Roboterbediengerät Zeig dem Roboter via Joystick den Weg

Redakteur: Sariana Kunze

Mit dem Handbediengerät KeTop T10 directMove von Keba lassen sich Roboter einfach und schnell mit intuitiven Gesten bedienen. Das Roboterbediengerät wurde sogar auf der Hannover Messe 2014 mit dem Robotics Award prämiert.

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Das KeTop T10 directMove von Keba ist ein Roboterbediengerät, um Roboter zu verfahren und einzurichten.
Das KeTop T10 directMove von Keba ist ein Roboterbediengerät, um Roboter zu verfahren und einzurichten.
(Keba)

Einem Roboter seinen Bewegungsablauf zu lernen - auch „Teach-in“ genannt – ist keine einfache Sache. Sich immer wieder in die dreidimensionalen Bewegungsmöglichkeiten eines Roboters in Form eines Koordinatensystems hineinzudenken und die Bewegungsbahnen zu programmieren, stellt eine überaus komplexe Aufgabe dar und kann je nach Kenntnissen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Dank der intuitiven Bedienung des KeTop T10 directMove, bei der man letztendlich dem Roboter einfach den Weg zeigt, sparen sich sowohl erfahrene Anwender als auch Neulinge bis zu einem Fünftel der Zeit beim Teach-in.

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Durch die Inertialsensoren der 6D Inertial Measurement Unit (6D IMU) erkennt das Handbediengerät seine Lage und Richtung im dreidimensionalen Raum. Der Bediener kann somit einfach durch Zeigen in die Verfahrrichtung und Betätigen eines kleinen Joysticks die gewünschte Bewegung bzw. Rotation vorgeben – vollkommen unabhängig von seiner Position relativ zum Roboter. Es sind daher auch keine genauen Kenntnisse von Koordinatensystemen notwendig. Die Bewegungsgeschwindigkeit kann durch die Intensität der Joystick-Auslenkung verändert werden. Mit dem Bediengerät werden so einzelne Bahnpunkte bestimmt und feinjustiert. Bei Bedarf können zur Programmierung zusätzlich herkömmliche Bediengeräte und Bildschirmgeräte wie Notebooks verwendet werden.

Neues Teach-in kann bis zu 20 Prozent Zeit sparen

Praxisstudien zeigen, dass selbst bei erfahrenen Roboterbedienern damit Zeitgewinne von bis zu 20 Prozent möglich sind. Neueinsteiger profitieren sogar noch stärker und können in kürzester Zeit mit dem Roboter zuverlässig arbeiten. Beispielsweise in der Service-Robotik, wo schwere Lasten bewegt werden oder auch dort, wo komplexe, aufeinander basierende Koordinatensysteme ein Teach-in erschweren, bringt das KeTop T10 directMove eine spürbare Erleichterung der Bedienung. Selbst das sogenannte Freifahren aus verzwickten Situationen ist einfach, schnell und sicher möglich. „Das intuitive Bedienkonzept begeisterte unsere Kunden sofort.“, sagte Gerhard Luftensteiner, Vorstandsvorsitzender der Keba. Keba ist bereits mit mehreren namhaften Roboterherstellern im Dialog und die Serieneinführung wird noch dieses Jahr stattfinden.

Dem Anwender stehen vier Betriebsmodi zur Verfügung. Je nach Bedarf kann zwischen diesen einfach und unkompliziert gewechselt werden. Ein 1.5“ Farbdisplay zeigt mittels Symbolen den jeweiligen Modus:

  • directMove Mode: Der Roboter folgt den Richtungsvorgaben des KeTop T10 directMove völlig frei im Raum.
  • snap2grid Mode: Nutzung definierter Koordinatensysteme als Referenzrichtungen für das KeTop T10 directMove zum exakten Richtungsfahren des Roboter.
  • virtual handle Mode: Das KeTop T10 directMove wirkt wie ein virtueller Griff am Tool Center Point (TCP), um dessen Ausrichtung einfach und schnell zu ändern.
  • axial movement Mode: zum direkten Verfahren einzelner Roboterachsen wie bei einem konventionellen Handbediengerät.

Verriegelt Gelenke

Not-Halt- und 3-stufiger Zustimmtaster gewährleisten den gleichen hohen Sicherheitsstandard wie bei klassischen Handbediengeräten. Darüber hinaus verhindern spezielle Sicherheitsfunktionen, dass der Roboter schnellen, unbeabsichtigten Bewegungen des Handbediengeräts unmittelbar folgt, zu schnell bewegte Gelenke werden verriegelt.

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