Robotik Tauchroboter putzt Muscheln und Algen vom Bootsrumpf

Von Jan Vollmuth 2 min Lesedauer

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Italienische Konstrukteure haben einen ferngesteuerten Tauchroboter entwickelt, der Bootsrümpfe von Algen, Muscheln und Seepocken befreit. Damit der Roboter dauerhaft unter Wasser arbeiten kann, nutzen die Entwickler schmierfreie Polymergleitlager von Igus.

Damit Bootsrümpfe sauber bleiben: Der Unterwasserroboter KeelCrab nutzt schmierfreie Polymerlager von igus für einen wartungsarmen und korrosionsfreien Einsatz im Salzwasser. (Bild:  Igus SE & Co. KG / KI-unterstützt)
Damit Bootsrümpfe sauber bleiben: Der Unterwasserroboter KeelCrab nutzt schmierfreie Polymerlager von igus für einen wartungsarmen und korrosionsfreien Einsatz im Salzwasser.
(Bild: Igus SE & Co. KG / KI-unterstützt)

Das Grauen eines jeden Bootsbesitzers: Algen, Muscheln und Seepocken, die vor jedem Saisonstart vom Rumpf entfernt werden müssen. Der ferngesteuerte Tauchroboter namens Keel Crab des italienischen Unternehmens Aeffe soll diese Arbeit künftig im Nu erledigen. Dazu wird der Keel Crab einfach ins Wasser gesetzt und dann mittels Joystick und Kameraunterstützung über den Bootsrumpf gesteuert, während die zwei Bürsten des Tauchroboters mühelos die dortigen Ablagerungen entfernen.

Weniger mühelos hingegen war die Konstruktion des Keel Crab, Stichwort: Fortbewegung unter Wasser und über Kopf. Dazu mussten die Konstrukteure einen unterwassertauglichen Antrieb entwickeln, der diesen Anforderungen gerecht wird. Sie entschieden sich für eine Unterdruckpumpe, mit der sich der Roboter am Rumpf festsaugt, und zwei Raupenketten. „Hier war die Lagerung der vier Antriebsrollen ein echtes Problem“, erinnert sich Mattia Pagani, Entwicklungsingenieur bei Aeffe. „Wir suchten für den Unterwassereinsatz eine möglichst ausfallsichere und wartungsarme Lösung, die gleichzeitig das Gewicht des Roboters nicht zu sehr erhöhte.“ Die Lösung für die Lagerung der vier Antriebsrollen fanden die Entwickler schließlich in Gleitlagern aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur X von Igus.

Eine Herausforderung für konventionelle Lagerungen

Ein Einsatz unter Wasser stellt für viele konventionelle Lagerungen eine Herausforderung dar. „Klassische geschmierte Wälzlager kamen wegen der Korrosionsgefahr nicht infrage“, erklärt Mattia Pagani. Die aus Hochleistungspolymeren gefertigten Igus Gleitlager sind hingegen korrosionsfrei. Ein weiterer Vorteil: Anders als viele Standardkunststoffe nimmt der Werkstoff Iglidur X nur sehr wenig Feuchtigkeit auf. Die Lager bleiben maßhaltig, selbst im kontinuierlichen Kontakt mit Süß- oder Salzwasser. „Das ist eine wesentliche Voraussetzung für den dauerhaft zuverlässigen Unterwassereinsatz unseres Roboters.“

Doch nicht nur die Korrosionsgefahr spielte eine Rolle bei der Auswahl der Gleitlager für den Antrieb des Roboters. Die Konstrukteure legten gleichzeitig Wert auf ein geringes Gewicht und niedrige Betriebskosten. „Wir dachten kurz an einreihige Radiallager aus rostfreiem Ionox-Stahl mit Abdichtungen, die allerdings zu schwer und zu teuer gewesen wären“, sagt Mattia Pagani. „Die Polymerlager von Igus wiegen aufgrund ihrer geringen Materialdichte rund 80 Prozent weniger als vergleichbare Metalllager.“ Gleichzeitig arbeiten sie dank integrierter Festschmierstoffe dauerhaft trocken. Schmierstoffe entfallen ebenso wie die damit verbundenen Wartungsarbeiten. Mattia Pagani: „Das reduziert die Betriebskosten über die gesamte Einsatzdauer, ein Vorteil, von dem letztlich auch die Betreiber der Roboter profitieren.“

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