Künstliche Intelligenz Vom Algorithmus zur Aktion

Von konstruktionspraxis 23 min Lesedauer

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Mit Physical AI hält eine neue Variante der Künstlichen Intelligenz Einzug in die industrielle Umgebung: Sie verbindet KI-Systeme mit physischen Systemen, etwa Roboter. Was bedeutet Physical AI für die künftige Arbeit von Konstrukteuren und wie verändern sie deren Aufgaben – und Verantwortlichkeiten?

Wahrnehmen, entscheiden, handeln: Bei Physical AI verschmelzen Aktorik, 3D-Sensorik und Edge-Computing zu einem geschlossenen System.(Bild:)
Wahrnehmen, entscheiden, handeln: Bei Physical AI verschmelzen Aktorik, 3D-Sensorik und Edge-Computing zu einem geschlossenen System.
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Physical AI (Physische KI) bezeichnet KI‑Systeme, die nicht nur Texte generiert, Bilder erkennt oder Daten analysiert, sondern über Sensoren und Aktoren aktiv die physische Welt wahrnehmen, entscheiden und in ihr agieren – typischerweise in Form adaptiver Roboter, Maschinen oder mechatronischer Systeme. Im Unterschied zu rein digitalen KI‑Services steht somit die Kopplung von Algorithmen mit Mechanik, Aktorik und Sensorik im Vordergrund. Für Konstrukteure bedeutet das: Intelligenz lässt sich nun in einer mechanisch integrierten Systemeigenschaft gestalten – mit bislang völlig neuen Freiheiten, aber auch neuen Verantwortlichkeiten.[1]

Kernmerkmale einer Physical AI sind:
– Wahrnehmung: Fusion aus Kamera‑, 3D‑Vision‑, Kraft‑/Moment‑, IMU‑ und weiteren Prozesssensoren.
– Adaptives Verhalten: Lernen aus Daten und Erfahrungen, z. B. via Reinforcement Learning und Simulation.– Echtzeit‑Interaktion: Handeln in dynamischen, teilweise unstrukturierten Umgebungen.[2]

Was versteht die Konstruktion unter Physical AI?

Für die Konstruktion ist Physical AI mehr als ein kurzer Hype, denn der Begriff beschreibt eine neue Form technischer Systeme, bei denen KI wirklich etwas bewegt, anstatt nur Daten auszuwerten. Für Konstrukteure bedeutet das eine Verschiebung vom reinen Geometrie‑ und Bauteil-Engineering hin zur Auslegung von Systemen, in denen die Intelligenz der Maschine wesentlich von der cleveren Integration von Sensorik, Aktorik, Mechanik und Software abhängt.

In der Literatur werden unter „Physical AI“ KI‑basierte Systeme verstanden, die direkt in physische Operationen bzw. Handlungen eingebunden sind – etwa Roboter, autonome Fördersysteme oder intelligente Anlagenkomponenten. Sie erfassen ihre Umgebung, lernen aus Erfahrungen und passen ihr Verhalten an veränderte Rahmenbedingungen an.

So spricht IBM hier zum Beispiel von KI-Systemen, die nicht nur „im Datenzentrum“, sondern in der physischen Welt wirken. NVIDIA betont in diesem Zusammenhang das Zusammenspiel aus Wahrnehmung, physikalischem Verständnis, Planung und Aktion auf realen Plattformen.

Für das Engineering wird Physical AI deshalb oftmals als nächste Entwicklungsstufe der Automatisierung und als neue Systemklasse betrachtet: Sie verbindet unter anderem klassische Robotik und mechatronische Konstruktion mit lernfähigen Algorithmen, die in einer Simulation („training-based robotics“, Digital Twins) entwickelt und dann in reale Hardware übertragen werden.[3]

Wie unterscheidet sich Physical AI von klassischer Automatisierung und „Embodied Intelligence“?

Während klassische Automatisierung primär festgelegte, vorprogrammierte Abläufe in streng strukturierten Umgebungen ausführt, implementiert Physical AI Wahrnehmung, Lernen und adaptives Verhalten in physisch existierenden Maschinen und Anlagen. Physical AI ergänzt damit die Automatisierung und ersetzt sie nicht, wie die nachfolgende Abgrenzung verdeutlicht.[4]

AspektKlassische AutomatisierungPhysical AIEmbodied Intelligence / Physical Intelligence
KernprinzipFeste, deterministische Programme in klar definierten ZuständenKI‑basierte Wahrnehmung, Planung und adaptives Handeln in der physischen WeltIntelligenz entsteht aus Zusammenspiel von Körper, Material, Form und einfacher Steuerung
UmgebungStark strukturierte, vorhersehbare ProzesseTeilweise unstrukturierte, variable UmgebungenBewusste Nutzung physikalischer Eigenschaften der Struktur/Materialien
Rolle der Mechanik„Träger“ für Antriebe und SensorenEng mit Sensorik/KI co‑designt, um Lernen und Verhalten zu unterstützenKörpergeometrie und Flexibilität selbst sind Teil der „Rechenlogik“
Umgang mit VariabilitätVarianten nur über Umprogrammierung/UmrüstungLernbasierte Anpassung, retrainierbare Policies, Daten‑UpdatesKörper passt sich durch Material/Struktur oft passiv an Variabilität an
Typische BeispieleKlassische SPS‑Linie, starre RoboterzelleKI‑Vision‑Roboter, AMR mit Planning/RL, Edge‑Safety‑SystemeSoftrobotik‑Greifer, bionische Soft‑Roboter
Sicht der KonstruktionFokus auf Geometrie, Festigkeit, klare AbläufeFokus auf Co‑Design von Mechanik, Sensorik, Aktorik und KI‑VerhaltenFokus auf Materialwahl, Flexibilität, Form als integraler Teil der Intelligenz

Welche Hardware‑Bausteine braucht Physical AI?

Physical AI benötigt eine eindeutig strukturierte Hardware‑Basis aus Sensorik, Aktorik, Rechenplattform und Mechanik. Sie muss konsequent auf Wahrnehmung, Lernen und sicheres Handeln im realen Umfeld ausgelegt sein. Für Konstrukteure bedeutet das:  Mechanik, Elektronik und Edge‑Computing müssen als geschlossenes System konzipiert werden, in dem jede einzelne Komponente KI‑Funktionalität ermöglicht, statt sie nur zu „tragen“.

Die Sensorik ist hierbei die Basis für Wahrnehmung und Kontext, wobei Physical‑AI‑Systeme typischerweise mehrere Sensortypen kombinieren, um ein „klares“, eindeutiges Bild der Umgebung zu gewinnen. Trends wie „in‑sensor“ und „near‑sensor“ Computing verlagern Teile der KI‑Verarbeitung direkt in oder nahe an die Sensorik, um Latenz, Bandbreite und Energieverbrauch zu reduzieren. Für Konstrukteure werden daher Platzbedarf, thermische Einbindung und EMV‑Verhalten intelligenter Sensoren zu entscheidenden Entwurfsparametern.
Beispiele: 

Baustein-EbeneTypische Hardware-KomponentenAufgabe im Physical-AI-SystemKonstruktive Schwerpunkte
Sensorik – Umgebungserfassung2D-/3D-Kameras, RGB‑D‑Sensoren, Stereo‑Vision, LidarVisuelle Erkennung von Teilen, Positionen, Szenen; Basis für Objekterkennung und BahnplanungFreie Sichtfelder, Vermeidung von Abschattung, Schutz vor Verschmutzung, definierte Montageflächen und Kabelwege
 Kraft‑/Moment‑Sensoren, Tastsensoren im Gelenk oder GreiferErkennen von Kontakten, Kräften, Kollisionen; feinfühlige Fügung und sichere Mensch‑Roboter‑InteraktionSteife/robuste Einbindung, definierte Kraftpfade, mechanischer Schutz bei Überlast, gute Kalibrierbarkeit
 IMU, Encoder, Weg‑ und WinkelsensorenPräzise Positions‑ und Lagebestimmung, Bahnführung, StabilisierungSpielfreie Lagerung, Vibrationsdämpfung, exakte Ausrichtung der Sensorachsen, Temperaturmanagement
 Prozess‑/Zustandssensoren (Temperatur, Druck, Vibration, Strom)Prozessüberwachung, Anomalie‑Erkennung, Predictive MaintenanceGut zugängliche Einbauorte, thermische Kopplung, Schutzgehäuse, Nachrüstbarkeit in bestehende Maschinen

Aktorik und Mechatronik sorgen für die Umsetzung der Intelligenz in Bewegungsabläufe, wobei Physical AI auf der Aktorik‑Seite fein regelbare, rückgekoppelte Antriebssysteme mit enger Verzahnung zur Sensorik benötigt.
Beispiele:

Baustein-EbeneTypische Hardware-KomponentenAufgabe im Physical-AI-SystemKonstruktive Schwerpunkte
Aktorik – Umsetzung der EntscheidungenServomotoren, BLDC‑Antriebe, LinearachsenPräzise, dynamische Bewegungen nach KI‑Vorgabe, Positionier‑ und GeschwindigkeitsregelungDimensionierung für Dynamik und Steifigkeit, Spielminimierung, integrierte Sensorik (Encoder), Wartungszugang
 Robotergelenke (insb. kollaborativ)Mehrachsige Bewegung, sichere Interaktion mit MenschenBegrenzung von Massen und Trägheit, eingebaute Drehmoment‑Sensorik oder elastische Elemente, Kollisionsdämpfung
 Greifer (starr, adaptiv, Soft‑Greifer)Bauteilhandhabung bei Variantenvielfalt, Form‑ und KraftschlussGreifergeometrie für Teilevielfalt, definierte Greifpunkte, einstellbare Nachgiebigkeit, Integration von Kraft-/Tastsensoren
 Intelligente Aktoren („Smart Actuators“)Lokale Regelung, Zustandsüberwachung, teilweise ML‑Funktionen im AktorBauraum für Elektronik, Kühlung, EMV‑gerechte Auslegung, standardisierte Schnittstellen (Mechanik + Kommunikation)

Edge-Computing ist als Rechenplattform gewissermaßen das Herzstück der Physical-AI-Schleife. Physical‑AI‑Systeme folgen in der Praxis einem geschlossenen Regelkreis: „sensing – thinking – acting“ auf Edge‑Hardware möglichst nahe am Prozess. Für Konstrukteure wirkt sich das u.a. auf Bauraum, Kühlung, Vibrationsfestigkeit und Wartungszugang der verbauten Edge‑Systeme aus. Beispiele:

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Baustein-EbeneTypische Hardware-KomponentenAufgabe im Physical-AI-SystemKonstruktive Schwerpunkte
Rechenplattform – Edge IntelligenceIndustrie‑PC / Edge‑Rechner mit GPU/TPUInferenz von KI‑Modellen in Echtzeit, Sensorfusion, BewegungsplanungBauraum und Befestigung im Schaltschrank oder am System, Kühlung, Vibrationsfestigkeit, Servicezugang
 Aufgabenteilung auf mehrere Rechner („Perception / Planning / Safety“)Trennung von Bildverarbeitung, Trajektorienplanung und Safety‑LogikKlare Systemgrenzen, kabelfreundliche Platzierung, definierte Kommunikationsschnittstellen (z.B. Ethernet, Feldbus)
 Kommunikations‑Infrastruktur (TSN‑Ethernet, Feldbus, IO‑Link, Wireless)Echtzeit‑Datenaustausch zwischen Sensorik, Aktorik und KI‑KernRouting von Leitungen, EMV‑gerechte Trennung, Steckverbinder‑Konzept, Wartungs‑ und Erweiterungsfreundlichkeit

Aus mechatronischer Sicht bildet die Mechanik den Körper, in dem Physical AI „lebt“, wodurch „Embodied Intelligence“ zur Konstruktionsaufgabe wird. So zeigen etwa Studien zu Embodied und Physical Intelligence, dass Geometrie, Material, Flexibilität und Nachgiebigkeit im Sinne von Anpassungsfähigkeit (z. B. bei Greifern) einen direkten Einfluss darauf haben, wie einfach oder schwierig sich ein System mit KI regeln lässt.
Beispiele:

Baustein-EbeneTypische Hardware-KomponentenAufgabe im Physical-AI-SystemKonstruktive Schwerpunkte
Mechanik – „Embodied Intelligence“Kinematik (Achsanordnung, Gelenktypen)Beweglichkeit passend zu Lern‑ und Handhabungsaufgaben, Erreichbarkeit von ArbeitsräumenFreiheitsgrade sinnvoll wählen, Singularitäten vermeiden, Kollisionsräume minimieren, einfache Simulation
 Struktur, Rahmen, TrägerSteife, vibrationsarme Basis für Sensorik und AktorikEigenfrequenzen, Schwingungsdämpfung, Integrationsflächen für Sensorik/Elektronik, Schutz vor Stößen
 Nachgiebige/Compliance‑Elemente (Elastomere, Feder‑Elemente, Soft‑Strukturen)Erhöhung der Sicherheit, Toleranz gegenüber Lage‑ und Modellfehlern, kontaktrobuste FügungGezielte Platzierung von Nachgiebigkeit, definierte Kennlinien, Dauerfestigkeit, einfache Austauschbarkeit
 Schnittstellen und Module (Flansche, Adapter, Schienen)Modulare Erweiterbarkeit (z.B. Greifer‑Wechsel, Sensor‑Upgrades), Retrofit‑FähigkeitStandardisierte Schnittstellen, klare Toleranzen, Platzreserven für zukünftige Sensoren/Edge‑Module
 

Für Physical AI ergibt sich damit ein durchgängiges Hardware‑Profil. Sensorik, Aktorik, Edge‑Rechner und Mechanik werden gemeinsam entworfen, damit KI‑Modelle verlässliche, sichere Entscheidungen treffen und physisch umsetzen können.[5]

Welche Rolle spielen Simulation, Digital Twin und virtuelle Inbetriebnahme beim Entwickeln von Physical‑AI‑Systemen?

Wahrnehmung, Entscheidungen und Bewegungen sollten risikofrei entwickelt, getestet und optimiert werden, daher sind Simulation, Digital Twin und virtuelle Inbetriebnahme für Physical‑AI‑Systeme weitestgehend das „Trainingsgelände“ oder „Experimentierfeld“. Sie verlagern große Teile der Entwicklung vom realen Maschinenpark in die virtuelle Welt – und ermöglichen somit erst komplexe lernbasierte Funktionen, die in einer real existierenden Anlage weder ausreichend sicher noch wirtschaftlich trainiert werden könnten.

  • Simulation: Geometrie, Kinematik, Sensoren und Prozesslogik von Anlagen werden in einer 3D‑Simulation so nachgebildet, dass bspw. Roboterbahnen, Taktzeiten und Steuerungslogik vollständig virtuell getestet und optimiert werden können. Hierdurch reduzieren sich massiv Iterationszeiten. Darüber hinaus ist es möglich, Varianten von Layouts, Greifer‑Geometrien oder Bahnstrategien mit wenigen Klicks virtuell zu vergleichen, statt Hardware mehrfach aufwendig umbauen zu müssen. Bei Physical AI kommt hinzu, dass Simulation als Trainingsumgebung für Reinforcement‑Learning‑ und Motion‑Planning‑Algorithmen dient („sim‑to‑real“). Policies werden vor der Übertragung z. B. auf reale Roboter zunächst in der Simulation trainiert. Hierdurch verlagern sich gefährliche oder teure Lernphasen von der realen Produktionsumgebung auf den Bildschirm.
  • Digital Twin: Ein Digital Twin ist weitaus mehr als ein statisches Modell. Als virtuelles Abbild des realen Systems erhält er kontinuierlich Echtzeitdaten aus SPS, Sensorik und Aktorik und verhält sich somit synchron zu einer Anlage. Durch Kombination mit KI ermöglicht ein Digital Twin bspw. eine prädiktive, zustandsorientierte Instandhaltung, die laufende Optimierung von Taktzeiten und Energieverbräuchen sowie ein sicheres Testen neuer Strategien, bevor diese auf einer realen Anlage umgesetzt werden. Insbesondere im Zusammenhang mit Physical AI wird der Digital Twin zunehmend zur Plattform, auf der kontinuierlich weitergelernt, Erfahrungen gesammelt und entwickelt werden kann, um bspw. Strategien u.a. an geänderte Produkte oder Lastprofile anzupassen, ohne in einen laufenden Betrieb eingreifen zu müssen.
  • Virtuelle Inbetriebnahme: Die Simulation und der Digital Twin werden durch die virtuelle Inbetriebnahme direkt mit der realen Steuerungslogik verbunden. So lassen sich z. B. SPS‑Programme, Robotersteuerungen oder Sicherheitslogiken an ein Simulationsmodell einer Anlage anschließen und dort umfangreich testen, bevor Hardware auf- oder umgebaut werden muss. Diese Vorgehensweise verkürzt Inbetriebnahmen erheblich, reduziert überdies Fehlerrisiken und ermöglicht komplexe KI‑basierte Vision‑ oder Bewegungsfunktionen im Vorfeld unter realitätsnahen Szenarien zu verifizieren. Die virtuelle Inbetriebnahme ist für Physical‑AI‑Systeme entscheidend, denn hier arbeiten die KI‑Modelle, Sensorik‑Konfigurationen und Bewegungsplanung erstmals gemeinsam mit einer echten Steuerungslogik – nur eben in einem von der Realität abgeschotteten Versuchsareal.  Konstrukteure erkennen so zum Beispiel Probleme bei mechanischen Schnittstellen, Toleranzen oder möglichen Taktzeiten sehr frühzeitig und können entsprechende Anpassungen vornehmen, anstelle die Fehler erst nach dem realen Aufbau zu beheben.

Die Bedeutung von Simulation, Digital Twin und virtuelle Inbetriebnahme in der Übersicht:

AspektRolle für Physical‑AI‑SystemeNutzenTypische Einsatzpunkte im Entwicklungsprozess
Simulation (3D-/Prozesssimulation)Virtuelle Abbildung von Roboter, Anlage, Sensorik und ProzesslogikRisikofreies Testen von Layouts, Bahnen, Taktzeiten; schnelle VariantenvergleicheKonzeptphase, Detailkonstruktion, Vorab‑Optimierung von Zellen und Prozessen
Simulation für KI‑Training („sim‑to‑real“)Trainingsumgebung für RL‑Agenten und Motion‑Planning‑AlgorithmenViele Versuche ohne Anlagenschäden, Abdeckung seltener Szenarien, verkürzte LernzeitEntwicklung von Policies für Handling, Navigation, Fügen
Digital Twin (virtuelles Spiegelbild)Laufzeit‑fähiges, datengetriebenes Abbild der realen AnlagePrädiktive Instandhaltung, laufende Taktzeit‑ und Energieoptimierung, abgesicherte Strategie‑TestsBetrieb, kontinuierliche Optimierung, Änderungs‑ und Retrofit‑Projekte
Digital Twin für KI‑WeiterlernenPlattform, auf der KI‑Modelle mit Echtzeit‑ und Historikdaten nachtrainiert und angepasst werdenAnpassung an neue Produkte/Lastfälle ohne ProduktionsrisikoLifecycle‑Phase, Produktwechsel, Varianten‑ und Serienanläufe
Virtuelle Inbetriebnahme (VIBN)Kopplung von realer Steuerungslogik (SPS, Roboter, Safety) mit dem SimulationsmodellDeutlich kürzere Inbetriebnahme‑/Stillstandzeiten, frühzeitige FehlererkennungVor der realen Inbetriebnahme, bei größeren Umbauten und Neuanlagen
VIBN für Physical‑AI‑FunktionenGemeinsamer Test von KI‑Modellen, Vision‑Systemen, Bewegungsplanung und Steuerung im „Sandkasten“Validierung von Sensor‑Positionen, Sichtfeldern, Taktzeiten und Sicherheitsfunktionen vor dem AufbauIntegration von AI‑Vision, kollaborativer Robotik und adaptiven Bewegungen
Beitrag für die KonstruktionDurchgängige virtuelle Kette von CAD → Simulation → Digital Twin → VIBNFrühe Validierung von Mechanik‑/Sensor‑Schnittstellen, weniger Umbauten, besser planbare InbetriebnahmeGesamtprozess von der Konzept‑ bis zur Betriebsphase

Wie verändert Physical AI das Aufgabenprofil in der Konstruktion?

Das Aufgabenprofil in der Konstruktion bewegt sich mit Physical AI weg vom reinen Fokus etwa auf den Entwurf von Geometrien und Baugruppen sowie deren Auslegung hin zu einem integrierten System‑ und Verhaltensentwurf.

Konstrukteure definieren daher zunehmend nicht nur Formen und Toleranzen, sondern auch Freiheitsgrade, Sensorik‑Schnittstellen und Rahmenbedingungen für das spätere Systemverhalten (Policies – Regeln, Leitlinien, etc. –, Bewegungslogik, Grenzen), das mit Simulation und Digital Twin trainiert wird. Routineaufgaben wie Variantenableitungen, Layout‑Optimierung oder Voranalysen werden schrittweise automatisiert, damit sich Konstrukteure intensiver auf die Definition der Anforderungen, Validierung von KI‑Vorschlägen, Risikobetrachtung und die Integration von Mechanik, Elektronik und Intelligenz in Form von KI konzentrieren können.

  • Vom CAD-Modell zum Verhaltensentwurf
    CAD bleibt weiterhin wichtig, wird aber stärker mit Simulations‑ und Verhaltensmodellen verknüpft: Die Geometrie liefert die Basis für MKS‑, FEA‑ und Robotersimulation, auf denen später KI‑Policies trainiert werden.  
    Durch KI‑gestützte CAD‑ und Simulationswerkzeuge verlagert sich ein Teil der Detailarbeit (Optimierung, Varianten, Topologie‑Optimierung) zu Assistenzsystemen, während sich die Aufgabe von Konstrukteuren in Richtung Zielformulierung und Bewertung bewegt.
  • Neue Aufgaben und Fähigkeiten
    Konstrukteure müssen mit Physical AI mehr denn je das Zusammenspiel zwischen Sensorik, Aktorik und KI‑Algorithmen verstehen, um in einer Anwendung das gewünschte Verhalten zu erzeugen. Aufgaben verlagern sich vermehrt hin zu Fragestellungen wie „Was soll das System können?“ (Szenarien, Randbedingungen, Safety Cases), während KI‑ und Optimierungstools für konkrete Designvarianten sorgen.
    Mechatronische und Physical‑AI‑Systeme erfordern es zudem, dass Mechanikkonstruktion, Steuerungs‑/Robotik‑Software und Daten- sowie KI‑Teams gemeinsame Modelle und Schnittstellen nutzen.
    Hinzu kommt, dass mit Physical AI ein „Engineering Judgment“, also das fachliche Urteilsvermögen eines Konstrukteurs, immer wichtiger wird, da die Vorschläge von generativen Design‑ und KI‑Tools letztendlich von Personen geprüft und verantwortet werden müssen.
  • Praktische Veränderungen im Arbeitsalltag
    Konstrukteure werden mehr Zeit mit Simulationsumgebungen und Digital Twins verbringen als mit klassischem CAD. Ihre Aufgabe ist es, frühzeitig alternative Kinematiken, Sensorpositionen und Bewegungsstrategien zu testen.
    Im Arbeitsalltag werden vermehrt KI‑Assistenten genutzt, die etwa Modelländerungen, Layout‑Optimierungen und die Erstellung von Berichten automatisieren.
    Letztendlich entstehen damit auch neuer Rollenprofile wie etwa „AI‑unterstützte/r Design Engineer“, „Mechatronics/Physical‑AI‑Engineer“ oder „Digital‑Twin‑Engineer“, in denen Software‑, Daten‑ und Systemverständnis explizit gefordert sind.[6]

Die Veränderungen und damit verbundenen konkreten Tätigkeiten auf einen Blick:

Aspekt / AufgabeVeränderung durch Physical AIKonkrete Tätigkeiten in der Konstruktion
Fokus der ArbeitVon reiner Geometrie‑/Bauteilkonstruktion hin zu System‑ und VerhaltensentwurfDefinition von Arbeitsräumen, Szenarien, Randbedingungen, gewünschten Bewegungsstrategien
CAD‑ModellVom statischen 3D‑Modell zum Ausgangspunkt für Simulation, Digital Twin und KI‑TrainingModellierung mit Fokus auf Kinematik, Kollisionsräume, Sensor‑Sichtfelder, Nachgiebigkeit
Zusammenarbeit mit Software / KIStärkere Verzahnung von Mechanik, Steuerungs‑/Robotik‑Software und Data ScienceGemeinsame Modelle und Schnittstellen definieren, Anforderungen an Policies und KI‑Funktionen formulieren
Einsatz von Simulation & Digital TwinRoutine: Virtuelle Tests von Mechanik, Layout und Verhalten vor realem AufbauVarianten in Simulation prüfen, Einfluss von Kinematik/Sensorik auf Verhalten im Digital Twin bewerten
Rolle von KI‑Tools im DesignKI übernimmt Teile der Detailarbeit (Optimierung, Varianten, Topologie‑Vorschläge)Ziele/Constraints definieren, KI‑Vorschläge bewerten, auswählen und verantworten
AnforderungsarbeitWeg von Einzelmaßen, hin zu funktionalen und verhaltensorientierten AnforderungenFormulierung von Leistungs‑, Sicherheits‑ und Verhaltensanforderungen (z.B. „robustes Fügen“, „Co‑Bot‑Szenarien“)
KompetenzprofilErgänzung klassischer Mechanik‑Kompetenz um Systemdenken, Daten‑ und Software‑VerständnisGrundverständnis von Sensorik, Aktorik, Regelung, KI‑Workflow, „Sim‑to‑Real“
Neue RollenbilderEntstehung spezialisierter Profile rund um Physical AIz. B. „Mechatronics/Physical‑AI‑Engineer“, „Digital‑Twin‑Engineer“, „AI‑unterstützte/r Design Engineer“
Verantwortung und ValidierungMehr Verantwortung für Bewertung und Absicherung von KI‑gestützten EntwürfenReview von KI‑Designs, Risikobetrachtung (Safety, Robustheit), Dokumentation von Annahmen und Grenzen

Welche neuen Konstruktionsprinzipien ergeben sich durch Physical AI?

Mit Physical AI gestalten Konstrukteure nicht mehr nur „eine Maschine“, sondern eine updatefähige Plattform, auf der Sensorik, Aktorik und KI‑Funktionen über Jahre hinweg getauscht, erweitert und optimiert werden können. Um lernfähige Systeme sicher, skalierbar und wirtschaftlich zu betreiben, sind neue Konstruktionsprinzipien notwendig, die modulare Hardware, klar separierte Sicherheitsfunktionen, wartungsfreundliche Designs und explizite Retrofit‑Fähigkeit von Anfang an einbeziehen und berücksichtigen.[7]

Dies bedeutet für konstruktive Maßnahmen:

Prinzip / FokusKerngedanke für Physical‑AI‑SystemeTypische konstruktive Maßnahmen
ModularitätFunktionen und Baugruppen klar trennen, sodass sie unabhängig entwickelt, geprüft und getauscht werden können.Mechanische Module (Basis, Achsen, Greifer, Sensorrails), standardisierte Flansche, Steckverbinder und Kommunikations‑Schnittstellen vorsehen.
Schnittstellen & InteroperabilitätEinfache Erweiterbarkeit um neue Sensoren, Aktoren und Rechenmodule über den gesamten Lebenszyklus.Einheitliche Einbauraster, definierte Kabelwege, Platzreserven, Nutzung gängiger Bus‑/Netzwerkstandards, dokumentierte Interface‑Spezifikationen.
Sicherheit (Safety‑Schichten)KI‑Funktionen dürfen sicherheitsrelevante Ebenen nicht kompromittieren; Guardrails bleiben eigenständige Module.Physische Endanschläge, sichere Bremsen, Hardware‑Not‑Stop, separate Safety‑Steuerung, klare Trennung von „Brain“ und Safety‑Kette.
Defense‑in‑DepthMehrere Sicherheitsbarrieren kombinieren, um Fehlverhalten der KI abzufangen.Kombination aus mechanischen Begrenzern, sicheren Zonen, taktilen/Proximity‑Sensoren, sicheren Geschwindigkeits‑/Kraftgrenzen.
WartungsfähigHäufig zu wartende Teile schnell zugänglich, ohne große Demontage.Service‑Klappen, modulare Baugruppen, gut erreichbare Verschraubungen, eindeutige Steckerlagen, klare Kennzeichnung und Dokumentation.
DiagnosefähigkeitZustände von Sensorik, Aktorik und KI‑Modulen müssen im Betrieb prüf‑ und interpretierbar sein.Zusätzliche Diagnose‑Sensoren, Testpunkte, Status‑LED/Displays, Service‑Ports, Platz für spätere Diagnosetools einplanen.
Retrofit‑FähigkeitBestehende Maschinen sollen sich mit KI‑Funktionen nachrüsten und erweitern lassen.Adapterplatten, modulare Greifer‑/Sensor‑Träger, freie Montageflächen, Reserven bei Energie‑ und Netzwerkkapazität, Kabelführung mit Reserve.
Upgrade‑StrategieHardware so auslegen, dass KI‑Rechner, Sensoren oder Safety‑Module ohne Neukonstruktion getauscht werden können.Steckbare Rechenmodule, Schienensysteme im Schaltschrank, redundante / skalierbare Netzteile, standardisierte Rack‑/Panelgrößen.
Co‑Design Mechanik/KIMechanik so gestalten, dass KI‑Regelung robust und effizient arbeiten kann.Kinematik, Nachgiebigkeit, Massen und Eigenfrequenzen auf typische KI‑Bewegungsprofile abstimmen, gute Sensor‑Sicht und Signalqualität sicherstellen.
Dokumentation & GovernanceÄnderungen an Modulen und KI‑Funktionen müssen nachvollziehbar und auditierbar sein.Durchgängige Modul‑/Versionsdokumentation, Stücklisten mit KI‑/Software‑Stand, klar definierte Freigabeprozesse und Änderungslogik.

Welche Anwendungsfelder zeichnen für Physical AI ab?

Es gibt bereits einige spezifische Anwendungsfelder, in denen sich Physical AI einsetzen lässt, hier einige wenige Beispiele: 

  • In der Fertigung können Physical‑AI‑Systeme vor allem für adaptive Prozesse wie Schraub‑ und Fügeoperationen, Schweißen, flexible Greifaufgaben und KI‑basierte Inline‑Qualitätsprüfung eingesetzt werden, die Variantenvielfalt und Toleranzen in Echtzeit ausgleichen.
  • In der Montage sind kollaborative und mobile Manipulatoren hilfreich, um Werker bei ergonomisch ungünstigen oder hochvarianten Tätigkeiten zu unterstützen, etwa beim geordneten Verlegen und Führen von Kabeln, beim Handling nicht exakt positionierter Teile oder bei kombinierten Prüf‑ und Montageaufgaben.
  • In der Intralogistik dominieren autonome mobile Roboter (AMR) und KI‑gestützte Pick‑&‑Place‑Systeme, die etwa die Kommissionierung, den innerbetrieblichen Materialfluss sowie das Be‑ und Entladen von Lkw oder Maschinen übernehmen können und sich hierbei jeweils dynamisch an wechselnde Layouts und Auftragslagen anpassen. Typische Einsatzfelder sind der Lager‑ und Behältertransport, die automatisierte Nachschubversorgung von Linien, die KI‑basierte Sortierung und hybride AMR‑/Cobot‑Zellen für den Transport kombiniert mit einer visuellen Inspektion.[8]

Vor- und Nachteile von Physical AI aus Sicht von Konstruktion, Produktion und Management

Bei allen Vorteilen, die sich aus Sicht der Konstruktion ergeben, wie etwa höhere Flexibilität, Produktivität und mehr Konstanz in der Qualität, bringt Physical AI jedoch auch mehr Systemkomplexität, Validierungsaufwand und vor allem neue Sicherheits‑ sowie Haftungsfragen mit sich. Hier die wesentlichen Vor- und Nachteile gegenübergestellt.[9]

PerspektiveVorteile aus Sicht der KonstruktionNachteile / Risiken aus Sicht der Konstruktion
FlexibilitätKI‑gestützte Roboter/Zellen können Varianten, Lage‑ und Toleranzschwankungen ausgleichen; Kleinserien werden automatisierbar.Höhere Systemkomplexität in Mechanik, Sensorik, Aktorik und Software; mehr Abstimmungsaufwand im Engineering.
Produktivität & Qualität24/7‑Betrieb, reproduzierbare Bewegungen, KI‑basierte Inline‑Qualitätsprüfung und weniger Ausschuss.Fehlerbilder schwerer vorab vollständig erfassbar; Debugging über mehrere Domänen hinweg erforderlich.
Engineering & SimulationDigital Twin und virtuelle Inbetriebnahme ermöglichen frühe Tests von Kinematik, Sensorpositionen und Safety‑Konzepten.Höherer initialer Aufwand für Modelle, Toolchain und Daten; neue Skills und Methoden in der Konstruktion nötig.
Sicherheit & ReliabilityEntlastung von gefährlichen Tätigkeiten, bessere Überwachung, laufende Zustandsdiagnose und Predictive Maintenance.Validierung lernender Systeme (nicht vollständig deterministisch) deutlich anspruchsvoller, Haftungsfragen offen.
Kosten & LifecyclePlattformartige Systeme können über Software‑ und Modul‑Upgrades länger genutzt werden.Hohe Anfangsinvestitionen, Aufwand für Modell‑Updates und Wartung, mögliche Hersteller‑ und Technologie‑Lock‑ins.
 

Quellen zur Recherche

[1] ENCORD: „What is Physical AI? Definition, Examples, and Uses“, auf: encord.com, URL: https://encord.com/blog/physical-ai/, (Abgerufen am: 24.07.2026);
IBM: „What is physical AI?“, auf: ibm.com, URL: https://www.ibm.com/think/topics/physical-ai, (Abgerufen am: 24.07.2026);
NVIDIA: „What is Physical AI?“, auf: nvidia.com, URL: https://www.nvidia.com/en-us/glossary/generative-physical-ai/, (Abgerufen am: 24.07.2026);
TALBOTWEST: „Physical AI: Where gen AI, natural language, and robotics meet in the physical world“, auf: talbotwest.com, URL: https://talbotwest.com/ai-insights/what-is-physical-ai, (Abgerufen am: 24.07.2026);
UTWENTE: „Mechatronics & Physical AI“, auf: utwente.nl, URL: https://www.utwente.nl/en/education/master/programmes/robotics/specialisations/mechatronics-physical-ai/, (Abgerufen am: 24.07.2026).
 

[2] HANNOVERMESSE: „From Perception to Physical Reality“, auf: hannovermesse.de, URL: https://www.hannovermesse.de/en/news/news-articles/from-perception-to-physical-reality, (Abgerufen am: 24.07.2026);
IESE: „Engineering Physical AI: How Digital Twins and Simulation are redefining Embedded Intelligence“, auf: iese.fraunhofer.de, URL: https://www.iese.fraunhofer.de/blog/physical-ai/, (Abgerufen am: 24.07.2026);
NVIDIA: „What is Physical AI?“, auf: nvidia.com, URL: https://www.nvidia.com/en-us/glossary/generative-physical-ai/, (Abgerufen am: 24.07.2026);
TALBOTWEST: „Physical AI: Where gen AI, natural language, and robotics meet in the physical world“, auf: talbotwest.com, URL: https://talbotwest.com/ai-insights/what-is-physical-ai, (Abgerufen am: 24.07.2026);
WARECONN: „Industry News“, auf: wareconn.com, URL: https://www.wareconn.com/IndustryNews/what-is-physical-ai-changing-manufacturing/en_us, (Abgerufen am: 24.07.2026).
 

[3] IBM: „What is physical AI?“, auf: ibm.com, URL: https://www.ibm.com/think/topics/physical-ai, (Abgerufen am: 27.07.2026).
IESE: „Engineering Physical AI: How Digital Twins and Simulation are redefining Embedded Intelligence“, auf: iese.fraunhofer.de, URL: https://www.iese.fraunhofer.de/blog/physical-ai/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
IMPACTIVE-AI: „The Future of Manufacturing to be Transformed by Physical AI Technology“, auf: impactive-ai.com, URL: https://www.impactive-ai.com/en/en-tech/physical-ai-will-transform-the-future-of-manufacturing, (Abgerufen am: 27.07.2026);
IQT: „library“, auf: iqt.org, URL: https://www.iqt.org/library/what-is-physical-ai-a-definition-and-framework, (Abgerufen am: 27.07.2026);
NVIDIA: „What is Physical AI?“, auf: nvidia.com, URL: https://www.nvidia.com/en-us/glossary/generative-physical-ai/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
PMC: „Exploring Embodied Intelligence in Soft Robotics: A Review“, auf: pmc.ncbi.nlm.nih.gov, URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11047907/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
ROBOTICS-INSTITUTE-GERMANY: „Embodied & Physical AI in Focus: Insights from SPICE #5“, auf: robotics-institute-germany.de, URL: https://robotics-institute-germany.de/embodied-physical-ai-in-focus-insights-from-spice-5/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
TALBOTWEST: „Physical AI: Where gen AI, natural language, and robotics meet in the physical world“, auf: talbotwest.com, URL: https://talbotwest.com/ai-insights/what-is-physical-ai, (Abgerufen am: 27.07.2026);
THOUGHTMINDS: „Physical AI: Bringing LLMs into the Warehouse & Lab“, auf: thoughtminds.ai, URL: https://thoughtminds.ai/blog/physical-ai-bringing-llms-into-warehouse-&-lab, (Abgerufen am: 27.07.2026);
UTWENTE: „Mechatronics & Physical AI“, auf: utwente.nl, URL: https://www.utwente.nl/en/education/master/programmes/robotics/specialisations/mechatronics-physical-ai/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
WARECONN: „Industry News“, auf: wareconn.com, URL: https://www.wareconn.com/IndustryNews/what-is-physical-ai-changing-manufacturing/en_us, (Abgerufen am: 27.07.2026);
WEFORUM.ORG: „Physical AI is changing manufacturing – here's what the era of intelligent robotics looks like“, auf: www.weforum.org, URL:  https://www.weforum.org/stories/2025/09/what-is-physical-ai-changing-manufacturing/, (Abgerufen am: 27.07.2026).
 

[4] AIWISE.COM.AU: „AI vs. Traditional Automation: What’s the Difference?“, auf: aiwise.com.au:  https://aiwise.com.au/ai-vs-traditional-automation-whats-the-difference/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
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DELOITTE: „AI goes physical: Navigating the convergence of AI and robotics“, auf: deloitte.com, URL: https://www.deloitte.com/us/en/insights/topics/technology-management/tech-trends/2026/physical-ai-humanoid-robots.html, (Abgerufen am: 27.07.2026);
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VIACT: „Physical AI vs. Traditional AI: Why the Future of Safety Is Moving to the Edge“, auf: viact.ai, URL: https://www.viact.ai/post/physical-ai-vs-traditional-ai, (Abgerufen am: 27.07.2026).
 

[5] IBM: „What is physical AI?“, auf: ibm.com, URL: https://www.ibm.com/think/topics/physical-ai, (Abgerufen am: 27.07.2026).
BISINFOTECH: „How AI Hardware, Sensors, and Actuators Form the Core of Robotic Intelligence“, auf: bisinfotech.com, URL: https://www.bisinfotech.com/how-ai-hardware-sensors-and-actuators-form-the-core-of-robotic-intelligence, (Abgerufen am: 27.07.2026);
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TPS-ELEKTRONIK: „Mechatronics and Robotics Guide: Modern Automation Technologies Explained“, auf: tps-elektronik.com, URL: https://tps-elektronik.com/en/mechatronics-and-robotics-guide/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
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[6] ALTAIR: „How is AI transforming engineering?“, auf: altair.com, URL: https://altair.com/blog/articles/ai-for-engineering-design, (Abgerufen am: 27.07.2026);
AUTOMATE.ORG: „Mechatronics Part II: Putting Model-Based Design to Work“, auf: automate.org, URL https://www.automate.org/motion-control/industry-insights/mechatronics-part-ii-putting-model-based-design-to-work, (Abgerufen am: 27.07.2026);
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NEURALCONCEPT: „Will AI Replace Mechanical Engineers? Risks and Opportunities“, auf: neuralconcept.com, URL: https://www.neuralconcept.com/post/will-ai-replace-engineers, (Abgerufen am: 27.07.2026);
PRV-ENGINEERING.CO.UK: „AI Impact on Engineering Jobs: What Engineers Need to Know Right Now“ auf: prv-engineering.co.uk, URL: https://www.prv-engineering.co.uk/ai-impact-on-engineering-jobs-what-engineers-need-to-know-right-now/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
TRUEMECHANICAL.COM: „The Role of AI in Mechanical Design“, auf: truemechanical.com, URL: https://truemechanical.com/resources/the-role-of-ai-in-mechanical-design, (Abgerufen am: 27.07.2026);
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[7] ARIA: „the future of robotics modularity and interoperability (PDF-Dokument)“, auf: aria.org.uk, URL: https://www.aria.org.uk/media/skbgnqaq/the-future-of-robotics-modularity-and-interoperability.pdf, (Abgerufen am: 27.07.2026);
ARXIV: „Framework Overview“, auf: arxiv.org, URL: https://arxiv.org/html/2506.21628v1, (Abgerufen am: 27.07.2026);
ARXIV: „Electrical Engineering and Systems Science > Systems and Control“, auf: arxiv.org, URL: https://arxiv.org/abs/2602.04056v1, (Abgerufen am: 27.07.2026);
PMC: „Mechatronic Device Control by Artificial Intelligence“, auf: pmc.ncbi.nlm.nih.gov, URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10346984/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
SEGOLDMINE: „Design for Maintainability Principles, Modularity and Rules“, auf: segoldmine.ppi-int.com, URL: https://segoldmine.ppi-int.com/node/69590, (Abgerufen am: 27.07.2026);
TI: „Designing Functionally Safe and AI Enabled Robotics Systems with TI Processors“ (PDF-Dokument)“, auf: ti.com, URL: https://www.ti.com/lit/sbaa733, (Abgerufen am: 27.07.2026).
 

[8] CELLUMATION: „Revolutionizing Material Flow: The Impact of Robotics in Intralogistics“, auf: cellumation.com, URL: https://cellumation.com/magazine/robotics/efficiency-through-robotics-in-intralogistics/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
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IPA: „Automated Intralogistics, Manufacturing and Assembly Systems“, auf: ipa.fraunhofer.de, URL: https://www.ipa.fraunhofer.de/en/business-solutions/automated-intralogistics-manufacturing-and-assembly-systems.html, (Abgerufen am: 27.07.2026);
REPORTS: „WEF Physical AI Powering the New Age of Industrial Operations 2025 (PDF-Dokument)“, auf: reports.weforum.org, URL: https://reports.weforum.org/docs/WEF_Physical_AI_Powering_the_New_Age_of_Industrial_Operations_2025.pdf, (Abgerufen am: 27.07.2026);
ZUEHLKE: „Physical AI in the industrial sector: From automation to intelligent action“, auf: zuehlke.com, URL: https://www.zuehlke.com/en/insights/physical-ai-in-the-industrial-sector-from-automation-to-intelligent-action, (Abgerufen am: 27.07.2026).
 

[9] BLOGS: „Part 2: How Digital Twins Help Scale Up Industrial Robotics AI“, auf: blogs.sw.siemens.com, URL: https://blogs.sw.siemens.com/tecnomatix/part-2-how-digital-twins-help-scale-up-industrial-robotics-ai/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
CTC: „The impact of Artificial Intelligence on Mechanical Engineering - CTC“, auf: ctc.edu.za, URL: https://www.ctc.edu.za/engineering/the-impact-of-artificial-intelligence-on-mechanical-engineering/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
DIGITALDEFYND: „15 Pros & Cons of Physical AI [2026]“, auf: digitaldefynd.com, URL: https://digitaldefynd.com/IQ/pros-cons-of-physical-ai/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
IESE: „Engineering Physical AI: How Digital Twins and Simulation are redefining Embedded Intelligence“, auf: iese.fraunhofer.de, URL: https://www.iese.fraunhofer.de/blog/physical-ai/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
TECHAHEADCORP: „Physical AI in Manufacturing: Safely Connecting AI to Real-World Systems.“, auf: techaheadcorp.com, URL: https://www.techaheadcorp.com/blog/physical-ai-in-manufacturing/, (Abgerufen am: 27.07.2026);
VIACT: „Physical AI vs. Traditional AI: Why the Future of Safety Is Moving to the Edge“, auf: viact.ai, URL: https://www.viact.ai/post/physical-ai-vs-traditional-ai, (Abgerufen am: 27.07.2026);
WARECONN: „Industry News“, auf: wareconn.com, URL: https://www.wareconn.com/IndustryNews/what-is-physical-ai-changing-manufacturing/en_us, (Abgerufen am: 27.07.2026);
WEFORUM.ORG: „Physical AI is changing manufacturing – here's what the era of intelligent robotics looks like: auf: weforumm.org, URL: https://www.weforum.org/stories/2025/09/what-is-physical-ai-changing-manufacturing/, (Abgerufen am: 27.07.2026).