Konjunkturindikatoren Außenhandel wächst, Produktion zeigt leichte Erholung

Quelle: Destatis 2 min Lesedauer

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Die deutschen Exporte und Importe sind im April 2026 weiter gestiegen, der Handelsüberschuss ging jedoch leicht zurück. Gleichzeitig zeigt die Produktion im Produzierenden Gewerbe eine leichte Aufwärtsbewegung, bleibt im Vorjahresvergleich aber unter dem Niveau.

Im April 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber März 2026 kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent und die Importe um 1,2 Prozent gestiegen.(Bild:  Destatis)
Im April 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber März 2026 kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent und die Importe um 1,2 Prozent gestiegen.
(Bild: Destatis)

Im April 2026 sind die deutschen Exporte und Importe weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahmen die kalender- und saisonbereinigten Warenausfuhren gegenüber März 2026 um 0,9 Prozent auf 136,6 Milliarden Euro zu. Die Importe erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent auf 122,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Exporte um 3,6 Prozent, die Importe um 6,2 Prozent.Die Außenhandelsbilanz schloss im April 2026 mit einem Überschuss von 14,5 Milliarden Euro ab, nach 14,7 Milliarden Euro im März 2026 und 16,9 Milliarden Euro im April 2025.

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im April 2026 gegenüber März 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gestiegen.(Bild:  Destatis)
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im April 2026 gegenüber März 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gestiegen.
(Bild: Destatis)

Ein Blick auf die Handelspartner zeigt: 

  • In die EU-Staaten wurden Waren im Wert von 79,1 Milliarden Euro exportiert (+1,0 Prozent zum Vormonat), während Importe aus der EU 61,0 Milliarden Euro erreichten (+0,4 Prozent). 
  • In die Eurozone gingen Exporte im Wert von 54,8 Milliarden Euro (+0,1 Prozent), aus diesen Ländern wurden Waren im Wert von 41,6 Milliarden Euro importiert (+2,2 Prozent). 
  • In Nicht-Euro-Länder der EU stiegen die Exporte um 3,0 Prozent auf 24,3 Milliarden Euro, während die Importe um 3,4 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro sanken.

Positive Entwicklung bei Handel mit Drittstaaten

Der Handel mit Drittstaaten entwickelte sich ebenfalls positiv: Die Exporte stiegen um 0,7 Prozent auf 57,5 Milliarden Euro, die Importe um 2,0 Prozent auf 61,1 Milliarden Euro. Wichtigster Exportmarkt blieben die USA mit 11,4 Milliarden Euro (+1,8 Prozent zum Vormonat, jedoch -12,9 Prozent zum Vorjahr). Die Exporte nach Großbritannien (-9,5 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro) und China (-3,5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro) gingen zurück. Auf der Importseite lag China mit 15,6 Milliarden Euro an erster Stelle (+0,2 Prozent), gefolgt von den USA mit 8,6 Milliarden Euro (+7,6 Prozent), während die Importe aus Großbritannien um 4,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro sanken. 

Leichte Erholung bei der Produktion im Produzierenden Gewerbe

Parallel dazu entwickelte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe leicht positiv. Sie stieg im April 2026 gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 0,4 Prozent. Im Dreimonatsvergleich von Februar bis April 2026 lag die Produktion jedoch um 0,5 Prozent unter dem Niveau der vorangegangenen drei Monate. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank sie kalenderbereinigt um 0,5 Prozent.Wachstumsimpulse kamen insbesondere aus dem Baugewerbe (+2,4 Prozent), der chemischen Industrie (+2,1 Prozent) sowie der Herstellung von Metallerzeugnissen (+1,6 Prozent). 
 

Produktion in Automobilindustrie rückläufig

Dämpfend wirkte hingegen die Automobilindustrie, deren Produktion um 4,7 Prozent zurückging. Die Industrieproduktion ohne Energie und Bau blieb insgesamt unverändert. Dabei legten die Produktion von Vorleistungsgütern (+1,4 Prozent) und Konsumgütern (+1,9 Prozent) zu, während die Produktion von Investitionsgütern um 1,5 Prozent sank. Die Energieerzeugung stieg leicht um 0,2 Prozent.
In den energieintensiven Industriezweigen erhöhte sich die Produktion gegenüber März 2026 um 1,0 Prozent. Im Dreimonatsvergleich lag sie um 2,6 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor und übertraf auch das Vorjahresniveau um 0,9 Prozent.

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