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Motor-Feedback-System

Baumer implementiert Einkabeltechnik Hiperface DSL

| Redakteur: Sariana Kunze

Mit der Öffnung der bisher proprietären Schnittstelle Hiperface DSL macht Sick allen Anbietern von Motor-Feedback-Systemen den international gesetzten Standard zugänglich. Nun implementiert der Sensorhersteller Baumer die Einkabeltechnik.

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Die Schnittstelle Hiperface DSL wird von Baumer implementiert. Von links: Rolf Wagner, Sick Stegmann, Dr. Bernd Cordes, Sick Stegmann, Prof. Johann Pohany, Baumer, sowie Dr. Michael Schneider, Baumer.
Die Schnittstelle Hiperface DSL wird von Baumer implementiert. Von links: Rolf Wagner, Sick Stegmann, Dr. Bernd Cordes, Sick Stegmann, Prof. Johann Pohany, Baumer, sowie Dr. Michael Schneider, Baumer.
(Bild: Sick)

Sick hat seine Schnittstelle Hiperface DSL für alle Anbietern von Motor-Feedback-Systemen geöffnet. „Hiperface DSL ist der Standard in der Einkabeltechnik und die weltweit etablierte und langjährig im Feld bewährte Schnittstelle. Es bietet allen beteiligten Marktpartnern technische und wirtschaftliche Vorteile. Zudem erfüllt die digitale Schnittstelle alle Voraussetzungen für die zustandsorientierte Instandhaltung von Maschinen im Umfeld von Industrie 4.0“, beschreibt Dr. Michael Schneider, Leiter Produktmanagement Baumer Motion Control. Auf der Website zu Hiperface DSL finden Anwender und Lizenznehmer Informationen über die Technologie und können sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Zudem gibt es dort auch eine Übersicht der Regler- und Motorenhersteller, die Hiperface DSL im Einsatz haben.

Standard in der Einkabeltechnik

Hiperface DSL entspricht dem Standard RS485 und ermöglicht in Servoantriebssystemen eine robuste, störsichere Datenübertragung zwischen Regler und Motor über zwei Adern, die direkt in das bis zu 100 m lange Motorkabel integriert sind. Äußerlich sind elektrische Antriebe mit Motor-Feedback-Systemen und integrierter Hiperface DSL-Schnittstelle somit daran zu erkennen, dass sie nur noch einen Motorstecker aufweisen. Als Kabel kommen zunehmend Hybridleitungen zum Einsatz, bei denen die Servo- und die Drehgeberleitung miteinander verschmelzen. Zusätzlich werden auch die Signale anderer Sensoren übertragen, die in das digitale Motor-Feedback-Protokoll integriert werden. Spezielle Verfahren und die Verwendung von Pulstransformatoren sorgen dafür, dass das Gebersignal von den Störungen auf dem Motorleistungskabel entkoppelt wird. Die Schnittstelle unterstützt die Funktionalität des elektronischen Typenschilds zur automatischen Reglerparametrierung. Motorkenndaten, Serien- und Artikelnummern sowie weitere Daten werden hier hinterlegt und zur selbstständigen Einstellung des Reglers auf die Parameter des Motors sowie im Servicefall genutzt. Derzeit befindet sich Sick im Gespräch mit weiteren Sensorherstellern.

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