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Hannover Messe 2020 Big Picture der industriellen Transformation

| Redakteur: Ute Drescher

Unter dem Leitthema „Industrial Transformation“ möchte die Hannover Messe 2020 den Blick auf die Chancen und Potenziale richten, die neue Technologien, steigende Datenmengen und ein wachsendes Bewusstsein für den Klimaschutz bringen.

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Unter dem Leitthema „Industrial Transformation“ findet die Hannover Messe vom 20. bis 24. April in Hannover statt.
Unter dem Leitthema „Industrial Transformation“ findet die Hannover Messe vom 20. bis 24. April in Hannover statt.
(Bild: U. Drescher/konstruktionspraxis)

Die Industrie hat die Hebel in der Hand: „Auf der Hannover Messe 2020 zeigen die rund 5500 Aussteller, wie Transformation gelingen kann und wie aus Wandel Wachstum und Fortschritt werden“, verspricht Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG.

Daten: Quelle für Effizienz und Voraussetzung für maschinelles Lernen

Rohstoff und Basis des Wachstums sind Daten. Im Zuge der Digitalisierung steigt die Datenmenge in der industriellen Produktion in gigantische Höhen. Zeitgleich wächst aber auch die Fähigkeit, diese Daten sinnvoll zu interpretieren und gewinnbringend einzusetzen. Köckler: „Der stark wachsende Anteil an Cloud-Anbietern auf der Hannover Messe zeigt, dass wir am Anfang von ganz neuen Entwicklungen stehen.“ So wie die ersten Apps im Jahr 2007 ihren Siegeszug auf jedes Smartphone angetreten hätten, werde die Auswertung von Daten über Cloud oder Edge-Computing in jede Fabrik einziehen.

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Lösungen sind heute vernetzt: Maschinen und Systeme kommunizieren und tauschen autonom Informationen aus, während Software dokumentiert, überwacht und simuliert. Dadurch steigt nicht nur die Effizienz. Daten sind auch die Voraussetzung für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz.

Die Grundlage für die Vernetzung von Maschinen, Produktionsanlagen und Intralogistikprozesse bildet der Ausstellungsbereich Digital Ecosystems. Unternehmen wie Amazon Web Services, Cisco, Google, Huawei, IBM, Intel, Kaspersky, Microsoft, SAP, Siemens PLM oder die Software AG zeigen Softwarelösungen für die flexible Fertigung oder B2B-Plattformen für die Industrie.

5G für die Industrie

In den Hallen 3 und 21 wird ein echtes funktionsfähiges 5G-Netz ein eingerichtet. Sowohl Netzausrüster als auch Anwender zeigen dort, was mit dem neuen Mobilfunkstandard möglich sein wird. Viele Showcases werden dort via 5G-Standard vernetzt sein.

Produktion und Logistik wachsen zusammen

Die Digitalisierung ist schon heute ein wesentlicher Treiber der Intralogistik. Dies beginnt bereits im automatisierten Lager, wo die Abläufe von Softwareprogrammen gesteuert werden, Roboter und fahrerlose Transportsysteme rund um die Uhr eigenständig durch die Hallen navigieren und Waren zur richtigen Zeit in der richtigen Menge zum Zielort bringen. Auch Produktions- und Logistikprozesse werden immer enger miteinander vernetzt, um noch effizienter und flexibler und damit kostengünstiger produzieren zu können. Daher nehmen die Logistik- und Intralogistiklösungen eine zentrale Rolle auf der diesjährigen Hannover Messe ein.

Innovation schützt Klima: Auf dem Weg zur C02-neutralen Produktion

Die industrielle Produktion ist energieintensiv. Daher stehen Ressourceneffizienz, Energieeffizienz und eine CO2-neutrale Produktion seit vielen Jahren schon auf der Agenda der Industrie.

Mit dem Drive der aktuellen gesellschaftlichen Debatte rund um den Klimaschutz bekommen nachhaltige Technologien und klimaneutrale Geschäftsmodelle neuen Rückenwind. Ob effiziente und smarte Lösungen im Bereich der Energie, Circular Economy oder Leichtbau – Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Prozessoptimierung sind ein Ergebnis, das nicht nur dem Klimawandel entgegenwirkt, sondern auch wirtschaftlich Erfolg bringt. Die Messe zeigt, dass Klimaschutz und Industriepolitik zusammengehören.

Energie im Wandel: Wasserstoff als Industriemotor

Wasserstoff und Brennstoffzellen rücken immer stärker in den Fokus und schlagen die Brücke zwischen Infrastrukturanwendungen sowie dem industriellen Einsatz.

In Hannover gibt die internationale Plattform „Hydrogen + Fuel Cells Europe“ seit vielen Jahren technologische Impulse für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft. Mit mehr als 200 Ausstellern aus aller Welt erreicht die Plattform dieses Jahr eine Rekordbeteiligung. So wird eine gesamtheitliche Betrachtung der Energieerzeugung und -nutzung, der Mobilität sowie ein Zusammenspiel der Sektoren Gebäude, Industrie, Verkehr und Energie ermöglicht.

Zudem werden die Infrastruktur für Elektromobilität sowie die dafür nötigen Technologien ein großes Thema in Hannover. Von Transportsystemen und Ladetechnologie über Strom-Infrastruktur und stationäre Energiespeicher zeigt die Messe Lösungen für die vernetzte Mobilität.

Die jungen Wilden: Tech-Startups mischen die Industrie auf

Ein Effekt der Digitalisierung ist dieser: Die Kleinen können jetzt auch, was früher nur die Großen konnten. Aus der Start-up-Szene kommen disruptive Ideen und Technologien mit Durchschlagskraft.

Ob KI-basierte Software, Virtual Reality, Sensortechnologien, Smart Materials oder intelligente Energielösungen – auf der Hannover Messe werden sich mehr als 250 Tech-Startups aus aller Welt aufmachen, um den Wandel der Industrie zu gestalten.

Hier zeigen nicht nur die jungen Wilden, wie sie sich das vorstellen. Beeindruckend ist auch, wie sich Indonesien auf die Zukunft vorbereitet. Das Partnerland 2020 geht mit entschlossenen Schritten in Richtung Industrie 4.0.

Die Hannover Messe findet vom 20. bis 24. April 2020 in Hannover statt.

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