ABB-Interview

ABB Ability: Die Datenaggregation beginnt in der Infrastruktur

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Letztes Jahr zur Hannover Messe haben Sie den Smart Sensor für Niederspannungsmotoren vorgestellt. Wie wurde der Sensor vom Markt angenommen?

Der Smart Sensor wurde sehr gut aufgenommen. Wo er den Kunden vorgestellt wird, stößt er auf großes Interesse. Der Smart Sensor erlaubt es unseren Kunden, die Monitoring-Lösung, wie sie bis dahin den großen Hochspannungsmotoren vorbehalten war, auch auf die große Masse der Niederspannungsmotoren auszudehnen und dadurch ihren Einsatz und die Wartung zu optimieren.

Im Zuge von ABB Ability haben Sie eine Kooperation mit Microsoft geschlossen. Was sind die Inhalte und Ziele dieser Kooperation?

Wo es Sinn macht, setzen wir auf die von Microsoft entwickelte Technologie zur Datenhaltung in der Azure Cloud. ABB kann so von den großen Investitionen unseres Partners Microsoft profitieren und gleichzeitig unser Expertenwissen da einbringen, wo wir unsere Kernkompetenzen haben: In den Algorithmen und Methoden zur Datenauswertung, und der Umsetzung in entsprechende Dienstleistungen an unsere Kunden.

Bietet ABB durch die Kooperation mit Microsoft nun ausschließlich die Azure Cloud für die Datenaggregation an?

ABB ist bestrebt, die am besten geeignete Technologie zu verwenden, um unseren Kunden den größtmöglichen Nutzen zu bieten. Die Datenaggregation beginnt bereits in der Infrastruktur unserer Kunden, wo wir vielerorts unsere eigene Technologie einsetzen. In der weiteren Verarbeitung der Daten setzen wir auf offene Standards, um jeweils die geeignetsten Auswertemethoden und Algorithmen anwenden zu können.

Wie sieht Ihre Vision von ABB Ability für die Zukunft aus?

Unsere Forscher arbeiten bereits an neuen Analysemethoden, um aus gesammelten Daten mehr Wissen abzuleiten. Dieses Wissen wird in Zukunft unseren Kunden zur kontinuierlichen Verbesserung ihres Betriebs und der Wartung zur Verfügung gestellt. Die Daten sollen aber auch ABB ermöglichen, verbesserte Produkte zu entwickeln, um den Anforderungen des Betriebs effizienter gerecht zu werden. Weitere Möglichkeiten werden sich aus den Diskussionen mit unseren Kunden ergeben, die sich mit uns auf den Pfad der Digitalisierung begeben.

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