Industrielle Bildverarbeitung

Autonome Maschinenbildverarbeitung schützt Produkt und Werk

| Autor / Redakteur: Yonatan Hyatt* / Ines Stotz

Autonome Maschinenbild-verarbeitungssysteme können vom eigenen Werkspersonal in Minuten anstelle von Wochen oder Monaten installiert werden.
Autonome Maschinenbild-verarbeitungssysteme können vom eigenen Werkspersonal in Minuten anstelle von Wochen oder Monaten installiert werden. (Bild: Inspekto)

Inspekto ist ein Experte für autonome Maschinenbildverarbeitung. Ein neues Konzept mit entsprechender Technologie macht jetzt eine umfassende Qualitätssicherung möglich.

Umfassende Qualitätssicherung bedeutet Qualitätskontrollen in jeder Phase der Fertigungsanlage. Das hört sich zu gut an, um wahr zu sein, doch die Entwicklung der autonomen Maschinenbildverarbeitung als erschwingliche, flexible Technologie, die ohne Systemintegrator auskommt, bedeutet, dass umfassende Qualitätssicherung nun Wirklichkeit geworden ist.

Herkömmliche Bildverarbeitungslösungen sind unflexibel

Das autonome Maschinenbildverarbeitungssystem S70 von Inspekto lässt sich innerhalb von 30 bis 60 Minuten einrichten. Das ist 1.000 Mal schneller als bei einer herkömmlichen Maschinenbildverarbeitungslösung – bei 10 % der Kosten.
Das autonome Maschinenbildverarbeitungssystem S70 von Inspekto lässt sich innerhalb von 30 bis 60 Minuten einrichten. Das ist 1.000 Mal schneller als bei einer herkömmlichen Maschinenbildverarbeitungslösung – bei 10 % der Kosten. (Bild: Inspekto)

Bisher konnten Qualitätsmanager Maschinenbildverarbeitungslösungen lediglich an wichtigen Prüfstellen der Fertigungsanlage installieren, da sie maßgeschneidert werden mussten und zudem teuer und abhängig von Experten waren. Eine herkömmliche visuelle Qualitätssicherungslösung wird speziell für einen bestimmten Standort im Rahmen eines komplexen Projekts maßgefertigt, das vom Systemintegrator geleitet wird. Der Hersteller musste sich bisher für die gesamte Lebensspanne des QS-Projekts auf einen externen Systemintegrator verlassen, da die hierfür erforderlichen Kompetenzen dem eigenen Personal schlichtweg nicht zur Verfügung standen.

Da die Installation der herkömmlichen unflexiblen Lösungen schon für einen einzigen Punkt der Fertigungsanlage dermaßen zeitaufwendig und teuer ist, entscheiden sich Hersteller üblicherweise für die Maschinenbildverarbeitung an den wichtigsten Prüfstellen. Dies ermöglicht dem Unternehmen zwar, fehlerhafte Produkte zu erkennen, bevor sie den Kunden erreichen, und seinen Ruf zu schützen, doch es kann dabei nicht unnötigen Ausschuss vermeiden. Umfassende Qualitätssicherung ermöglicht Qualitätsmanagern die Entfernung eines Produkts aus der Fertigungsanlage, sobald ein Mangel auftritt, d. h., es werden keine weitere Zeit und Kosten in darauffolgende Produktionsabläufe gesteckt, nur um dann am Ende Ausschussware zu erhalten.

Die Einschränkungen, die mit der traditionellen Maschinenbildverarbeitung einhergehen, haben auch zur Folge, dass der Qualitätsmanager davon abgehalten wird, die Datenmenge zu sammeln, die für die Werksoptimierung erforderlich wäre.

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Hat Potenzial: autonome Maschinenbildverarbeitung

Die Einführung der autonomen Maschinenbildverarbeitung hat der umfassenden Qualitätssicherung neue Türen geöffnet. Ein Grund hierfür ist, dass die Systeme zu lediglich einem Zehntel der Kosten einer traditionellen Lösung erhältlich sind. Autonome Maschinenbildverarbeitungssysteme können vom eigenen Werkspersonal in Minuten anstelle von Wochen oder Monaten installiert werden. Und falls der Qualitätsmanager einmal das System an einen anderen Standort verlegt, kann dieses sich schnell eigenständig anpassen – dies wäre bei einer unflexiblen traditionellen Lösung nicht möglich.

Ergänzendes zum Thema
 
Fazit von Yonatan Hyatt, CTO und Mitbegründer von Inspekto:

Die Implementierung, die ohne Systemintegrator auskommt, und die Kostenminderung bedeuten, dass Hersteller sich nicht mehr darauf beschränken müssen, visuelle Qualitätskontrollen lediglich an den wichtigsten Prüfstellen einzusetzen. Stattdessen haben sie die Möglichkeit, visuelle Qualitätssicherung bei Bedarf überall zu nutzen.

Umfassende Qualitätssicherung mit Ursachenanalysen

Neben dem Identifizieren der Fehler können Hersteller zudem Ursachenanalysen durchführen, um herauszufinden, warum diese aufgetreten sind. Bei Nutzung von umfassender Qualitätssicherung können archivierte Daten durchforstet werden, um zu ermitteln, welches Equipment die Ursache des Problems war, was anschließend korrektive Schritte ermöglicht. Dank einer derartigen Werksoptimierung kann der Qualitätsmanager ein zukünftiges Auftreten von Fehlern vermeiden. Hat ein Hersteller visuelle Qualitätssicherung lediglich an den wichtigsten Prüfstellen, ist dies nicht möglich. Er verfügt dann nicht über das Gesamtbild, das erforderlich ist, um seine Fertigungsanlage zu optimieren, d. h., vermeidbare Fehler werden weiterhin auftreten.

S70: tausend Mal schneller eingerichtet

Inspekto das dafür das autonome Maschinenbildverarbeitungssystem S70 auf den Markt gebracht. Es bietet Qualitätssicherungsfunktionen in einem kleinen, vielseitigen Paket und ist für alle Handling-Methoden, Produkttypen und Materialen geeignet, egal welche visuelle QS-Aufgabe erforderlich ist.

Das S70 kann innerhalb von 30 bis 60 Minuten eingerichtet werden. Das ist 1.000 Mal schneller als bei einer herkömmlichen Maschinenbildverarbeitungslösung – und das bei 10 % der Kosten. Das direkt einsatzbereite System bietet eine intuitive Benutzerschnittstelle und kann von einem Mitarbeiter der Produktionsstätte vor Ort installiert werden. Das bedeutet, dass in keiner Phase des kurzen Einrichtungsprozesses und auch danach kein Systemintegrator erforderlich ist. Der attraktive Preis und die einfache Implementierbarkeit ermöglichen Fertigungsanlagen eine Installation an jedem Ort einer Produktionslinie und sogar ein minutenschnelles Neuaufstellen bei einer anderen Produktionslinie zu einem späteren Zeitpunkt.

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Plug and Inspect-Technologie für moderne Produktionsstätten

Das deutsche Inspekto mit israelischer DNA wird von Industrieunternehmen aus der DACH-Region unterstützt. Während der Betaphase installierte das Unternehmen sein System in den Werken führender industrieller Hersteller etwa in Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich. „Das S70 ist ein weltweites Novum – es definiert die Kategorie der autonomen Maschinenbildverarbeitung und führt die Plug and Inspect-Technologie für moderne Produktionsstätten ein“, erklärt Harel Boren, CEO und Mitbegründer von Inspekto. „Dank der Erschwinglichkeit und Unkompliziertheit wird das digitale Werk jetzt Wirklichkeit und ermöglicht das Sammeln von Daten bis hin zu Produktbildern, Metadaten und Mängeln aus dem gesamten Produktionsprozess und in allen Fertigungsstufen. Es bietet eine komplette Archivierung und Verfolgbarkeit und schützt somit sowohl den Fertigungsprozess des Herstellers als auch dessen Kunden vor unerwünschten Ausschüssen bzw. mangelhaften Produkten.“

„Der Markt hat auf die Einführung des S70 gewartet“, fügt Zohar Kantor, VP für Vertrieb bei Inspekto, hinzu. „Hersteller stecken in teuren Verträgen mit Systemintegratoren fest und haben selbst keinen Zugang zu Maschinenbildverarbeitungstechnologien. Das S70 rückt endlich den Hersteller in den Mittelpunkt. Unsere wachsende Zahl an weltweit führenden Kunden bestätigt das. Es sind keine externen Experten, Kameraobjektivwechsel oder Beschaffung weiterer Geräte wie bei einer herkömmlichen Lösung erforderlich, und es müssen weder Produkte zwecks Untersuchung aussondiert noch irgendwelche besondere Strukturen implementiert werden. Indem Hersteller damit in die Lage versetzt werden, ihre visuellen QS-Systeme selbstständig einzurichten, sind sie erstmalig unabhängig und haben die Kontrolle über ihre Qualitätssicherung.“

SEMINARTIPP Die Bildverarbeitung ist eine industrielle Schlüsseltechnologie. Das Seminar „Der Einstieg in die industrielle Bildverarbeitung “ vermittelt das notwendige Wissen, in das Thema einzusteigen.
Weitere Informationen

* Yonatan Hyatt, CTO, Inspekto

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