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Strompreise

Bauernaufstand in Österreich

| Redakteur: Carina Schipper

130.000 kWh Strom braucht der Geflügelhof von Franz Tatschl im Jahr. Eine ganze Menge, aber einen günstigeren Tarif vom Energieversorger bekommt der Bauer nicht. Dagegen geht die Einkaufsgenossenschaft Bestpreis Agrar vor.

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Bauern bezahlen genauso viel für Strom wie Privathaushalte, obwohl sie durchschnittlich die drei- bis zehnfache Menge brauchen.
Bauern bezahlen genauso viel für Strom wie Privathaushalte, obwohl sie durchschnittlich die drei- bis zehnfache Menge brauchen.
(Laubach_Kuhstall unter CC BY-ND 2.0 Lizenz, flickr.com)

In Österreich behandeln Energiekonzerne Landwirte wie Privatverbraucher und dementsprechend hoch sind die Preise. In anderen Branchen mit ähnlichem Bedarf gibt es längst verbilligte Konditionen. Die Bestpreis Agrar und LPV Energiemanagement wollen das jetzt mit Hilfe einer Energiepreisinitiative auch für Landwirte erreichen. Anton Emsenhuber, Vorstand der Bestpreis Agrar setzt dabei auf Masse: „Der Wechsel eines einzelnen Landwirts zu einem anderen Stromlieferanten bringt meist wenig. Nur dann, wenn sich viele Bauern zusammentun, werden die Stromanbieter wirklich attraktive Konditionen bieten.“ Seit Juli läuft die Online-Aktion und Landwirte können sich noch bis 30. September diesen Jahres anmelden.

Einsparpotential für Betriebe jeder Größenordnung

Hannes Valenta, der Geschäftsfüher des Salzburger Energieoptimierungsunternehmens LPV ist positiv eingestellt. Er sieht für alle teilnehmenden Betriebe unabhängig von ihrer Größe Einsparungen von schätzungsweise 15 Prozent. Durch den Zusammenschluss vieler Bauern entsteht eine größere Einkaufsmenge, was zusätzlich den Preis verbessert, so der Experte. Der Weg zur Senkung der Stromkosten führt über vier Schritte:

  • Registrierung im Online-Portal bis zum 30. September 2014
  • Ausschreibung auf zwei Jahre (2015/2016)
  • Information der Landwirte über Preiskonditionen per E-Mail
  • Entscheidung für einen Anbieterwechsel bis zum 02. November 2014

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