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Vernetzte Fabrik 60 Unternehmen stellen neuen Standard Omlox vor

| Redakteur: Katharina Juschkat

Auf der Hannover Messe stellen rund 60 Unternehmen den neuen Ortungstechnologie-Standard Omlox vor. Mit dem Standard können künftig Ortungslösungen verschiedener Hersteller zusammenarbeiten.

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Aufgrund der vernetzten Fabrik setzen immer mehr Unternehmen auf Ortungslösungen – doch bislang funktionieren die oft nur für sich.
Aufgrund der vernetzten Fabrik setzen immer mehr Unternehmen auf Ortungslösungen – doch bislang funktionieren die oft nur für sich.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Funktechnologien wie Ultrabreitband, RFID, 5G oder GPS funktionieren in industriellen Fertigungen oft nur für sich alleine. Der Einsatz solcher Technologien steigt jedoch an – deshalb haben rund 60 Unternehmen auf Initiative des Werkzeugmaschinenanbieters Trumpf den Standard „Omlox“ ins Leben gerufen. Durch den neuen Standard sollen sich verschiedene Lokalisierungstechnologien gemeinsam anbinden lassen.

Thomas Schneider, Entwicklungsgeschäftsführer bei Trumpf, erklärt: „Ziel der Initiative ist es, Industriekunden den Einsatz von Hardware und Software verschiedener Hersteller zu erleichtern.“ Mit Omlox sollen sich alle Ortsdaten in einem einheitlichen Koordinatensystem anzeigen lassen. Industriekunden können so Lösungen verschiedener Anbieter wesentlich einfacher integrieren.

Vorstellung und Demonstration auf der Hannover Messe 2020

Als Herzstück der Lieferkette liegt der besondere Schwerpunkt laut den Unternehmen auf der Vernetzung der Fabrik. Um Distanzen auch dort zentimetergenau bestimmen zu können, müssen Ortungslösungen unter anderem mit Metall zurechtkommen, das die Funkwellen ablenkt. Ultrabreitband (UWB) hat sich hier als robuste Funktechnologie etabliert. Mit Hilfe dieser Funkwellen können beispielsweise fahrerlose Transportsysteme oder Drohnen einfacher ihre Position im Raum berechnen und besser navigieren. Allerdings konnten bislang Lösungen verschiedener Anbieter nicht miteinander vernetzt werden.

Auf der Hannover Messe stellen 16 der beteiligten Unternehmen Omlox erstmals vor und demonstrieren, wie Ortungslösungen verschiedener Hersteller künftig zusammenarbeiten könnten. Zu sehen in Halle 17 am Stand D34 sind folgende Aussteller:

  • Trumpf (Werkzeugmaschinen, Lasertechnik)
  • Bespoon (UWB Lokalisierungsanbieter)
  • GFT (IT-Dienstleister und Softwareanbieter)
  • T-Systems (Herstellerübergreifender Digitaldienstleister)
  • Sick AG (Anbieter sensorbasierter Lösungen)
  • Pepperl+Fuchs AG ( Explosionsschutz und Industrielle Sensoren)
  • CEA Leti (Forschungsinstitut)
  • Heidelberg Mobil (Software für ortsbasierte-Dienste in Gebäuden)
  • WZL Aachen GmbH – Geschäftsbereich Automatisierung (Entwicklungs- und Applikationsunterstützung)
  • Bridging IT (Technologie- und Unternehmensberatung)
  • Squadrone System (Hersteller für Industriedrohnen)
  • Xetics (Smart Factory Software)
  • Zigpos (Lokalisierungsanbieter)
  • Swan (Projekthaus für SAP-Logistk)
  • Naise (Indoornavigationsanbieter für fahrerlose Transportsysteme)
  • Cleanfix (Reinigungsmaschinenanbieter)

Omlox ist offen für weitere Partner. Im Anschluss an die Hannover Messe soll eine unabhängige Organisation die Entwicklung des Standards vorantreiben, um auch in Zukunft keinen Projektpartner zu bevorteilen.

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