzbar:

  • Routinekontrolle bei RDAs und Dampfsterilisatoren
  • A0-Wert Berechnung nach DIN 15883
  • Validierung von RDAs und Dampfsterilisatoren gemäß DIN 15883
  • CFR 21 Part 11 konforme Software
  • Automatische Berichtgenerierung mit Winlog.pro

Der wasser- und dampfdichte EBI 10 (IP68) hat einen Temperaturmessbereich von –40 bis +150°C und einen Druckmessbereich von 1 bis 3500 mbar. Die Speicherkapazität beträgt 27.000 Messwerte, damit lassen sich Prozesse bis zu acht Stunden mit einem Messtakt von 1s aufzeichnen. Die Temperatur- und Druckgenauigkeit ist mit ± 0,1°C bzw. ±15 mbar sehr hoch und wird im dazugehörigen ISO-Zertifikat dokumentiert.

Der Logger lässt sich mit dem speziellen EBI 10 Interface (4-fach) betreiben. Er funkt auf der weltweit zugelassenen Frequenz 2,4 GHz und entspricht dem IEEE-Funk-Standard 802.15.4. Zur Auswertung der aufgezeichneten Daten wird das Funksystem durch die neue Software Winlog.pro ergänzt — die sowohl zur Routinekontrolle als auch zur Validierung einsetzbar ist. Das gesamte System ist 21 CFR Part 11 konform. Winlog.med und Winlog.med Validation sind in Vorbereitung.

Wenig Platz: EBI 11 Mini-Temperaturlogger

Der EBI 11 Mini-Datenlogger findet überall Platz. (Archiv: Vogel Business Media)

Der Mini-Temperaturdatenlogger EBI 11 ist dazu konzipiert, Temperaturen bis zu +150°C auch bei sehr beengten Platzverhältnissen zu überwachen. Er passt in alle handelsüblichen Schraubgläser, Flaschen und Dosen und macht die F-Wert-Bestimmung und PE-Wert-Berechnung im Lebensmittelsektor einfach, schnell und unkompliziert. Aber auch in kleinen Lebensmittelgebinden und in engen Transportcontainern zeichnet er Lager- und Transporttemperaturen zuverlässig auf.

Er ist in drei Versionen erhältlich: Mit festem 18 mm-Fühler für den Einsatz in Flaschen, Dosen und Beuteln (dazu gibt es ein Adapter-Set für Dosen und spezielle Flaschenadapter), und mit biegsamem 50 mm- bzw. 100 mm-Fühler für den Einsatz in Autoklaven.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Platz sparend,
  • Wasserdicht (IP68),
  • Hochtemperaturbeständig bis +150°C,
  • Loggtakt einstellbar von 1 s bis 24 h.

Der EBI 11 misst im Temperaturbereich von 0 bis +150°C hochgenau (±0,1°C ) bei einer Auflösung von 0,01°C. Er speichert bis zu 16.000 Messwerte, der Loggtakt ist einstellbar zwischen 1s und 24h. Der Datenlogger arbeitet mit der Software Winlog.pro und wird über das Interface IF 200 ausgelesen. Die Lebensdauer der auswechselbaren Batterie ist abhängig von der Abtastrate und der Einsatztemperatur; bei einem Loggtakt von 1s ist eine Batterielebensdauer von 18 Tagen typisch, und bei einem Loggtakt von 1 min beträgt die Lebensdauer 40 Wochen. Der Logger misst nur 16,5 × 22 mm² (ohne Fühler) und findet in der kleinsten Packlücke im Gebinde oder im Autoklaven noch Platz.

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