Ausblick Wie Quantencomputing die Energie- und Produktionswelt verändern könnte

Quelle: NTT Data 2 min Lesedauer

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Noch ist Quantencomputing nicht praxisreif – doch das Potenzial für mehr Nachhaltigkeit ist real. NTT DATA zeigt, warum vor allem Energieversorgung und Produktionslogistik von der Technologie profitieren könnten und warum sich ein früher Blick auf das Thema für Unternehmen schon heute lohnt.

Noch Zukunftsmusik, aber mit konkretem Potenzial: Quantencomputing könnte Energienetze und Lieferketten nachhaltiger machen.(Bild:  © Digital GFX – stock.adobe.com)
Noch Zukunftsmusik, aber mit konkretem Potenzial: Quantencomputing könnte Energienetze und Lieferketten nachhaltiger machen.
(Bild: © Digital GFX – stock.adobe.com)

Quantencomputing gilt vielen noch als reine Zukunftsmusik – und tatsächlich sind heutige Quantencomputer noch nicht ausgereift genug, um in praxisrelevanten Anwendungen einen klar messbaren Vorteil gegenüber klassischem High-Performance-Computing zu liefern, so NTT Data, Anbieter von KI-, Digital- und Technologie-Services. Dennoch lohne sich schon jetzt ein genauer Blick: Das Unternehmen zeigt zwei Bereiche, in denen die Technologie perspektivisch besonders relevant werden könnte.Der Grund: Viele zentrale Nachhaltigkeitsfragen sind im Kern Rechenprobleme – etwa die optimale Energieverteilung oder die Minimierung von CO₂-Emissionen in Lieferketten. Bei solchen Fragestellungen wächst die Zahl der Entscheidungsmöglichkeiten so stark, dass selbst leistungsfähige CPU-/GPU-Systeme an Grenzen stoßen. 

1. Energieversorgung und Smart Grids optimieren

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien steigt die Komplexität in der Netzführung: Einspeisung und Nachfrage schwanken, Speicher und flexible Verbraucher kommen hinzu. Hier geht es um Optimierung unter Unsicherheit – ein Bereich, in dem heute sehr viele Simulationen nötig sind, um seltene, aber kritische Situationen zuverlässig abzuschätzen.
Warum das relevant ist: Bessere Netzplanung und -steuerung kann Netzverluste senken, Engpässe reduzieren und die Integration erneuerbarer Energien erleichtern – ein zentraler Hebel für eine nachhaltigere Energieversorgung.

praxisnah und technisch fundiert

Perspektiven für zukunftsfähige Energieversorgung von Produktionsbetrieben

Industrial Energy Summit
(Bild: VCG)

Strompreise, KI-Rechenzentren, Netzengpässe: Energie entscheidet über die Zukunft der Industrie und den Produktionsstandort Deutschland. Doch wie sieht eine wettbewerbsfähige Energieversorgung für Fertigungsbetriebe konkret aus? Der INDUSTRIAL ENERGY SUMMIT vernetzt Entscheider, Ingenieure und industrielle Anwender und liefert Antworten: von der Energiebeschaffung über Eigenstromversorgung und Speicherkonzepte bis hin zu Effizienzstrategien in der Energienutzung.

2. Logistik- und Lieferkettenprozesse in der Produktion optimieren

Lieferketten vereinen zahlreiche Entscheidungen: Routen, Auslastung, Lagerbestände, Produktionsreihenfolgen, Servicelevel, Kosten und CO₂-Bilanz. Viele dieser Aufgaben sind klassische kombinatorische Optimierungsprobleme – und genau hier sehen Experten langfristig Potenzial für Quantenansätze, schneller zu guten Lösungen zu kommen.
Warum das relevant ist: Präzisere Berechnungen können Produktions- und Lieferkettenplanung energieeffizienter machen, Material- und Transportverluste senken und Unternehmen dabei helfen, schneller und nachhaltiger zu reagieren.

Wo steht Quantencomputing aktuell?

„Quantencomputing ist für die Nachhaltigkeit gleich doppelt relevant", erklärt Christian Nietner, Innovation Center Lead for Quantum Computing bei NTT DATA DACH. „Die Technologie kann uns einerseits dabei helfen, komplexe Prozesse so zu steuern, dass sie deutlich weniger Energie und Ressourcen benötigen. Andererseits bietet Quantencomputing-Hardware selbst das Potenzial, künftig mit weniger Energie betrieben zu werden als herkömmliche CPUs oder GPUs."

Bei den genannten Anwendungsfällen handelt es sich um mittel- bis langfristige Perspektiven, nicht um heute einsatzbereite Lösungen. Für Unternehmen aus Energie- und Produktionswirtschaft kann es sich dennoch lohnen, das Thema frühzeitig zu beobachten und erste Anwendungsfälle zu prüfen – bevor der Wettbewerb es tut.

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