Suchen

Datennetze

Aktuell: Sechs Produkte rund um das Thema Datennetze

| Redakteur: Gudrun Zehrer

In unserem aktuellen Themencluster über Datennetze haben wir einige Neuheiten zusammengefasst: Epulse als Cloud-Lösung, smarte Router zur Netzwerküberwachung mit Anomalieerkennung, mittels Fernwartung alle Industrie-PCs im Blick behalten, erweitertes Cloud-Connect-Portfolio, Embedded Box PC für Einstieg in die Welt des IoT sowie digitale Ethernet I/O Module mit LAN Bypass-Schutzfunktion.

Firmen zum Thema

Eplan Eview ermöglicht einen durchgängigen Redlining-Workflow zwischen dem Engineering und den nachgelagerten Prozessen wie Fertigung und Instandhaltung. Projektdaten sind jederzeit in der Cloud verfügbar.
Eplan Eview ermöglicht einen durchgängigen Redlining-Workflow zwischen dem Engineering und den nachgelagerten Prozessen wie Fertigung und Instandhaltung. Projektdaten sind jederzeit in der Cloud verfügbar.
(Bild: Eplan Software & Service)

Cloud-Lösung als Bindeglied in der Zulieferkette

Eplan bietet bereits seit geraumer Zeit Cloud-basierte Systeme an. Das Eplan Data Portal ist etabliert als Hersteller-Bibliothek zum Download von Gerätedaten. Seit Anfang des Jahres erweitert Eplan Eview das Spektrum der Lösungen, mit dem ECAD-Projekte gesichtet, geprüft und per Redlining-Workflow kommentiert werden können. Per Redlining-Funktion können beispielsweise Fertigungsmitarbeiter und Servicetechniker Änderungsinformationen im Schaltplan hinterlegen.

Unter dem Dach von Eplan Epulse wird der begonnene Kurs der agilen Cloud-Entwicklung nun im Diskurs mit Kunden und Partnern fortgesetzt. Das neue Lösungsangebot in Eplan Epulse bildet die Basis für ein komplettes Netzwerk an cloudbasierten Systemen, das Daten und Projekte, Disziplinen sowie Ingenieure weltweit zusammenbringt. Nutzer erhalten über ihren Internetbrowser Zugriff auf Applikationen, welche die bestehende Produktwelt der Eplan Plattform um weiterführende Funktionen entlang der datenbasierten Wertschöpfungskette ergänzen. Dabei ist geplant, dass Eplan Epulse für diverse Dateiformate und Schnittstellen zu Systemen anderer Anbieter offen gestaltet ist.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 8 Bildern

Smarte Router mit Anomalieerkennung

Der Hersteller für industrielle Datenkommunikation und Vernetzung Insys Icom und das Netzwerksicherheitsunternehmen Rhebo präsentieren ihre gemeinsame Lösung für die sichere und stabile Kommunikation, Datenerfassung und Datenverarbeitung in Industrienetzwerken.

Die zunehmende Vernetzung im Bereich der Produktionsnetze (OT) erfordert eine durchgängige Netzwerküberwachung mit Anomalieerkennung. Nur so sollen neben bereits bekannten Angriffsmustern auch unbekannte und versteckte Sicherheitsvorfälle sowie technische Fehlerzustände zuverlässig erkannt werden können. Router als Schnittstelle zwischen Maschinen, Anlagen, Firmennetzen oder Leitstellen eignen sich, um diese Funktionalität zu implementieren. Mit den VPN-Routern und IoT-Gateways von Insys Icom lässt sich zudem eine Vielzahl von Anwendungsfällen wie Fernwartung, Zustandsüberwachung und Security Monitoring in der OT (Operational Technology) umsetzen.

Betreiber von Steuerungsnetzen können direkt über die smarten Router den Datenverkehr aufzeichnen, der hinter dem Router stattfindet. Die Daten werden dann stark komprimiert an die Anomalieerkennung Rhebo Industrial Protector geschickt, um unbekannte Cybervorfälle und technische Fehlerzustände zu identifizieren. Das soll die Möglichkeiten der Kunden um eine wichtige IT-Sicherheitsfunktion erweitern.

Alle Industrie-PCs auf einen Blick

Fernwartung soll IT-Administratoren die Wartung von Noax Industrie-PCs erleichtern. So können wichtige technische Parameter über das Netzwerk an zentralen Stellen zur Überwachung angezeigt werden.

Industrie-PCs der Firma besetzen zentrale Schaltstellen entlang der Produktionskette: Sie überwachen und steuern Fertigungsmaschinen, erfassen Betriebsdaten, übertragen Informationen an die ERP-Systeme oder unterstützen die Logistik. Da sie wichtige Aufgaben im Betriebsablauf übernehmen, kommt es entscheidend auf ihre Zuverlässigkeit und Betriebsbereitschaft an, so das Unternehmen.

Um diese noch weiter zu erhöhen, bietet der Hersteller seinen Kunden die Möglichkeit der Fernwartung. Parameter, wie z. B. die Betriebstemperatur oder die Smart-Daten der Festplatte bzw. SSD sind wichtige Parameter, die anzeigen, ob der Industrie-PC korrekt arbeitet. Deshalb ist es wichtig, diese auch zentral im Blick zu haben. Dank der Verwendung des SNMP-Standards (Simple Network Management Protocol) können IT-Administratoren die Industrie-PCs in bestehende Fernwartungstools einbinden und haben somit die gesamte IT im Blick. Erforderliche Wartungsaufgaben sollen frühzeitig erkannt und erledigt werden.

Vereinfachter IIoT-Datentransfer zu cloudbasierten Lösungen

Mit dem Cloud-Connect-Portfolio möchte Siemens den Datentransfer innerhalb des IIoT (Industrial Internet of Things) zu cloudbasierten Lösungen vereinfachen. Dazu bietet das Unternehmen den Kommunikationsprozessor Simatic CP 1545-1, der für den Einsatz mit Simatic S7-1500 in modernen Automatisierungsumgebungen konzipiert ist. Für die Cloud-Anbindung von Bestandsanlagen bringt der Hersteller zudem das Industrial IoT-Gateway Simatic Cloud-Connect 7 auf den Markt. Mit dem Portfolio sollen Anwender damit die Vorteile cloudbasierter Datenanalysen einfacher nutzen können, um beispielsweise durch Auswertung der Daten im Rahmen von Predictive Maintenance die Verfügbarkeit von Maschinen zu erhöhen – oder als Maschinenbauer neue Vermarktungsmodelle wie Pay-per-Use-Modelle anzubieten, erklärt das Unternehmen.

Anstatt jeden einzelnen Sensor an die Cloud anzubinden, lassen sich mit der Simatic S7-1500 Felddaten aggregieren und bei Bedarf mit zusätzlichen prozessrelevanten Informationen verknüpfen. Der Kommunikationsprozessor übermittelt diese dann an die Cloud-Plattform. Er verfügt über integrierte SPI (Stateful Packet Inspection) Firewall zum Schutz der S7-1500 vor unberechtigten Zugriffen. Die Projektierung der Cloud-Connect-Funktionalität erfolgt im TIA Portal mit wenigen Eingabemasken.

Für die Anbindung von Bestandsanlagen mit dem Industrial IoT Gateway stehen Anwendern zwei Varianten zur Verfügung: Simatic CC712 ermöglicht die Anbindung einer Simatic S7-300 oder S7-400 über Industrial Ethernet mittels S7-Protokoll. Simatic CC716 unterstützt wiederum den Anschluss von bis zu sieben S7-Steuerungen über Industrial-Ethernet- oder Profibus/MPI-Schnittstelle.

Als Cloud-Protokoll kommt in allen Varianten das offene Message Queuing Telemetry Transport (MQTT)-Protokoll zum Einsatz. Mit diesem etablierten Standard ist ein Datentransfer zu Mindsphere, dem IoT-Betriebssystem von Siemens, sowie zu anderen Cloud-Plattformen möglich.

Embedded Box PC für Einstieg in die Welt des IoT

Mit dem Hygrolion 67 will ICO Innovative Computer aus Diez an der Lahn den Einstieg in die Welt des IoT erleichtern. Mit dem Produkt steht ein robustes, IP67-geschütztes Embedded System zur Verfügung, das sich insbesondere für IoT-Anwendungen eignet. Mit den beiden Gbit Lan-Anschlüsse und bereits integriertem Wlan lässt es sich flexibel in vielen Bereichen der Automatisierungstechnik, der Prozessüberwachung oder anderen Anwendungen im Bereich Industrie 4.0 einsetzen.

Mit seinen Abmessungen von 100 x 115 x 31 mm (BxTxH) lässt sich das Embedded System leicht in das jeweilige Netzwerk integrieren. Zwei Gbit Lan-Anschlüsse und ein zusätzlicher Wlan-Anschluss ermöglichen einen kombinierten Einsatz im Maschinen- und Unternehmensnetzwerk oder einen direkten Zugang zum Internet. Dabei kann es Messdaten sowohl über die beiden integrierten USB-C und USB-A Schnittstellen oder auch über Bluetooth 4.0 entgegennehmen und beispielsweise als IoT Gateway die Daten aufbereiten und an die Cloud Server weitergeben. Zwei zusätzliche Antennen erhöhen die Reichweite des Wlan. Durch die bereits vorhandenen VESA-Befestigungspunkte kann es an Monitoren oder Displays oder aber auch direkt an Wänden oder Maschinen befestigt werden. Ein zusätzlicher Displayport ist für Kontroll- oder Überwachungsaufgaben ebenfalls nutzbar.

Als Prozessor kommt im Produkt ein Intel Celeron N3350 mit einer Taktrate von 1,10 GHz zum Einsatz. Die für die meisten IoT Aufgaben ausreichende Rechenleistung kann der Prozessor aber auch dynamisch auf bis zu 2,40 GHz erhöhen, was auch aufwendige Aufbereitung von Daten ermöglicht. Sein geringer Stromverbrauch erlaubt zusätzlich einen dauerhaften Betrieb mit mobilen Stromversorgungen.

Digitale Ethernet I/O Module mit LAN Bypass und I/O Pair Connection

Ethernet hat sich in der industriellen Fertigung als Standard für die Vernetzung von Anlagen etabliert mit hoher Performance, der Übertragung von großen Datenmengen sowie standardisierter Verkabelung. Die Ethernet I/O Module der ET-2200 Serie von ICPDAS übertragen digitale I/O Signale über das Kommunikationsprotokoll Modbus TCP zur Leitebene. Eine Besonderheit der Module ist der integrierte 2 Port Switch für eine komfortable Reihenverkabelung. Dadurch soll sich Aufwand für Verkabelung im Vergleich zu einer sternförmigen Netzwerkstruktur reduzieren lassen. So sind großflächige Netzwerke über Distanzen von 100 m hinaus möglich.

Ein besonderes Merkmal der Serie ist die Lan Bypass-Schutzfunktion. Fällt ein Modul aus, sorgt Lan Bypass weiterhin für eine zuverlässige Datenkommunikation. Die I/O Pair Connection ist eine Spezialfunktion, darüber lässt sich schnell ein flexibler Feldmultiplexer realisieren. So kann die Information eines digitalen Eingangs von einem Modul direkt auf einen digitalen Ausgang eines anderen Moduls gespiegelt werden.

Der integrierte Webserver bietet neben eines I/O Tests auch weitere Einstellmöglichkeiten, wie z. B. die Konfiguration der Einschaltwerte oder die Einstellung der Safe Values. Zusätzliche Sicherheit bietet die Kabelbrucherkennung.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45954845)