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Automation App Award

Automatisierungs-Apps unter der Lupe: Das sind die besten Apps

| Autor: Katharina Juschkat

Auf der SPS 2019 haben wir zum siebten Mal den Automation App Award verliehen. Nominiert waren insgesamt zwölf App-Entwickler – wir stellen die Gewinner vor.

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Der Automation App Award geht jedes Jahr an die besten Apps für die Automatisierung.
Der Automation App Award geht jedes Jahr an die besten Apps für die Automatisierung.
(Bild: K.Juschkat/elektrotechnik)

Apps erleichtern uns nicht nur den Alltag – auch auf der Arbeit können sie helfen, sei es bei der Produktkonfiguration, bei der Inbetriebnahme, Wartung oder Instandhaltung. So sieht man im Automatisierungsalltag immer mehr Apps, die bei diesen Aufgaben die Anwender unterstützen.

Deshalb sucht die Fachzeitschrift elektrotechnik AUTOMATISIERUNG jedes Jahr die besten Apps für die Automatisierung. Zugelassen waren die unterschiedlichsten Formen: Mobile, Desktop- und Hybrid-Apps sowie Web-Applikationen, Apps für Wearables, Multi-Channel- und IIoT-Anwendungen. Auch individuelle, unternehmenseigene Apps waren zulässig.

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Die Jury wertete alle Apps nach den Kriterien Usability, Relevanz, Nutzwert, Originalität sowie Security aus, die Apps mit dem besten Gesamtergebnis haben gewonnen.

Die fünfköpfige Fachjury besteht aus:

  • Marcus Funk, Geschäftsführer Flyacts GmbH
  • Thomas Riegler, Referent im VDMA Fachverband Software und Digitalisierung
  • Michael Schenk, Director Audience Data Team, Vogel Communications Group
  • Markus Tannert, Produkt Manager Digital Factory Division, Siemens AG
  • Katharina Juschkat, Redakteurin elektrotechnik AUTOMATISIERUNG

Platz 1: Inbetriebnahme und Wartung mit der AR-Brille

Auf den ersten Platz wählte die Jury die App Oculavis Share der Oculavis GmbH. Die App kann über den gesamten Lebenszyklus der Maschine eingesetzt werden, begonnen mit der Inbetriebnahme. Mithilfe einer Augmented-Reality-Brille, die der Anwender vor Ort aufsetzt, kann der zugeschaltete Experte durch die Augen des Anwenders bei Problemen helfen und gezielt Lösungen finden.

Die App hilft sowohl Maschinenbauern wie Anwendern bei der Inbetriebnahme und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen: Maschinenbauer können mit der AR-unterstützten Instandhaltung ein neues Servicemodell anbieten, während Anlagenbetreiber von einem schnelleren und günstigeren Service ohne lange Wartezeiten profitieren.

Damit unterstützt das Produkt den deutschen Maschinenbau im Service weltweit, was zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. Auch werden zukünftig solche digitalen Servicemodelle weiter an Bedeutung gewinnen. Zudem überzeugte die Jury die gute Usability der App, die eine einfache und deutliche Bedienung in den Vordergrund stellt.

Platz 2: Digitaler Assistent für die Instandhaltung

Das Start-up Connectavo bietet mit dem digitalen Assistenten eine intelligente Lösung für die Instandhaltung und erhält dafür den zweiten Platz des App Awards. Der digitale Assistent hilft bei der Problemdiagnose und der Lösungsfindung.

Die Funktion des „Connectavo Guide“ unterstützt den Anwender proaktiv und gibt aus den textbasierten Informationen Lösungsvorschläge für die Diagnose, Lösung und Instandsetzung. Detaillierte Anleitungen geben zudem auch Mitarbeitern mit wenig Erfahrung die Möglichkeit, komplexe Probleme zu lösen.

Gewonnen hat die App, da sie herstellerunabhängig und smart bei Problemfällen angewendet werden kann. Vor allem die gute Usability und der hohe Nutzwert überzeugte die Jury: Übersichtliche und intuitive Bedienoberflächen führen durch Problemfälle, und mit der App lässt sich die gesamte Instandhaltung übersichtlich abbilden und abdecken.

Platz 3: Schnell und individuell Steckverbinder konfigurieren

Mit dem dritten Platz zeichnet die Jury die Webapplikation Combitac von Stäubli aus. Mit der Webapplikation können Anwender übersichtlich modulare Steckverbinder zusammenstellen.

Die App überzeugte die Jury vor allem durch ihre hohe Usability: In übersichtlichen 3D-Modellen können die einzelnen Module völlig individuell geplant und zusammengefügt werden. Produktvorkenntnisse sind kaum nötig, und Fehlerkombinationen werden vom System in der Regel ausgeschlossen. So kann man schnell und übersichtlich das passende Steckverbindersystem zusammenstellen.

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Über den Autor

 Katharina Juschkat

Katharina Juschkat

Redakteurin, Vogel Communications Group