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Wieland Electric feiert:

100 Jahre elektrische Verbindungstechnik

| Redakteur: Ines Stotz

Das Bamberger Familienunternehmen Wieland ist 100 Jahre alt – und blickt auf eine beispielhafte Geschichte zurück, die eng mit der elektrotechnischen Entwicklung verknüpft ist. Mit innovativen Produktideen hat es die elektrische Verbindungstechnik nachhaltig geprägt, sich große Märkte erschlossen und völlig neue Installationsphilosophien entwickelt.

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Wieland ist seit einem Jahrhundert ein gefragter Partner von Industrie und Handwerk, der mit dienstleistungsorientiertem Denken, Verlässlichkeit und zielgerichteter Tatkraft überzeugt.
Wieland ist seit einem Jahrhundert ein gefragter Partner von Industrie und Handwerk, der mit dienstleistungsorientiertem Denken, Verlässlichkeit und zielgerichteter Tatkraft überzeugt.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Wir sind 100 Jahre jung und voller Energie“, sagt Geschäftsführer Robert Raith und betont: „Wieland hat über ein Jahrhundert alle schwierigen Zeiten gemeistert und kann auf eine einmalige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Das ist vor allem auch dem Ideenreichtum des Gründers Fritz Wieland und seines Sohnes Friedrich Wieland, dem Tatendrang und der Ausdauer der folgenden Generationen sowie der Weitsicht der Gesellschafter-Familie zu verdanken.“ Eine langfristig orientierte Unternehmensstrategie und das tägliche Ziel, bei den Kunden mit Leistung, Qualität und Innovationen zu überzeugen, das seien Kernpunkte der Unternehmenspolitik.

Robert Raith, Geschäftsführer, Wieland Electric: „Bis heute spielen Wieland-Produkte in der steckbaren Verbindungstechnik eine richtungsweisende Rolle.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Visionärer Pioniergeist hat schon seit 100 Jahren das Unternehmen und dessen Wirken bestimmt. Auch mit dem Motto „Contacts are green.“ wird dieser hohe Anspruch unterstrichen: „Seit 100 Jahren definieren wir elektrotechnische Standards mit innovativen Produkten für die Industrie und Gebäude und zunehmend für regenerative Energien und ‚grüne’ Technologien. Weltweites Engagement und regionale Verantwortung bilden für Wieland eine Einheit“, betont Robert Raith.

Vor 100 Jahren entwickelte der Firmengründer Friedrich H. Wieland erste lösbare elektrische Verbindungen und legte mit der so genannten Wieland-Klemme den Grundstein für den Erfolg des Familienunternehmens. (Archiv: Vogel Business Media)

Rückblende: Man schreibt das Jahr 1910 – das elektrische Zeitalter hat begonnen. Der Ingenieur Friedrich H. („Fritz“) Wieland beschäftigt sich mit Energieverbrauch, Stromverlust und Verbindungstechnik und gründet schließlich am 7. Oktober 1910 sein eigenes Unternehmen in Bamberg: die „Elektrische Industriegesellschaft mit beschränkter Haftung“. Nach vielen Patentanmeldungen gelang ihm 1925 mit einer weiteren Erfindung der große Durchbruch: Die so genannte Wieland-Klemme erwies sich als Verkaufsschlager. Binnen weniger Jahre hatte sich die Schlitzklemme mit geteiltem Isoliermantel aus Porzellan und eingearbeiteter Spannkappe millionenfach verkauft. Das Prinzip wurde weiter entwickelt und wird bis heute in der Elektrotechnik weltweit genutzt.

Wieland-Klemme begründet den Erfolg – gesis wird zur Marke

1938 übernimmt sein Sohn, Friedrich W. Wieland, die Leitung des Unternehmens. Er vermarktet nicht nur die bestehende Produktpalette in Europa erfolgreich, sondern ist ebenso schöpferisch wie sein Vater bei der Entwicklung neuer Produkte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kann deshalb schon bald mit der Herstellung von Reihenklemmen begonnen werden, die in immer neuen Varianten für unterschiedlichste Anwendungen auf den Markt kommen. In seiner Ära werden unter anderem Industriesteckverbinder entwickelt; vorkonfektionierbare Anschlussleisten revolutionieren die Haushalts- und Heizungsgeräteindustrie und das steckbare Elektroinstallationssystem gesis hält Einzug in die Gebäudetechnik. Mit über 5000 Komponenten für spezielle Einsatzbereiche in der Gebäudeinstallation und –automatisierung ist Wieland hier heute Marktführer.

1983 verstirbt Dr. Ing. Friedrich W. Wieland im Alter von 70 Jahren und verfügt testamentarisch eine neue Unternehmensstruktur. Fortan wird das Familienunternehmen von familienfremden Managern als Geschäftsführer gelenkt, denen ein Beirat zur Seite steht.

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